Mit ‘suchmaschinen optimierung’ getaggte Artikel

TYPO3camp in Berlin, Juni 2011

Dienstag, 19. April 2011

Pressemeldung

Nach den erfolgreichen TYPO3camps in den vergangenen Jahren in Hamburg, München und Potsdam, wird in diesem Sommer das TYPO3camp auch in Deutschlands Hauptstadt Berlin ansässig.

Vom 24. Juni bis 26. Juni (Fr-So) im SAE Institut Berlin.

Die Idee zu TYPO3camps ist mit dem Gedanken entstanden, TYPO3-Entwickler, Redakteure und Interessierte für ein Wochenende plus Meet & Greet Party im Stil der Web 2.0 BarCamps zusammenzubringen – mit dem erklärten Ziel, sich miteinander auszutauschen und gemeinsam Ideen zu entwickeln, sowie interessante Menschen zu treffen.

Vorträge, Präsentationen, Workshops und Diskussionsrunden von und mit den Teilnehmern bestimmen das Tagesprogramm. Die Themen der Sessions werden von den Teilnehmern selbst festgelegt und sollen sowohl Einsteiger, Redakteure als auch Fortgeschrittene wie Administratoren und Entwickler gleichermaßen ansprechen. Zudem findet im Rahmen der Veranstaltung eine offizielle TYPO3-Zertifizierung durch die TYPO3-Association statt.

Wenn es also um Wissensaustausch und Aufnahme von Kontakten rund um die Webentwicklung mit TYPO3 geht, dann kommt und macht mit!

Infos & Anmeldung für Tickets unter: www.t3c-berlin.de

Vertragsgestaltung und Reklamationsbehandlung zwischen Designer und Kunden

Montag, 21. März 2011

WARNUNG vorab: Ich schreibe hier jede Menge Tipps für den Ernstfall mit unguten Kunden. Dies ist keine Rechtsberatung und ersetzt Diese auch nicht. Ich bin Designer und kein Jurist. *yepp, geschafft – und jetzt gehts los*

Diese harte Verfahrensweise ist nicht mein Alltagsverhalten, aber ich beschreibe hier das richtige Verhalten, um sich gegen den Ernstfall abzusichern. Denn Designer sind meist keine Kaufleute, haben aber als Kunden oftmals Kaufleute. :-)

Meist wird man kurzfristig, gerne auch telefonisch, von Unbekannten gebeten ein Angebot abzugeben.

Oder es kommt eine Mail mit dürftigem Briefing hereingeflattert. Das kennt sicher jeder von uns.

Auf erste Nachfrage, welches Budget haben Sie denn angedacht, ein Schulterzucken “Keine Ahnung, machen Sie mir doch mal ein Angebot.”

Das ist NICHT gut. So, wie es Autos gibt in der Bandbreite eines Firestone-Mobiles, wo man selbst mit den Füssen anschubst bis hin zu einem vollgetunten Superflitzer – so gibt es auch qualitative Unterschiede bei Websites. Und es gibt Kunden mit verschiedenem Empfinden – also was sie teuer finden oder billig.

Da muss man sprechen, Fragen stellen und es kostet Zeit. Danach ein Angebot formulieren, was noch mehr Zeit kostet, denn sonst muss man ungünstigerweise mehr liefern als man plant. Und es gibt Geschäftsleute mit Erfahrung in Einkaufsverhandlungen und eventuell auch Prozessen.

Da ich den Interessenten nicht kenne, verlasse ich mich mal auf mein Gefühl – ob ich mit ihm überhaupt ein Projekt realisieren will – menschlich gesehen -, schütze mich in ausnahmslos jedem Fall durch meinen  AGBs (unbedingt diesen Artikel anschließend noch lesen) - und grad auch bei Geschäften mit Bekannten. Freunde sind da die Ausnahme.

Interessenten, die sich nicht wenigstens auf ein partnerschaftliches Telefonat einlassen und per Mail auf einem Angebot bestehen: Richtig, die bekommen keines. Macht Arbeit, kostet Zeit und ich muss wissen, ob ich meine Zeit hier gut investiere.

Zunächst mal kann ich eine grobe Kostenschätzung anbieten, und wenn der Preis passt – dann ein Angebot formulieren.

Im Angebot=Vertrag beschreibe ich mehrere Dinge sehr genau:

DESIGN: wieviele Entwurfslayouts sind enthalten, wieviele Änderungsphasen vor Start der Programmierung, wieviele Meetings – oder Telefonate, also wieviel Zeit wird für die Kommunikation eingeplant. Das ist ein wesentlicher Kalkulationsfaktor – der Zeitverbrauch. Also eventuell 2 Tage für das Design, 1 Tag für 2 Änderungsdurchänge am Schreibtisch und 6 Stunden Diskussion und Smalltalk. Aufbereitung der Daten für die Programmierung.

Hier bei den Zahlungskonditionen beachten, dass die Anzahlungssumme in jedem Fall den Aufwand für die Design-Entwicklung abdeckt. Falls der Kunde zu keiner Entscheidung kommt und immer weitere Layouts haben möchte, weil nun seine Meinungsbildung startet und es ihm Spaß macht oder weil er einfach nicht entschlußkräftig ist, muss man darüber sprechen ob er ein weiteres Zeitvolumen nachbeauftragen möchte oder sich für einen der bereits entwickelten Entwürfe entscheidet.

Manchmal gibt es dann Ärger. Nicht jeder will mehr bezahlen. Mit guten Kunden findet man aber schnell eine Lösung. Bei den anderen stellt sich auch eventuell die Frage, ob man die Zusammenarbeit abbricht. Dann muss abgerechnet werden.

Jetzt muss man wissen, ob juristisch gesehen die Anzahlungssumme die Designleistung abdeckt. Das ist Verhandlungssache.  Ich hatte einmal den Fall:    78 Screens waren geleistet, bei beauftragten 2 Entwürfen und 2 Änderungsrunden.

Die Dame war der Meinung, dass die Anzahlungssumme nicht die Designleistung abdecke – gleich mal als Verhandlungsposition. Und sie will Geld zurück erstattet bekommen. Dem hielt ich entgegen, dass noch 30 Prozent dafür nachzuzahlen seien, wenn wir den Auftrag hier abbrechen, da ja über das Design hinaus auch das Konzept für die Programmierung etc. gemacht worden ist – meine Verhandlungsposition. Hier steht Meinung gegen Meinung warum es nicht zu einer Entscheidung kommen kann.

Tja, ich hätte das schon eher eine Klärung herbeiführen sollen.

Man kann auch den Preis für die Designleistung im Angebot ausweisen, zusammen mit den obigen Angaben zu Zeitfaktor und Leistungsumfang. Und immer die Meetings per Mail bestätigen, vorher mit Terminbestätigung und im Nachgang mit einer Zusammenfassung.

