Mit ‘Programmierung’ getaggte Artikel

Gedanken zum Vortrag “Erfolgreiche Markenbildung durch Design”

Sonntag, 22. Januar 2012

Wir stellen im Rahmen der MCBW 2012 ein spannendes Ausnahme-Projekt vor aus unserem Design-Alltag, nämlich den Prozess der Gründung einer zunächst kleinen Lifestyle-Marke durch eine Einzelperson. Wir erzählen Ihnen von unseren Gedanken, vom Untersuchen des Marktes und der Marktteilnehmer, dem Start mit ersten Layouts und den Änderungsphasen sowie den Faktoren die wir zur Verifizierung unserer Vorannahmen eingesetzt habe.

Frau Rechtsanwältin Andrea Pucknus von der Kanzlei Boeters & Lieck erweitert die Designkreation um juristische Hinweise zu Chancen und Risiken im Rahmen der Gestaltung.

Heutzutage müssen erfolgreiche und zukunftsfähige Marken “Wir-Marken” sein, also Marken, die über die bloße Nutzenargumentation und -garantie hinausgehen, die im Konsumbereich den Lebensstil des Kunden visuell aufwerten und die darüber hinaus ein “Wir-Gefühl” zwischen dem Kunden und dem Unternehmen schaffen.

Es führt kein Weg daran vorbei, die Kunden zu begeistern. Dafür benötigt die Marke eine Persönlichkeit, die mit in der Zielgruppe begehrten Merkmalen ausgestattet ist.

Marken prägen den Alltag, beeinflussen das Verhalten von Menschen und ihre Ansichten. Die Assoziationen, die wir  haben wenn wir an eine Marke denken, beispielsweise an MINI, sind das Resultat eines zielgerichteten Prozesses, den diese Marke initiiert hat.
Die Gründung einer Marke ist ein dynamischer Prozess mit dem Ziel durch marktorientierte Strategie(en), eine klare Produktsprache und positive Differenzierung gegenüber dem Wettbewerb einen langfristigen Markterfolg zu sichern.

Dieser Vorgang der Kreation ist teils flexibel und teils strukturiert.
Mit einem Briefing und einer Menge Ideen startet das erste Meeting. In Gesprächen, Mails, Skizzen und Layouts formen sich Ideen zu sichtbaren Potenzialen. Am Ende des Markenprozesses wird die Marke unverwechselbar und erfolgreich positioniert – visualisiert durch Designkompetenz.
Wie es heißt, entsteht die Marke aus der Aura des Gründers. Die gründende/ beauftragende Person hat einen eigenen Geschmack und Interaktionsvorlieben oder Abneigungen – welche die Reibung in der Zusammenarbeit mit Menschen aktiv und vor allem emotional beeinflussen. Der Gründer/ Auftraggeber sucht sich das passende Umfeld an Kollaborateuren und die Kommunikationsabläufe prägen ebenfalls das Ergebnis.

Der Designer und der Gründer interagieren auf der Basis von finanzieller Rahmengestaltung und emotionaler Motivation. Die emotionale Motivation wird auch beeinflusst vom Interagieren/Verhalten der Beteiligten – die als Sparringspartner sozusagen im richtigen Moment und im richtigen Stil Anregungen zu Änderungen=Entwicklungen austauschen. Der Respekt und der Mut in der gemeinsamen Kreation muss vorhanden sein aufgrund der passenden Persönlichkeiten – damit die Gedanken des Anderen nicht als Kritik wahrgenommen werden sondern im positiven Sinne eine Lawine an weiteren Möglichkeiten generieren.

Es geht nicht nur um die Ethik in einer Geschäftsbeziehung – es geht um den Gefühlsraum im Projekt, der Kreativität nährt und fördert und trotzdem Effizienz sichert. Effizienz durch den Rahmen einer professionellen Struktur.
Ein überzeugendes Image kann nur ein Unternehmen kreieren, das genau weiß, was es ist und was es kann und wohin es möchte.

