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eCommerce mit Magento

Mittwoch, Februar 3rd, 2010

Vortrag von Markus Neumann, Geschäftsführer der mediawave internet solutions GmbH, am 28. 01. 2010 bei den Netzblicken der IHK Akademie München.

Interessanter, begeisternder Vortrag.
Zunächst ein Überblick über die üblichen Open Source Shopsysteme im gleichen Marktsegment: Oxid, xt:Commerce.
Der Grad der Marktdurchdringung – hier bereits ist Magento führend. Die Alleinstellungsmerkmale von Magento:

  • enge Zusammenarbeit zwischen der Community und dem Hersteller
  • schnelles Wachstum und die Erweiterbarkeit
  • überlegene, technische Architektur
  • Multishop-Fähigkeit
  • One-Page-Checkout und Reports
  • Benutzer- & Suchmaschinenfreundlichkeit

Leider hat Magento im Vergleich zu den anderen Systemen hohe Hardware-Anforderungen, die das System verlangsamen. Spezielles Hosting, um Magento maximal zu beschleunigen, bieten einige, wenige Hoster. Hier empfehle ich besonders INblau24, die sich auf das Hosting von Magento und Typo3 spezialisiert haben.

Fachlich hervorragend und mit vielen Screens bebildert, stellte Herr Neumann die Vorteile von Magento vor. Magento gibt es in der lizenzfreien und kostenlosen Community-Version und in der kostenpflichtigen, lizenzierten Enterprise-Version mit zusätzlichen Funktionen. Lizenz-Kosten dafür etwa 8900,00 Dollar jährlich für eine Lizenz.

Drei Phasen um Interessenten in Käufer zu wandeln -  das muss ein Shop dafür leisten:

Attract/ Massnahmen zur Interessentenfindung
Virale und interaktive Elemente von Magento überzeugen sehr:
Magento bringt einen interaktiven, personalisierbaren/ brandbaren Bildschirmschoner mit – hier kann man RSS Feeds für neue Produkte, neue Angebote, neue Bewertungen für die Interessenten, die sich den Bildschirmschoner downloaden, einstellen.

Auch eine Anbindung an Facebook gibt es, mit einem Blog für User-Empfehlungen an Freunde und für Bewertungen. Das ist sehr viral, es werden auch ähnliche Produkte empfohlen zum Beispiel. Shopumsätze werden tatsächlich sehr gesteigert durch die Verbreitung des Angebotes in Communities. Herr Neumann weist auf die Erfahrungen von Neckermann und Otto hin. Kaufempfehlungen durch Bekannte wird am meisten vertraut, sie müssen eben authentisch sein. Was durch das Modul ermöglicht wird. Ich halte Empfehlungen dann für vertrauenswert, wenn sie nicht belohnt werden, da ich den Markt des Empfehlungsmarketing einigermaßen kenne.

Shopping-Widgets werden auch geliefert und erleichtern die Marketing-Arbeit.

Mit dem Mobile-Modul wird auch eine optimierte Ansicht mit Browser-Erkennung auf mobilen Endgeräten integriert.

Konvert/ Interessenten zu Kunden machen
Herr Neumann zeigte verschiedene Landingpages für verschiedene Zielgruppen. Psychologisch interessante Features:

Zum Beispiel hervorgehobene Response-Elemente und die identische Produktabbildung (Wiedererkennungswert) in verschiedenen Medien und Vertiefung des Angebotes. Und natürlich: “reduce to the max” – Reduzierung auf die Kernaussage, auch visuell.

Starke Filterfunktionen für Suche und Ergebnis. Hier können Artikel zuverlässig gepusht werden. Sehr überzeugend!

Verschiedene Produktansichten und Tagging. Mir gefiel auch sehr gut die funktionale Erstellung von Gutscheinen und die Anzeige von Sonderangeboten für Kundengruppen. Dies ist in der Enterprise-Version, in der “Rich Merchandising Suite” möglich. Targeted Customer Segmentation.

Content – die Nutzerführung zum und im Shop ist sehr überlegen. Mir gefällt auch, dass man verschiedene Startseitenlayouts mit einer Bewertung bei Google im Vergleich differenzieren kann und sich dann entscheiden kann, welches Raster man wählt. Auch die Filterung, welche Nutzergruppen was und wie angezeigt bekommen – es ist zwar bekannt, dass das geht, aber war toll die Screens der Interfaces zu sehen.

Operate/ Shop verwalten
Analyse und Reporting, Katalog Management, Mehrsprachigkeit und Währungsvielfalt geradezu grenzenlos.

Kundenservice
Kaufabbruch im Einkaufswagen – hier ist differenzierte Reaktion möglich per Filter. Zum Beispielt automatisierte Angebote zusenden an den Interessenten, der kein Käufer wurde. Rechtlich ist das möglich, wenn in der Registrierung das Ok für Newsletter und Co eingeholt wurde.

Weitere Infos im Blog der Mediawave und bei Mediawave