Ich frage Kunden bei der Leistungsermittlung, also im Gespräch bevor ich ein Angebot erstelle auf der Grundlage dieses Erstgespräches, auch immer ob sie denn mit 2 Änderungsphasen zurecht kommen oder ob ich dafür mehr Zeit und Budget einplanen soll. Jeder ist sich sicher, dass er nicht mehr Zeit benötigt um zu einer Entscheidung zu kommen. Realistisch betrachtet, brauchen etwa 10 Prozent der Kunden nur eine Änderungsrunde. Aber etwa 30 Prozent der Kunden benötigen mehr Phasen dafür.

Programmierung: Welcher Code, CSS/ Xhtml/ CMS. Optimierung für welche Browser (IE 6 unbedingt gesondert kalkulieren), eventuell Intro in Flash oder Javascript. Anzahl der verschiedenen Raster für Templates, Anzahl der Seiten.
Wesentliches Wording!!!!Suchmaschinenfreundlich” anstatt “Suchmaschinenoptimiert” schreiben – und falls Ihr Suchmaschinenoptimierung ONSITE oder OFFSITE anbietet – weist sie gesondert aus. Da liegt ein hoher Qualitätsunterschied, der viel Zeit kostet und kalkuliert werden muss.
Bei der Programmierung jedes Staubkorn beschreiben. Wer schreibt, der bleibt.

Es ist wichtig hinterher im Streitfall beweisen zu können, was beauftragt wurde. Denn der Kunde muss die Mängel nachweisen – nicht wir – aber meist entsteht eine Pattsituation und es wird ein Gutachterpozess daraus, der teuer wird. Soviel ich weiss, muss der Gewinner die Kosten beider Parteien bezahlen. Davor kann man sich schützen. Ein unzufriedener Kunde macht uns ja auch nicht glücklich, also genau beschreiben.

Ich hatte mal einen Kunden, der bekam so ein genauestens beschriebenes Angebot – und er unterschrieb und wir starteten. Und ich baute im Entwurf sein Logo ein und präsentierte. Überraschung: Er sagte, er hätte doch ein neues Logo beauftragt hätte. Da zeigte ich ihm mein Angebot und fragte wo das steht und wann wir das besprochen haben. Und er meinte, er hätte mir doch vertraut und er würde gar nichts von all dem verstehen und wäre nun aber arg enttäuscht und will aber ein Logo haben. Das CMS, das im Vertrag stand – ja, das dachte er wäre doch ein Logo.

Inhalte: Befüllung mit Daten des Kunden. Befüllung kostet Zeit, Copy/Paste geht schneller als alles händisch abzutippen, falls Euer Kunde die Inhalte faxt oder per Papierpost sendet – was schon mal vorkommt, dann ist es besser Euer Kunde weiss zu Beginn schon wie er die Daten richtig liefert. Texte als Word.doc, Bilder als JPG, GIF, PNG oder TIFF. Weitere Daten in Excel.
Für das Befüllen Zeit kalkulieren, ansonsten – wenn man ein CMS liefert – mit dem Kunden besprechen, ob er selbst befüllen möchte und dadurch Geld spart. Man legt ihm dann eine definierte Anzahl an Vorlageseiten an, damit er weiss wie es aussehen soll.

Einführung zur Benutzung eines CMS: Je nach Online-Fitness des Kunden 1-4 Stunden kalkulieren, bei Teams meist mehr Zeit einplanen. Auch daran denken, dass viele Kunden dann erstmal Monate ihr System nicht benutzen, alles vergessen und dann anrufen um sich nochmals Erklärungen geben zu lassen: “Das funktioniert alles nicht”. Lösung: Ins Angebot aufnehmen:

Spätere Leistungen: biete ich an zum Stundenpreis von XXX, Abrechnung nach viertel Stunden (z.B.). Dieser Preis gilt bis zur Gültigkeit einer neuen Preisliste, mindestens jedoch bis XXX.

Dokumentation des CMS: Screenshots und Beschreibungen, was man wo findet und wie ändern kann. Absolutes Muss, erspart uns spätere Hilfeanrufe und ist sehr angenehm für die Kunden, da es sie selbständiger macht und weniger hilflos. Kostet uns aber Zeit in der Erstellung. Kalkulieren und anbieten. Grad wenn es ums Vergleichangebote gibt, mache es Sinn alle Bestandteile des Angebotes wie Module einzeln zu benennen und auszupreisen.

Ausliefern: Zuerst das fertige Produkt abnehmen lassen, dann auf den Kundenserver liefern, sobald die Schlusszahlung eingegangen ist. Soviel ich weiss – ist das Produkt/ der Auftrag auch abgenommen, sobald der Kunde das Produkt in Betrieb nimmt. Ab da beginnt die Gewährleistung und wir müssen uns 1 Jahr lang mit Reklamationen befassen, wenn welche eingehen. Immer die Programmierung auf dem eigenen Server machen und erst später – als Duplikat – ausliefern. Sonst habt ihr keinen Zugriff, normalerweise, wenn der Kunde seinen Serverzugang schließt und einfach nicht bezahlt.

Auch um bei Reklamationen eines CMS zum Beispiel, beweisen zu können, wie das Original programmiert war – wenn der Kunde sein CMS selbst beschädigt durch unsachgemäßen Gebrauch z.B. oder beim Hoster des Kunden Dateien verschwinden – den Fall gab es schon – und ich möchte Geld haben, wenn ich Zeit investieren soll um die Schlamperei fremder Dienstleister auszubessern.

Letzlich will man ja einen guten Umgang miteinander – und dafür muss alles klar sein.

Abnahme: In den AGBs schreiben “die Schlusszahlung ist fällig nach Abnahme des Werkes”. Sobald gezahlt ist – ist auch abgenommen. Genauso wie wenn das Produkt benutzt wird, also die Website live geht zum Beispiel. Trotzdem kann es darüber vor Gericht Diskussionen geben mit Laien. Aber bei Reklamationen muss der Kunde den Mangel nachweisen. Er kann sich auch nicht weigern die Abnahme zu machen. Man kann in den AGBs festlegen, dass die Abnahme automatisch eintritt, wenn keine Mängel mindestens der Stufe 2 binnen 8 Tagen nach Beginn der Nutzung des Werkes schriftlich mitgeteilt werden.

Mängel Reklamation: Kommt ein Anruf “Da ist was kaputt, und Sie hatten doch gesagt…..Beseitigen Sie schnellstens den Mangel, oder…”
*schluck* was ist denn jetzt los, war doch alles freundlich, der Auftrag wurde zur Zufriedenheit und in Freundschaft zu Ende gebracht. Ok, sehen wir mal nach – wenn es ein Fehler von uns war, dann Entschuldigung, Ausbesserung, Versöhnungsgeschenk.