Wir erörtern die Zielgruppe, den Prozess der Logo-Kreation und besonders die Entwicklung der Funktionen für die Website – die den Auftrag hat die Kunden der Marke zum Mitmachen und Weiterentwickeln der Produkte in einem Crowdsourcing-Prozess einzuladen.

Abschliessend erklärt Frau Rechtsanwältin Andrea Pucknus worauf in der Phase der Kreation geachtet werden muss, damit die Marke am Ende schutzfähig sein kann.

Freelancer suchen | sich als Freelance bewerben

Donnerstag, 12. Mai 2011

Gestern hatten wir beim Stammtisch eine spannende und polarisierende Diskussion zum Thema “sich Bewerben” und “Mitarbeiter suchen”.

Also mit Sicht aus beiden Positionen auf den Ablauf des Kennenlernens. Zum Designerstammtisch kommen sowohl Selbständige, als auch angestellte Designer. Jemand erzählte, von der Anzeige “Texter gesucht” und dass binnen 1-2 Stunden sich sofort etwa 30 Texter meldeten und dann später noch Weitere.

Die gleiche Erfahrung hatte ich auch schon gemacht. Damals hatte ich etwa 65 Bewerbungen und Portfolios von Textern angesehen, dafür mehr als ein Wochenende benötigt – um dann auch noch tagelang um weitere Infos zu bitten (wo die Infos unvollständig waren) und dann allen Bewerbern, die  nicht in Frage kamen, qualifiziert abzusagen. Nicht gut so, denn bis heute – über ein Jahr später – erhalte ich Memos und Mails von abgesagten Textern, die strikt nachfassen und sich in Erinnerung halten wollen. Bei Designern, stellten wir fest, gehen etwa 50 Bewerbungen je Stelle ein. Also harte Konkurrenz.

Was haben die Bewerber falsch gemacht aus meiner Sicht:

  1. zu selbstbewusste Mails, die mich in eine Bittsteller-Position bringen wollten, durch den Hinweis ich solle mich melden wenn ich Ihr Portfolio gezeigt bekommen will. Hallo: warum schalte ich eine Annonce? Klar will ich was sehen.
  2. Mails mit einer gmx-Adresse und der Bitte der Kontaktaufnahme, ebenfalls ohne Portfolio und ohne Referenz-Website.
  3. Mails mit Logindaten für einen geschützten Portfolio-Bereich (strange) und ein paar davon funktionierten nicht.
  4. Viel zu lange Mails mit unwesentlichem Inhalt und Hinweisen, dass man sich ja grad in das Thema einarbeitet und eine Chance möchte, dass man Käsekuchen mag und dann noch etwas jammern.
  5. Mails mit angehängtem PDF-Portfolio. Der Acrobat öffnet, man wartet, man sucht. Frage: wie soll ich hier eine Ablage machen, nach getaggten Mails oder nach gespeicherten PDFs?
  6. Mails mit Link zu Website-Portfolios, und dort ist nicht strukturiert und ich muss zwischen allen Projekten dann nach den Webprojekten suchen. Oder schlimmer  noch: die Projekte werden in einer Animation abgespielt und ich muss wartend da sitzen und schauen, weils nicht klickbar ist.
  7. Mails mit Link zum strukturierten Web-Portfolio (schon mal super), aber dann doch nicht der Inhalt den ich mir wünsche, sondern z.B. Broschürentexte wo ich doch ausdrücklich nach Webtexten gefragt hatte. Oder als ich Programmierung suchte: unfertige Projekte und Programmierung mit Tables – geht gar nicht.

Das ist einfach zu aufwändig sich da durchzubeissen und die schlechten Bewerbungen stehlen den guten Bewerbungen die Zeit und mir die gute Laune. Seitdem kann ich Firmen sehr gut verstehen, die anonym annoncieren und auch nicht absagen. Und bin rigoros. Schlechte Bewerbungen sind mit einem Klick gelöscht und meine Zeit gehört den guten Bewerbungen, denen die sich Mühe geben. Ich gebe mir ja auch Mühe, wenn ich bei Ausschreibungen ein Angebot abgebe – und also verdiene ich Koop-Partner, die auch so denken.

Fazit: So macht man es als Bewerber richtig:

  1. Eine Mail mit persönlichem Anschreiben, den Nutzen der eigenen Arbeit oder Arbeitsweise für den Angeschriebenen hervorheben, das kurz fassen, maximal 30 Zeilen und in Absätze trennen.
  2. Link zum Online-Portfolio mit Referenzen in die Mail packen.
  3. Das Online-Portfolio strukturieren und keine Animation verwenden.
  4. Ein Bereich “Über mich” mit sympathischem(!!!) Bild ist Pflicht, sonst ist es bereits hier verloren.
  5. Kontaktdaten auf der Website und in der Mail.
  6. Betreff der Mail, hier kein RE:, sondern das was man anbietet. z.B. “Webdesign_Portfolio von XXX”. (So findet der Suchende die Mail dann später besser).
  7. Das anbieten was gesucht wird.

Nützt Euch das etwas? Habt Ihr Ergänzungen für die beiden Listen hier?

Corporate Branding Facebook

Mittwoch, 04. Mai 2011

Seit Firmen sich zunehmend Fanpages in Facebook anlegen, steigt die Anforderung an interessante und kontinuierlich aktuelle Inhalte – aber auch an das Design der Page.

Zunehmend werden die FanPages in das Corporate Branding einbezogen und mit Elementen und Grafiken zu den programmierten Erweiterungen angepasst an das gewünschte Corporate Design.

Finanzstarke Firmen – wie Mercedes – haben wunderschöne, perfekt gebrandete Facebook-Seiten.

Und auch KMUs wünschen sich zunehmend den durchgehenden Look in allen Medien.
Eines unserer schönsten Projekte – Weiterführung des Corporate Design von der Website bis zu Facebook – ist die FanPage von Praxis Dr.Dhom. Bereits am “Empfang” sieht der Besucher Grafiken mit Wiedererkennungswert.

Im Bereich “Unser Team” wird das sehr schöne Design von der Website konsequent in Grafiken und Anordnung sichtbar. Jedes der 68 Profile ist außerdem zur Website verlinkt – wo sehr viele Infos zur Person zu lesen sind (und über ein CMS sind alle 68 Profile pflegbar).

Im “Zahn-Info-Center” gibt es viele Broschüren zum Lesen und Downloaden. Alles haben wir verwaltbar gemacht durch ein Backend und in iFrame-Technologie programmiert.

Hier voll Stolz die ersten Pressefeedbacks:

Business-on.de

Macup

TYPO3camp in Berlin, Juni 2011

Dienstag, 19. April 2011

Pressemeldung

Nach den erfolgreichen TYPO3camps in den vergangenen Jahren in Hamburg, München und Potsdam, wird in diesem Sommer das TYPO3camp auch in Deutschlands Hauptstadt Berlin ansässig.

Vom 24. Juni bis 26. Juni (Fr-So) im SAE Institut Berlin.

Die Idee zu TYPO3camps ist mit dem Gedanken entstanden, TYPO3-Entwickler, Redakteure und Interessierte für ein Wochenende plus Meet & Greet Party im Stil der Web 2.0 BarCamps zusammenzubringen – mit dem erklärten Ziel, sich miteinander auszutauschen und gemeinsam Ideen zu entwickeln, sowie interessante Menschen zu treffen.

Vorträge, Präsentationen, Workshops und Diskussionsrunden von und mit den Teilnehmern bestimmen das Tagesprogramm. Die Themen der Sessions werden von den Teilnehmern selbst festgelegt und sollen sowohl Einsteiger, Redakteure als auch Fortgeschrittene wie Administratoren und Entwickler gleichermaßen ansprechen. Zudem findet im Rahmen der Veranstaltung eine offizielle TYPO3-Zertifizierung durch die TYPO3-Association statt.