Nach der zweiten, ungerechtfertigten Reklamation (netterweise bei uns, in der Industrie ab dem ersten Anruf) wir wissen ja nicht, ob wir schuld sind oder nicht ( – wenn der Kunde durch Schlamperei zum Beispiel sein CMS beschädigt, Dinge dort einbauen will, die nicht Platz haben, sein Hoster bei einer Serveraktion Dateien verschlampt – er schlechte Reakteure hat, ein Virenfall auftritt): Also spätestens dann eine Bestätigung rausschicken, also ein Angebot. Da muss der Kunde bestätigen, dass er die Kosten für unsere Tätigkeit übernimmt, wenn der von ihm reklamierte Schaden nicht unser Verschulden war. Abrechnung nach Zeitfaktor.

Erst tätig werden, wenn dieses Schreiben als Auftrag wieder eindeutig betätigt wurde (Fax oder Originalunterschrift) und ein gültiger, abrechenbarer Auftrag ist. Bei säumigen, unguten Kunden hier Vorauskasse/ Anzahlung.

Wird dieser Auftrag nicht erteilt, dann muss die Reklamation nicht bearbeitet werden und kann nicht vom Kunden an eine andere Firma beauftragt werden – und uns in Rechnung gestellt werden.

Aber das ist keine Rechtsauskunft vom Juristen, sondern ein Hinweis von mir nach den Auskünften, die ich eingeholt habe. Bitte prüft das nochmals wenn ihr an diesen Punkt in der Kundenbeziehung kommt. Aber es ist tröstlich, es kann niemand mit jeder Reklamation unsere Zeit beanspruchen ohne dass er etwas dafür tut seinerseits.

Wie gesagt, es gibt bessere Kaufleute unter den Kunden, die im Nachgang noch zusätzliche Leistungen ohne Vergütung herausholen wollen.

Ich bin hier auf Eure Erfahrungen sehr gespannt!

Das 3. Typo3camp in München: 10. – 12. September 2010

Freitag, 10. September 2010

ausgebucht mit etwa 120 Teilnehmern.
Alle Infos: http://typo3camp-munich.mixxt.de/

Die Slides:
http://typo3camp-munich.mixxt.de/networks/wiki/index.SlidesUndVideos

Plan mit allen Sessions:
http://typo3camp-munich.mixxt.de/networks/wiki/index.sessionplan

Infos der Veranstalter:
Folge uns bei Twitter:
http://twitter.com/t3cm

TYPO3camp bei Facebook:
http://www.facebook.com/pages/TYPO3camp-Munich/100041866023

Bei XING haben wir auch eine Gruppe:
https://www.xing.com/net/typo3camp

Typo3Blogger
http://typo3blogger.de/

Zusammengefasst: inspiring people to share!

Super schöner Spirit in der Gruppe schon am ersten Abend im Kater Mikesch – dem Barcamp-Teil des Events.
Und nach dem ersten Vortrag ist klar, es gibt Bedarf Hintergründe zu erklären:
“das ist doch ein Baukastensystem, da klicken Sie doch nur Module zusammen – was ist daran so teuer?”

Ich berichte Euch aus der Sicht und mit dem ( technisch begrenzten) Verständnis eines Designers, der Design für CMS erstellt unter vielen professionellen Aspekten – für Typo3 zum Beispiel.
Die technischen Details verstehe ich meist nicht vollständig. Aber ich verstehe was alles technisch und psychologisch und vertriebsorientiert nötig ist, sich gegenseitig bedingt und was zusammen gehört: damit das Ergebnis perfekt funktioniert.


Einige der Vorträge und Workshops habe ich nachfolgend zusammengefasst.
Impressionen vom Camp

Indexed Search – Vortrag von Jochen Weiland

IS ist schnell, wenn sie richtig konfiguriert ist.
Externe Dateien können durchsucht werden, z.B. PDFs

Die gerenderte Site wird danach gecached – und Suchergebnisse werden aus dem Cache gefunden. Der Cache muss regelmäßig zeitnah gelöscht werden und eine Neu-Indexierung veranlasst werden – damit gelöschte Daten aus Suchergebnissen verschwinden.

Um nur qualifizierte Ergebnisse zu erhalten, kann man den Bereich festlegen in welchem gesucht werden soll:
Im Template wird dafür ein Marker platziert, welcher den Bereich der Site eingrenzt in dem die Suche aktiv sein soll.
<!–TYPO3SEARCH_begin–>
<!–TYPO3SEARCH_end–>

Extended Search – wird in der Datenbank angelegt und dort wird auch festgelegt, ob nur der exakt eingegebene Begriff in den Suchergebnissen ausgegeben wird, oder auch Wortteile.
Jochen Weiland zeigt im Script, wie man die Findung auch bei Wortteilen statt dem Suchbegriff einstellt.
Seiten, die nicht gecached werden, können auch nicht durchsucht werden.

Man kann einzelne Worte als “Stop-Wort” definieren, diese Worte werden dann nicht gefunden.

Beim Entfernen von Worten oder Seiten, und um die Weiteranzeige in den Suchergebnissen wegen des Cache zu vermeiden – muss man den Suchindex ebenfalls löschen. Z.B. per Cronjob nächtlich löschen und per Befehl neu aufbauen lassen.
Die Stopwords müssen dann ebenfalls neu aufgebaut werden – per Befehl automatisiert.

Fall: Kalender mit Einzelansichten in den Ergebnissen: für die Listenansichten von Extensions sollte man das Durchsuchen ausschalten und nur für die Einzelansichten zulassen.
Fall: Seiten mit News. Nur die Einzelansichten indexieren, nicht die Listen.
Fall: Kombinierte Seiten mit Content und News. Im Template von Latest News den Marker setzen für die Bereichbegrenzung für den zu durchsuchenden Bereich.

Crawler Re-Index
Crawler-Extension verwenden – und nachts den Crawler laufen lassen wenn der Server nicht ausgelastet ist – und Vorsicht bei “Hidden pages”.
Bei den Seiteneigenschaften eintragen bei TSconfig, dass Neu-Indexiert werden soll. Das sind umfangreiche Befehle, die Jochen alle gezeigt hat- ich hoffe es gibt ein Script anschließend, das ich hier verlinken kann.

Auch geschützte Nutzergruppen können für die Auffindbarkeit von Ergebnissen eingestellt werden – Nutzer außerhalb dieser Usergroup erhalten keine Ergebnisse.
Der Crawler ist aufwendig in der Konfiguration.

Alle Folien von Jochens Vortrag sind erhältlich hier:  jweiland.net/t3cm10


Projektmanagement – Michael Franzkowiak

Interessanter Erfahrungsbericht aus Projekten. Zum Beispiel Fehlersuche mit Sharepoint. Michael empfiehlt aktive Mitarbeit – rechtzeitig mitteilen wenn etwas nicht passt oder man selbst nicht zurecht kommt – damit der Projektleiter handeln kann und über Anpassung oder Neuentwicklung nachgedacht werden kann. Zum Beispiel wurde in einem Projekt mit 4 beteiligten Agenturen erst nach Einsatz von Sharepoint festgestellt, dass eine Agentur die Layouts weiter entwickelt hatte, obwohl das Projekt eingefroren worden war.