Wenn es also um Wissensaustausch und Aufnahme von Kontakten rund um die Webentwicklung mit TYPO3 geht, dann kommt und macht mit!

Infos & Anmeldung für Tickets unter: www.t3c-berlin.de

MACUP berichtet über die facebook-Fanpage

Freitag, 08. April 2011


Unsere Kooperation für die facebook-Fanpage von Dr. Dhom war der MACUP einen Artikel wert.

Wir sind ganz stolz…

Die Oralchirurgie- und Zahnpraxis Dr. Dhom hatte sich optimale Rahmenbedingungen für Ihre facebook-Fanpage gewünscht von uns. Design und Programmierung durch ThielDesign.  Mit eigenem Adminbereich für die Redaktion – die generation.simmeth übernimmt.

So können sich interessierte Kunden bereits auf facebook gemütlich informieren und interagieren um eventuell Angst vor einem Eingriff abzubauen oder ihre Behandlung besser zu planen.

Die Redaktion wird in den nächsten Tagen die programmierten Seiten mit Inhalten aufbauen.

Vertragsgestaltung und Reklamationsbehandlung zwischen Designer und Kunden

Montag, 21. März 2011

WARNUNG vorab: Ich schreibe hier jede Menge Tipps für den Ernstfall mit unguten Kunden. Dies ist keine Rechtsberatung und ersetzt Diese auch nicht. Ich bin Designer und kein Jurist. *yepp, geschafft – und jetzt gehts los*

Diese harte Verfahrensweise ist nicht mein Alltagsverhalten, aber ich beschreibe hier das richtige Verhalten, um sich gegen den Ernstfall abzusichern. Denn Designer sind meist keine Kaufleute, haben aber als Kunden oftmals Kaufleute. :-)

Meist wird man kurzfristig, gerne auch telefonisch, von Unbekannten gebeten ein Angebot abzugeben.

Oder es kommt eine Mail mit dürftigem Briefing hereingeflattert. Das kennt sicher jeder von uns.

Auf erste Nachfrage, welches Budget haben Sie denn angedacht, ein Schulterzucken “Keine Ahnung, machen Sie mir doch mal ein Angebot.”

Das ist NICHT gut. So, wie es Autos gibt in der Bandbreite eines Firestone-Mobiles, wo man selbst mit den Füssen anschubst bis hin zu einem vollgetunten Superflitzer – so gibt es auch qualitative Unterschiede bei Websites. Und es gibt Kunden mit verschiedenem Empfinden – also was sie teuer finden oder billig.

Da muss man sprechen, Fragen stellen und es kostet Zeit. Danach ein Angebot formulieren, was noch mehr Zeit kostet, denn sonst muss man ungünstigerweise mehr liefern als man plant. Und es gibt Geschäftsleute mit Erfahrung in Einkaufsverhandlungen und eventuell auch Prozessen.

Da ich den Interessenten nicht kenne, verlasse ich mich mal auf mein Gefühl – ob ich mit ihm überhaupt ein Projekt realisieren will – menschlich gesehen -, schütze mich in ausnahmslos jedem Fall durch meinen  AGBs (unbedingt diesen Artikel anschließend noch lesen) - und grad auch bei Geschäften mit Bekannten. Freunde sind da die Ausnahme.

Interessenten, die sich nicht wenigstens auf ein partnerschaftliches Telefonat einlassen und per Mail auf einem Angebot bestehen: Richtig, die bekommen keines. Macht Arbeit, kostet Zeit und ich muss wissen, ob ich meine Zeit hier gut investiere.

Zunächst mal kann ich eine grobe Kostenschätzung anbieten, und wenn der Preis passt – dann ein Angebot formulieren.

Im Angebot=Vertrag beschreibe ich mehrere Dinge sehr genau:

DESIGN: wieviele Entwurfslayouts sind enthalten, wieviele Änderungsphasen vor Start der Programmierung, wieviele Meetings – oder Telefonate, also wieviel Zeit wird für die Kommunikation eingeplant. Das ist ein wesentlicher Kalkulationsfaktor – der Zeitverbrauch. Also eventuell 2 Tage für das Design, 1 Tag für 2 Änderungsdurchänge am Schreibtisch und 6 Stunden Diskussion und Smalltalk. Aufbereitung der Daten für die Programmierung.

Hier bei den Zahlungskonditionen beachten, dass die Anzahlungssumme in jedem Fall den Aufwand für die Design-Entwicklung abdeckt. Falls der Kunde zu keiner Entscheidung kommt und immer weitere Layouts haben möchte, weil nun seine Meinungsbildung startet und es ihm Spaß macht oder weil er einfach nicht entschlußkräftig ist, muss man darüber sprechen ob er ein weiteres Zeitvolumen nachbeauftragen möchte oder sich für einen der bereits entwickelten Entwürfe entscheidet.

Manchmal gibt es dann Ärger. Nicht jeder will mehr bezahlen. Mit guten Kunden findet man aber schnell eine Lösung. Bei den anderen stellt sich auch eventuell die Frage, ob man die Zusammenarbeit abbricht. Dann muss abgerechnet werden.

Jetzt muss man wissen, ob juristisch gesehen die Anzahlungssumme die Designleistung abdeckt. Das ist Verhandlungssache.  Ich hatte einmal den Fall:    78 Screens waren geleistet, bei beauftragten 2 Entwürfen und 2 Änderungsrunden.

Die Dame war der Meinung, dass die Anzahlungssumme nicht die Designleistung abdecke – gleich mal als Verhandlungsposition. Und sie will Geld zurück erstattet bekommen. Dem hielt ich entgegen, dass noch 30 Prozent dafür nachzuzahlen seien, wenn wir den Auftrag hier abbrechen, da ja über das Design hinaus auch das Konzept für die Programmierung etc. gemacht worden ist – meine Verhandlungsposition. Hier steht Meinung gegen Meinung warum es nicht zu einer Entscheidung kommen kann.

Tja, ich hätte das schon eher eine Klärung herbeiführen sollen.

Man kann auch den Preis für die Designleistung im Angebot ausweisen, zusammen mit den obigen Angaben zu Zeitfaktor und Leistungsumfang. Und immer die Meetings per Mail bestätigen, vorher mit Terminbestätigung und im Nachgang mit einer Zusammenfassung.

Ich frage Kunden bei der Leistungsermittlung, also im Gespräch bevor ich ein Angebot erstelle auf der Grundlage dieses Erstgespräches, auch immer ob sie denn mit 2 Änderungsphasen zurecht kommen oder ob ich dafür mehr Zeit und Budget einplanen soll. Jeder ist sich sicher, dass er nicht mehr Zeit benötigt um zu einer Entscheidung zu kommen. Realistisch betrachtet, brauchen etwa 10 Prozent der Kunden nur eine Änderungsrunde. Aber etwa 30 Prozent der Kunden benötigen mehr Phasen dafür.

Programmierung: Welcher Code, CSS/ Xhtml/ CMS. Optimierung für welche Browser (IE 6 unbedingt gesondert kalkulieren), eventuell Intro in Flash oder Javascript. Anzahl der verschiedenen Raster für Templates, Anzahl der Seiten.
Wesentliches Wording!!!!Suchmaschinenfreundlich” anstatt “Suchmaschinenoptimiert” schreiben – und falls Ihr Suchmaschinenoptimierung ONSITE oder OFFSITE anbietet – weist sie gesondert aus. Da liegt ein hoher Qualitätsunterschied, der viel Zeit kostet und kalkuliert werden muss.
Bei der Programmierung jedes Staubkorn beschreiben. Wer schreibt, der bleibt.