In internationalen Projekten die kulturellen Verhaltensunterschiede beachten.

Problem: Änderungen an allen  nötigen Stellen durchzuführen: dafür müssen diese Stellen kategorisiert und auffindbar gemacht werden.

Empfehlung: Entwickler sollen detaillierte Projektprozessbeschreibungen einfordern. Requirements allein reichen  nicht.

Benamung bei CSS-Klassendefinitionen festlegen. Extensions für Klassen, die sich nur in dieser Klasse auswirken, erhalten einen Namenszusatz der das auszeichnet.
Mails an die Beteiligten: Verteiler-Personen für Gruppen festlegen anstatt jede Mail an alle zu “spamen”. So wird ein Aufmerksamkeitsverlust für Mails vermieden.

Ein Teilnehmer berichtet aus dem Workflow in seiner Firma – sie haben gute Erfahrungen mit Microblogging.

Ein Teilnehmer empfiehlt mit einem Ticketsystem zu arbeiten.

Im Meeting alle nicht erledigten Punkte des vergangenen Meetings ansprechen. Protokoll an alle Beteiligten.

Wenn das Projekt fertig ist – auch wenn es gut gelaufen ist – sollten sich alle in einem Meeting nochmal treffen und alle Eindrücke besprechen.

Wenn das PM feststellt, es geht etwas nicht in Ordnung: eine “Early Warning” an die oberste Geschäftsleitung verfassen.

Jochen Weiland- Typo3 Wartung: Zündkerzen, Ölwechsel, Filter

Wie man eine Typo3-Installation am Laufen hält.
Statistiken in der Logfile-Datei. Wenn die Datei ihre max. Größe von 2 GB erreicht, werden keine weiteren Statistiken gespeichert. Daher spätestens die Logdatei warten z.B. am Ende des Jahres rausziehen, speichern und neu beginnen. Ansonsten in kürzeren Abständen.
config.stat_mysql=1

ke_stats speichert und aktualisiert Statistiken, wenn viele Einträge sind, wird das System verlangsamt. Die Extension konfigurieren, dass nicht bei jedem Seitenaufruf die Statistik  startet.

vts (de_phpot)  es gibt keine Security für diese Extension, die Daten aufzeichnet und die Datenbank vergrößert

tx_cal oder “wenn die Datenbank dicke Backen kriegt”, entweder richtig konfigurieren oder regelmäßig die Datenbank clearen.

Clear Cache at midnight” reicht hier nicht, da die Daten nur ungültig gemacht werden aber nicht gelöscht. Also per Cronjob die Tabelle leeren.

indexed_search mit crawler re-index.

Bilder, PDF…: Verzeichnis löschen+ neu anlegen + cache_imagesizes leeren

Beim Wechsel auf eine neuere Version von Typo3 dieses Verzeichnis löschen und händisch neu erzeugen. Dieses Verzeichnis auch nicht ins Backup aufnehmen.

deprecation_log enableDeprecationLog=o   einstellen

Error Handler standartmäßig deaktivieren im Installer und erst einschalten wenn etwas nicht funktioniert

Mr. Clean der lowlevel_cleaner das ist absolut komplex – und übersteigt mein technisches Verständnis. Ich gebe Euch her nachfolgend den Pfad zum Slide von Jochen Weiland an.

mit versions alte Versonen löschen

double_files z.B. für mehrfach eingesetzte Dateien/ Bilder/ Contentelemente

deleted seit 4.3 gibt es den recycler, der Dateien nur als gelöscht markiert, aber nicht löscht. Daher muss man hier alle gelöschten Datensätze  entfernen mit einer Zeitraumdefinition.

missing_relations fehlende Datenbankbeziehungen, .B. bei Verweisen zu gelöschten Elementen

clean_flexform

rte_images nicht emfohlen die Bilder direkt im rte einzufügen, hier zu bereinigen

refindex update  den referenzindex unbedingt aufbauen bevor mit dem cleaner Wartungsarbeiten gemacht werden.

AUTOFIX zuerst mit der Option dryrun anwenden und auf Fehler prüfen. Anschließend ohne dryrun laufen lassen.

die Dokumentation zum lowlevel_cleaner ist versteckt auf:

typo3/sysext/lowlevel

CHECKLISTE

cleanen je nach Menge der Seitenaufrufe – zum Beispiel spätestens wenn man sich nicht mehr ins Backend einloggen kann – dann spätestens. Größeres Hostingpaket buchen oder aufräumen.

Speicherplatz

Datenbank

Backup/ Archivierung prüfen

lowlevel_cleaner

Updates Core / Extensions schauen ob es Updates gibt

sich in Mailingliste “typo3 announce” als Abo für Neuerungen eintragen

Alle Folien von Jochens Vortrag sind erhältlich hier:  jweiland.net/t3cm10


SEO mit Typo 3

Slides der Sessions: “SEO mit TYPO3″ und “Caretaker” sind bei Slideshare online und hier verlinkt: http://tinyurl.com/646es4 #t3cm10

Aus dem aktuellen Geschehen der Webshopbranche – Alexander Sabo
Dise ist keine Beratung durch einen Anwalt und ohne Haftung und nicht verbindlich

Ich habe diesen Artikel wegen des Themas gesondert verschlagwortet, ausgelagert und verlinkt.
Hier zu lesen.


Matthias Krappitz – Twitter / Facebook / Wehype

Matthias Krappitz von http://www.aemka.de/ ist verantwortlich für die
Webentwicklung und Technik der Social Community WeHype
(http://www.wehype.com), welche auf Basis von TYPO3 entwickelt wurde.
Auf WeHype kann man durch die aktuellsten Hypes surfen und unter anderem
Aktionen auf der Plattform auf die eigene Facebook-Wall oder den eigenen
Twitter-Stream posten.

Um für die Barrieren für neue User niedrig zu halten, gibt es eine auch
Registrierung über das vorhandene Facebook oder Twitter-Profil über das neue
OAuth Verfahren bei dem man seine Login-Daten nicht preisgeben muss.
Auf der Plattform gibt es eine Punktevergabe für Aktionen, die jeder User macht.
Mehr Möglichkeiten zu publizieren und interagieren erhalten User mit höherer
Punktezahl, die bereits mehr Zeit auf WeHype verbracht und mitgemacht haben.

Für die technische Anbindung von Facebook oder Twitter gibt es hier weitere
Informationen:
mixxt

Ebenso können bereits konventionell auf WeHype registrierte User ihr Profil
nachträglich mit Facebook oder Twitter verknüpfen. Der User wird dabei
gefragt welche Möglichkeiten er WeHype einräumen möchte. Auf Facebook oder
Twitter kann er diese Autorisierungen jederzeit wiederrufen ohne WeHype noch
mal zu besuchen, wenn er dies nicht möchte.

SEO mit TYPO3 – Frank Nägler

Slide    http://www.slideshare.net/NeoBlack/seo-mit-typo3



Alexander Sabo – Social Media / Märkte sind Gespräche

Die Rollen von Autoritäten werden verändert. Autorität muss verdient werden durch Kompetenz. z.B. die Autorität eines Arztes, wenn seine Empfehlung durch Recherche im Netz geprüft wird.
Wertschöpfungskette von Social Media: die Evangelisierung, Apple ist zu einer Ersatzreligion geworden.

Social Media ist die Möglichkeit 1:1 mit dem Kunden zu kommunizieren und bedient ein Grundbedürfnis des Menschen: “Nachhaltig Spuren hinterlassen”.

Der berechnete Wert eines Facebookfans liegt bei 136,38 $. Untersucht wurden 20 führende Marken.

Nimm neue Wege der Kommunikation als Chance wahr.

Bedeutung von Social Media für die Reisebranche auf der Basis der Studie des DMC Instituts. Die Studie ergibt, dass Konsumenten Ihre Entscheidungen zu Reisezielen und Reisen insgesamt durch Recherchen in vertrauenswürdigen, Autorgeführten Blogs und Internetseiten von Reisenden mit Erfahrung vor Ort orientieren. Weniger Vertrauen wird Printmedien und Unternehmenspublikationen/ Unternehmensblogs geschenkt.

Maddesign – Sven Wolfermann – CSS und Performance

sehr gut zu lesen hier in Sven’s Blog:  http://maddesigns.de/css-performance-vortrag-auf-dem-typo3camp-munchen-203.html#more-203


Patrick Lobacher – Domain Driven Design

seine Buchempfehlungen zu “Domain Driven Design” sind die Bücher von von Nilsson/ Evans/ Fowler

Worum es geht: Die Domain ist ein von Eric Evans geprägter Begriff für eine Anwendungsdomänen-getriebene Herangehensweise an das Design komplexer, objektorientierter Software.

Ein Lösungsvorschlag anstatt der typischen Projekte mit Verlusten zwischen Informationssender und Informationsempfänger. Unterschiedliche Vorstellung des Kunden und des Programmierers vom gleichen Projekt – es braucht eine genaue Beschreibung des Projektes in einem interativen Prozess zwischen dem Kunden und dem Experten.

Das Ergebnis ist ein Modell, gesprochen in einer gemeinsamen Sprache. Auch genannt “allgegenwärtige Sprache”, Ubiquitous language.

Diese Sprache fließt in die Benennung von Klassen und in alle Prozesse ein -  gesprochen von allen Teilnehmern. (Bei multilingualen Projekten sollte idealerweise Englisch als Sprache verwendet werden.)

UL/ Modellierung
Während dieser Modellierungsgespräche findet ein agiler Prozeß statt, in welchem Bausteine und Benennungen festgelegt werden.

Objekt Lebenszyklus
Ein neues Konzept des Repository – hier können Objekte aus dem Archiv wiederbeschafft werden.

Vorteile
Besseres Verständnis der Domäne
Saubere Strukturierung des Code
Zuständigkeiten sind klar getrennt
Alle Beteiligten verstehen sich
Leicht zu erweitern
Zeitersparnis

Die Architektur von Flow3 basiert auf DDD.
Im Extbase Kickstarter wird visuell modelliert.




Umweltfreundliche und Privatsphäre schützende Suchmaschinen-Konkurrenz zu Google aufbauen

Sonntag, 02. Mai 2010

Super Idee der Ökokiste: Auf Login und Logoutseite werden die  Suchmaschinen “Ecosia” und “Forestle” beworben mit einer Kampagne “mit jedem Klick Regenwaldfläche unter Schutz stellen”.

Ecosia ist eine umweltfreundliche Suchmaschine, die von Yahoo, Bing und dem World Wide Fund For Nature (WWF) unterstützt wird. Ecosia funktioniert im Grunde wie andere Suchmaschinen, jedoch spendet Ecosia mindestens 80% der Sucheinnahmen an ein Regenwaldschutzprojekt des WWF. Genaue Erklärung etc und Installation hier:

http://ecosia.org/how.php

Etwas überlastet heute die zweite Öko-Suchmaschine: http://de.forestle.org/

Ich werde die beiden Suchmaschinen installieren und ebenfalls auch Google nutzen künftig – alles beobachten, Wettbewerb fördern. Klar hinter diesem Gutes-Gewissen-Projekt steckt Microsoft dahinter, aber die Google-Politik künfig die zahlenden Werbekunden in der organischen Suche vorne zu platzieren braucht eine klare Ansage und frischen Wind von Vorne.

Noch ein super Tipp von Johannes: Die Meta-Suchmaschine Ixquick – sie verspricht die Privatdaten nicht zu speichern oder zu verkaufen: Damit ist Ixquick die erste und einzige offiziell nach EU-Datenschutzrecht zertifizierte Suchmaschine. Dazu verspricht sie auch noch bessere Ergebnisse als andere Suchmaschinen. Mal ausprobieren?

Internet World Messe 2010

Mittwoch, 28. April 2010

internetworld

Dieses Jahr waren kaum Webdesign-Firmen als Aussteller vertreten. Schwerpunkt der Internet World 2010 – auch in den Vorträgen – waren die Themen E-Commerce: Shop, Payment und Social Commerce, Monitoring und SEO.

Als Trends bleiben weiterhin: Social Media, Mobile und Location Based Services oder Realtime. Social Commerce ist ein entscheidendes Entwicklungsthema am Horizont, im Gespräch ist eine Marge von 30% für Commerce bei Facebook.

Trends für SEO bei Google:

  • Die Geschwindigkeit der Seite als Bewertungsfaktor:  Pagespeed
  • Über Sitelinks beispielsweise werden Werbekunden aus dem Paid Search Bereich mit  Fundstellen im organischen Bereich belohnt. Wir dürfen gespannt sein, wie sich die Ergebnisse im organischen Bereich bei Google entwickeln werden. Es wird die Überlegung wert sein künftig erst ab Seite 2 oder 3 zu lesen, weil die vorderen Fundstücke eigentlich die Anzeigen von Werbekunden sind – die aber nicht so gekennzeichnet sind.
  • Bei Google USA schon Realität – wann kommts bei uns? – Telefonnummern in den Ergebnissen sind klickbar und man wird direkt verbunden, wenn man mit einem Smartphone surft. Click to call.

Gut gefiel mir der  Vortrag von Meta People zu Performance Marketing: Da bei einer Cross Channel Marketing Aktion nicht belegt werden kann, über welchen Kanal der Kunde angezogen wurde, haben Meta People ein anderes Abrechnungs-Konzept entwickelt. Bezahlung nach Erfolg, nach Interaktion mit dem User. Prio ist nicht das Erreichen des Marketingzieles sondern des Vertriebszieles. Gemessen wird durch ein Cross Channel Tracking. Beeindruckend wie jeder Nutzer verfolgt und aufgezeichnet wird. Kleiner Scherz am Rande: Ich hatte die Idee, dass sich das als Vorlage für einen Krimi eignet: Der Verdächtige war zum Tatzeitpunkt allein zuhause und erhält kein menschliches Alibi, kann aber mit sekundengenauer Aktivität beim Surfen verifiziert werden.

Mobile Location Based Services: Coupies, mobile Coupons, bietet per Push aufs Handy Coupons der nahe liegenden Geschäfte an und bringt so Kunden in reale Shops. Reichweite derzeit 0,5 Mio Nutzer, die Buchungs-Kosten für die fälschungssicheren, digitalen Coupons sind günstiger als für gedruckte Coupons.

Sehr klasse – wie jedes Jahr – die Präsentation der besten, deutschen Webshops – ermittelt und präsentiert durch das sympathische Team des Shop-Usability-Beraters Shoplupe.

Internet World 2010, die wesentliche Fachmesse mit Kongress

Samstag, 10. April 2010

Die wesentliche Fachmesse unserer Branche,  Fachmesse & Kongress, Internet World, 13.-14. April 2010, ICM München.

2 Tage Information pur, treffen wir uns dort?

Interessant sind auch die Sonderschauen, besonders des BDOA zum Thema sicheres E-Payment, die Guided Tours für Einsteiger (Persönlicher Kontakt zu den Ausstellerfirmen), mein Favorit sind die Preisverleihungen”INTERNET WORLD Business Idee” und “Shop Usability Award”. Frische Ideen – Inspiration pur.

Die Vorträge in den Infoarnen sind kostenlos und hervorragend. Hier können Sie das gesamte Vortragsprogramm beider Tage lesen und downloaden.

Ich werde hier in den Tagen nach der Messe ausführlich berichten.

Studien und Artikel zu Nutzerverhalten im Web und: SEO-Ausblick

Donnerstag, 04. März 2010

iStock_000009536221XSmallIch habe natürlich meine persönliche Meinung, welche Elemente von Websites ich vertriebsstark finde und welche Soft Skills der Seiten zu  Erfolg oder Misserfolg beitragen. WebDesign hat klare, wahrnehmungspsychologische Aufträge. Mein neuester Vortrag behandelt die “”Geheimen Soft Skills von Websites”.

Mit Soft Skills meine ich Faktoren wie die Ansprache der Besucher durch Atmosphäre (Um die Besucher in ihren unterschiedlichen Vorlieben auf der Bauchebene und intuitiv, sympathisch anzusprechen – die unbewussten Faktoren, die Wahrnehmungspsychologie), Querverlinkung innerhalb der Seiten, um den Besuchern eine Folge zusammenhängender und interessanter Informationen (statt nur eines Produktes) logisch aufbereitet anzubieten. Ich zähle zu den Soft Skills auch die Usability-Faktoren, das mehrfache Anbieten geeignerter Inhalte in verschiedener, visueller Form um bewusster darauf hinzuweisen, und nicht nur kognitiv. Und die richtige Aufforderung zum Dialog, die Möglichkeiten eine Berührung herzustellen zwischen dem Informations-Absender und dem Besucher der Website.

Diese Soft Skills – die dazu führen, dass die Besucher einer Website tiefer in das Angebot einsteigen und sich umsehen, sind auch verantwortlich für bessere Ergebnisse bei den Suchmaschinen. Dazu schreibe ich später noch mehr, in diesem Artikel, bezug nehmend auf neueste Erkenntnisse zu SEO, die ich in der Internet World Business vom 15.02.2010 gelesen habe.

Neben allen Impressionen im Alltag mit meinen WebDesign Kunden, allen Gesprächen während Website-Analysen und bei Durchsicht aller Websites und Ihrer Möglichkeiten/ Fehler wenn ich analysiere um Angebote für Relaunches zu erstellen -  finde ich es unverzichtbar, Studien mit aktuellen Statistiken zu Nutzerverhalten im Web zu lesen.

Ich schlage hier mal meine Statistik-Favoriten vor und bitte Euch um Erweiterung der Liste mit Euren präferierten Studien-Tipps:

ARD/ ZDF

Die jährlich erscheinende ARD-ZDF-Onlinestudie, zuletzt vom Dezember 2009. Wichtig finde ich bei der letzten Studie die Erkenntnis, dass etwa 67 Prozent der Deutschen im Netz aktiv unterwegs sind, davon die jungen Menschen fast zu 100 Prozent (96,1 Prozent) und dass die, am stärksten wachsende, Gruppe der über 50-jährigen bei 40,7 Prozent liegt.

Wobei – hier meine persönliche Interpretation – die über 50-Jährigen (siehe Nena, Madonna und Co) durchaus immer noch jung und nicht vergreist sind. Die meisten Webworker und Ex-New Economy Mitarbeiter sind heute um die 50 und plus. Also Power-User.

Dazu im Vergleich die interne Statistik der Münchner Volkshochschule, die schon vor einem Jahr bezifferte, dass die Web-Einsteiger-Kurse und die Mausschubser-Kurse für ältere Menschen  eingestellt werden sollen, da die Buchungszahlen dafür zurück gegangen sind – weil diese Zielgruppe bereits im Netz unterwegs ist und sich nicht mehr im Einsteiger-Stadium befindet.

In ländlichen Regionen kann das anders aussehen.

Für mich heißt das, dass auf Websites den Informationen mehr Unterhaltungswert beigefügt werden soll, denn die jüngeren Nutzergruppen sind mit Infotainment aufgewachsen und sehr visuell noch dazu durch TV, Spiele und die multimedialen Bildungsangebote. Die älteren Nutzergruppen sind auch nicht mehr die verunsicherten Einsteiger und haben dadurch einen anderen Anspruch an Abwechslung.

Einen besonders genialen Artikel zu Werten und Vorlieben der Menschen ab 50 Jahren, die sich wie 37-Jährige fühlen, geschrieben von Peter Scheurer für die BAW-Website im Bereich Aktuelles lesen Sie hier.
Der Artikel heißt: “Männliche und weibliche Silberrücken.
Die neue gesellschaftliche Macht ist über 50 Jahre alt, liebt den Konsum, den Sex und das Alter.”

Man kann auch die  ARD/ ZDF-Studien der vergangenen Jahre online lesen, kostenlos. Und jede Menge Nutzertypologien etc. werden ebenfalls hier angeboten.

AGOF Arbeitsgemeinschft Online Forschung

Die Agof gibt quartalsweise die Studie “Internet Facts” zu Reichweiten und Strukturdaten heraus, eine Grundlage für die Marktpartner des Online-Werbemarktes. Ebenfalls kostenlos.

BVDW Bundesverband Digitale Wirtschaft

Es gibt jede Menge Studien für Mitglieder, die nicht öffentlich zugänglich sind, aber auch einige Ergebnisse, die in Pressemitteilungen öffentlich gemacht werden hier.

Sehr empfehlenswert die Zeitung “Internet World Business”, alle 14 Tage neu. Online hier.

Zu SEO-Neuerungen in 2010 habe ich in der Internet World Business, im Artikel “SEO am Scheideweg” vom 15.02.2010 sehr interessante Meinungen und Trends gelesen:

Latent Semantische Optimierung (LSO): man würde nicht mehr nur auf die Keywords optimieren, sondern auch auf verwandte Begriffe wie Blume/ Rose/ Dornen.

Geschwindigkeit und Ladezeit der Website werden ein Qualitätskriterium. Entnommen wurde dieser Trend einem Vortrag des Google-SEO-Gurus Matt Cutts auf der Webmaster-Konferenz Pubcon 2009 in Las Vegas. Hier noch der Link zur Site von Matt Cutts.

Dazu der Rat, die Optimierungstools von Google (Pagespeed) und Yahoo (Yslow) einzusetzen, die über Firebug als Firefox-Plugin funktionieren.

User-Centered SEO: Usablity als SEO-Faktor im Hinblick auf die Klickraten untergeordneter Seiten im gesamten Auftritt. Das deckt sich ideal mit meinem Vorschlag zu den Usability-orientierten Soft Skills der Websites. “Content is King” – und zwar wenn er gelesen/ geklickt wird. Google hat da viele Auswertungsmöglichkeiten um das Benutzerverhalten auf der Website zu tracken: über Analytics, die Toolbar, Doubleclick zum Beispiel.

Immer noch die aktualisierten, wechselnden Inhalte der Website – was Schulung der Mitarbeiter als SEO-affine Redakteure bedingt.

Flash – immer noch versteht Google kein Flash, schade. Da muss man sich Alternativen für Google einfallen lassen, was ja möglich ist. Denn andererseits emotionalisiert Flash Inhalte wunderschön und macht Infotainment möglich. Was für die Nutzer gut ist.

Google Maps wird wichtiger für Brancheneinträge, hier bestehen noch sehr viele Chancen.

3. Impulstag für Gründer und Selbständige, in der Bayerischen Akademie für Werbung in München

Donnerstag, 04. März 2010

Textzitat aus dem Newsletter von Gründungszuschuss:

Werbung, Warmaquise, Wasserbetten: Inspirationen auf dem 3. Impulstag

„Kunden gewinnen mit Internet und E-Mail“ – so lautete das Thema des diesjährigen Impulstages für Gründer und Selbständige, den Gründungszuschuss.de gemeinsam mit der Bayerischen Akademie für Werbung und Marketing (BAW) in München veranstaltet hat. Rund 200 Teilnehmer besuchten die hochwertigen wie humorvollen, nachvollziehbaren wie nutzwertigen Vorträge am 23. Februar in den Räumen der BAW – und knüpften wertvolle Businesskontakte.

Referent Robert K. Bidmon, Psychologe und Trainer für Dialog- und Direktmarketing, erklärte am Beispiel eines Wasserbettenverkäufers die Gesetze der Kundenbeeinflussung. Egal ob die schaukelnden Möbel online oder im Direktverkauf an den Mann gebracht werden sollen – Bidmon erläuterte ihre Vorteile so sympathisch wie eindringlich, dass nach seinem Vortrag garantiert einige der Teilnehmer ins nächste Bettengeschäft gestürmt sind…

BAW-Dozent Thomas Jäger hingegen zeigte auf, wie Kunden via Google auf die eigene Webseite gelotst werden und man den Spagat zwischen Suchmaschinenoptimierung der Website und Lesbarkeit schafft. XING-Experte Joachim Rumohr gab Insider-Tipps zur Nutzung der Networking-Plattform. Reachtsanwalt Christian Schmoll vom E-Mail-Dienstleister eCircle erklärte sehr anschaulich, was im Internet und bei Mailingaktionen unzulässig und was (noch) erlaubt ist.

Agenturchef Andreas Keck veranschaulichte in einer Tour de Force die Vor- und Nachteile von Mailings, Blogs, Shops und klassischen Webseiten. Ulrike Thiel, Geschäftsführerin der Agentur ThielDesign, zeigte den Teilnehmern schließlich anhand von Firmenwebseiten kleiner, mittlerer und großer Unternehmen beispielhaft, welche Elemente nach ihrer Erfahrung am besten als Marketinginstrument funktionieren.

Informationen zur Veranstaltung im Ankündigungs-Flyer können Sie hier lesen.

Website Analyse von etwa 50 Websites

Mittwoch, 24. Februar 2010

umfrage_webdesign

Im Dezember 2008 und nochmals 2009 habe ich  im Gewinnspiel-Adventkalender der German Speaker Association eine Website-Analyse und Beratung zur Website verlost.

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Die Resonanz war jedesmal sehr groß. Und beim zweiten Mal hatte ich die Idee nicht nur den Hauptgewinn zu verschenken, sondern allen anderen Interessenten als Trostpreis eine halbe Stunde Website-Analyse und Beratung zu schenken.

Für mich selbst war der Gewinn dabei sehr groß, denn es bedeutet ein schönes Empfehlungs-Marketing aller zufriedenen Website-Inhaber, die mit mir am Telefon über Ihre Website und die möglichen Fehler und Verbesserungen sprachen.

Und ich gewann einen absolut gigantischen Einblick in die Praxis – die Merkmale von Erfolg oder Erfolglosigkeit  von etwa 50 Websites im alltäglichen Einsatz.

Ich war interessiert daran, heraus zu finden, wie erfolgreich die Soft Skills dieser Websites von Einzelunternehmern sind. Denn bei Dienstleistungen von Unternehmen dieser Größenordnung kommt es doch sehr auf die Persönlichkeit des Inhaber an, die hier sichtbar gemacht werden kann.

Die meisten Websites gehörten Einzelunternehmern, Dienstleistungen im Bereich der Unternehmensberatung oder Training oder Coaching, auch PR.

Auch eine Steuerberater- und Rechtsanwaltskanzlei war dabei, die neuerdings eine Marketing-Managerin eingestellt hatte und sich nun mehr mit dem Vertriebsinstrument Website auseinander setzt. Hier war das Potenzial sehr groß, die Website um emotionale Faktoren wie Bilder oder Dialog-Aufforderungen zu bereichern, denn die Seite war sehr fachlich und emotional karg. Ein weiterer Nutzen, der mir auffiel bestand darin, den Schatz der Vorträge, die das Unternehmen hält, auf der Website anzukündigen und zu besprechen. Um einen Mehrwert anzubieten und Vertrauen in diese, weiteren Leistungen des Unternehmens zu schaffen.

Erstaunlicherweise hat eine unterirdisch laienhafte Website sehr gut Kunden aquiriert nach Aussage der Inhaberin, was möglich ist, denn die Seite ist extrem persönlich und trifft sicher den Nerv einer bestimmten Zielgruppe – fernab von Perfektion – mit einem Gefühl der Vertrautheit und sehr persönlichen Unvollkommenheit.

Dafür hat eine absolut stimmige, perfekte Website bei genauem Hinsehen Ihre Ziele nicht erreicht. Ich bin mir sicher, es liegt daran, dass sie zu modern, gefühlsbetont  und partnerschaftlich kommunziert in einer Branche, die auf Hochstatus und traditionelles, hierarchisches Denken setzt.

Manche Seiten waren in der Programmierung nicht mehr aktuell und eine Website-Inhaberin hatte an ein SEO-Dienstleistungsunternehmen (ein bekanntes, schwarzes Schaf der Branche) Geld verschwendet.

Alle hatten sehr persönlich in ihre Websites viel Mühe und Zeit investiert, ziemlich alle waren mit Ihren langjährigen Webdesignern sehr zufrieden und fühlten sich verbunden.

Es gab mal Kritik an der Website von Kollegen, die ein zu großes Bild von sich selbst auf der Startseite hatten – ein anderes Mal wurde gerade das für gut befunden. Die Möglichkeit, dass die Interessenten sich Informationen über die Website bestellen konnten, führte laut Aussage zu durchschnittlich 2 Neukunden pro Monat. Newsletter wurden durchweg als bevorzugtes Instrument zur Kundenbindung – mit positivem Feedback – mit großer Liebe zu den Inhalten gestaltet.

Eine Inhaberin erzählte mir, nachdem sie neue Fotos von sich hatte anfertigen lassen und die Bilder in der Website ausgetauscht hatte, wäre sehr positives Feedback von langjährigen Kunden gekommen und dazu noch viele Neukunden. Also ein klares Votum für sehr gute Fotos.

Ich habe mal eine Grafik angefertigt – zu sehen oberhalb dieses Artikels und größer hier – mit der Orientierung von Zielgruppen bei der Suche nach Nutzen auf Websites.

Sehr wichtig ist das emotionale Klima auf der Startseite – hier wird binnen 3 Sekunden auf der Bauchebene entschieden, ob Besucher sich weiter in der Website umsehen werden. Zusätzlich müssen die Websites gut aussehen im ausgedruckten Zustand – um als Tischvorlage zu überzeugen, wenn Unternehmen sich nach einem neuen Dienstleister umsehen.

eCommerce mit Magento

Mittwoch, 03. Februar 2010

Vortrag von Markus Neumann, Geschäftsführer der mediawave internet solutions GmbH, am 28. 01. 2010 bei den Netzblicken der IHK Akademie München.

Interessanter, begeisternder Vortrag.
Zunächst ein Überblick über die üblichen Open Source Shopsysteme im gleichen Marktsegment: Oxid, xt:Commerce.
Der Grad der Marktdurchdringung – hier bereits ist Magento führend. Die Alleinstellungsmerkmale von Magento:

  • enge Zusammenarbeit zwischen der Community und dem Hersteller
  • schnelles Wachstum und die Erweiterbarkeit
  • überlegene, technische Architektur
  • Multishop-Fähigkeit
  • One-Page-Checkout und Reports
  • Benutzer- & Suchmaschinenfreundlichkeit

Leider hat Magento im Vergleich zu den anderen Systemen hohe Hardware-Anforderungen, die das System verlangsamen. Spezielles Hosting, um Magento maximal zu beschleunigen, bieten einige, wenige Hoster. Hier empfehle ich besonders INblau24, die sich auf das Hosting von Magento und Typo3 spezialisiert haben.

Fachlich hervorragend und mit vielen Screens bebildert, stellte Herr Neumann die Vorteile von Magento vor. Magento gibt es in der lizenzfreien und kostenlosen Community-Version und in der kostenpflichtigen, lizenzierten Enterprise-Version mit zusätzlichen Funktionen. Lizenz-Kosten dafür etwa 8900,00 Dollar jährlich für eine Lizenz.

Drei Phasen um Interessenten in Käufer zu wandeln -  das muss ein Shop dafür leisten:

Attract/ Massnahmen zur Interessentenfindung
Virale und interaktive Elemente von Magento überzeugen sehr:
Magento bringt einen interaktiven, personalisierbaren/ brandbaren Bildschirmschoner mit – hier kann man RSS Feeds für neue Produkte, neue Angebote, neue Bewertungen für die Interessenten, die sich den Bildschirmschoner downloaden, einstellen.

Auch eine Anbindung an Facebook gibt es, mit einem Blog für User-Empfehlungen an Freunde und für Bewertungen. Das ist sehr viral, es werden auch ähnliche Produkte empfohlen zum Beispiel. Shopumsätze werden tatsächlich sehr gesteigert durch die Verbreitung des Angebotes in Communities. Herr Neumann weist auf die Erfahrungen von Neckermann und Otto hin. Kaufempfehlungen durch Bekannte wird am meisten vertraut, sie müssen eben authentisch sein. Was durch das Modul ermöglicht wird. Ich halte Empfehlungen dann für vertrauenswert, wenn sie nicht belohnt werden, da ich den Markt des Empfehlungsmarketing einigermaßen kenne.

Shopping-Widgets werden auch geliefert und erleichtern die Marketing-Arbeit.

Mit dem Mobile-Modul wird auch eine optimierte Ansicht mit Browser-Erkennung auf mobilen Endgeräten integriert.

Konvert/ Interessenten zu Kunden machen
Herr Neumann zeigte verschiedene Landingpages für verschiedene Zielgruppen. Psychologisch interessante Features:

Zum Beispiel hervorgehobene Response-Elemente und die identische Produktabbildung (Wiedererkennungswert) in verschiedenen Medien und Vertiefung des Angebotes. Und natürlich: “reduce to the max” – Reduzierung auf die Kernaussage, auch visuell.

Starke Filterfunktionen für Suche und Ergebnis. Hier können Artikel zuverlässig gepusht werden. Sehr überzeugend!

Verschiedene Produktansichten und Tagging. Mir gefiel auch sehr gut die funktionale Erstellung von Gutscheinen und die Anzeige von Sonderangeboten für Kundengruppen. Dies ist in der Enterprise-Version, in der “Rich Merchandising Suite” möglich. Targeted Customer Segmentation.

Content – die Nutzerführung zum und im Shop ist sehr überlegen. Mir gefällt auch, dass man verschiedene Startseitenlayouts mit einer Bewertung bei Google im Vergleich differenzieren kann und sich dann entscheiden kann, welches Raster man wählt. Auch die Filterung, welche Nutzergruppen was und wie angezeigt bekommen – es ist zwar bekannt, dass das geht, aber war toll die Screens der Interfaces zu sehen.

Operate/ Shop verwalten
Analyse und Reporting, Katalog Management, Mehrsprachigkeit und Währungsvielfalt geradezu grenzenlos.

Kundenservice
Kaufabbruch im Einkaufswagen – hier ist differenzierte Reaktion möglich per Filter. Zum Beispielt automatisierte Angebote zusenden an den Interessenten, der kein Käufer wurde. Rechtlich ist das möglich, wenn in der Registrierung das Ok für Newsletter und Co eingeholt wurde.

Weitere Infos im Blog der Mediawave und bei Mediawave