Es ist wichtig hinterher im Streitfall beweisen zu können, was beauftragt wurde. Denn der Kunde muss die Mängel nachweisen – nicht wir – aber meist entsteht eine Pattsituation und es wird ein Gutachterpozess daraus, der teuer wird. Soviel ich weiss, muss der Gewinner die Kosten beider Parteien bezahlen. Davor kann man sich schützen. Ein unzufriedener Kunde macht uns ja auch nicht glücklich, also genau beschreiben.

Ich hatte mal einen Kunden, der bekam so ein genauestens beschriebenes Angebot – und er unterschrieb und wir starteten. Und ich baute im Entwurf sein Logo ein und präsentierte. Überraschung: Er sagte, er hätte doch ein neues Logo beauftragt hätte. Da zeigte ich ihm mein Angebot und fragte wo das steht und wann wir das besprochen haben. Und er meinte, er hätte mir doch vertraut und er würde gar nichts von all dem verstehen und wäre nun aber arg enttäuscht und will aber ein Logo haben. Das CMS, das im Vertrag stand – ja, das dachte er wäre doch ein Logo.

Inhalte: Befüllung mit Daten des Kunden. Befüllung kostet Zeit, Copy/Paste geht schneller als alles händisch abzutippen, falls Euer Kunde die Inhalte faxt oder per Papierpost sendet – was schon mal vorkommt, dann ist es besser Euer Kunde weiss zu Beginn schon wie er die Daten richtig liefert. Texte als Word.doc, Bilder als JPG, GIF, PNG oder TIFF. Weitere Daten in Excel.
Für das Befüllen Zeit kalkulieren, ansonsten – wenn man ein CMS liefert – mit dem Kunden besprechen, ob er selbst befüllen möchte und dadurch Geld spart. Man legt ihm dann eine definierte Anzahl an Vorlageseiten an, damit er weiss wie es aussehen soll.

Einführung zur Benutzung eines CMS: Je nach Online-Fitness des Kunden 1-4 Stunden kalkulieren, bei Teams meist mehr Zeit einplanen. Auch daran denken, dass viele Kunden dann erstmal Monate ihr System nicht benutzen, alles vergessen und dann anrufen um sich nochmals Erklärungen geben zu lassen: “Das funktioniert alles nicht”. Lösung: Ins Angebot aufnehmen:

Spätere Leistungen: biete ich an zum Stundenpreis von XXX, Abrechnung nach viertel Stunden (z.B.). Dieser Preis gilt bis zur Gültigkeit einer neuen Preisliste, mindestens jedoch bis XXX.

Dokumentation des CMS: Screenshots und Beschreibungen, was man wo findet und wie ändern kann. Absolutes Muss, erspart uns spätere Hilfeanrufe und ist sehr angenehm für die Kunden, da es sie selbständiger macht und weniger hilflos. Kostet uns aber Zeit in der Erstellung. Kalkulieren und anbieten. Grad wenn es ums Vergleichangebote gibt, mache es Sinn alle Bestandteile des Angebotes wie Module einzeln zu benennen und auszupreisen.

Ausliefern: Zuerst das fertige Produkt abnehmen lassen, dann auf den Kundenserver liefern, sobald die Schlusszahlung eingegangen ist. Soviel ich weiss – ist das Produkt/ der Auftrag auch abgenommen, sobald der Kunde das Produkt in Betrieb nimmt. Ab da beginnt die Gewährleistung und wir müssen uns 1 Jahr lang mit Reklamationen befassen, wenn welche eingehen. Immer die Programmierung auf dem eigenen Server machen und erst später – als Duplikat – ausliefern. Sonst habt ihr keinen Zugriff, normalerweise, wenn der Kunde seinen Serverzugang schließt und einfach nicht bezahlt.

Auch um bei Reklamationen eines CMS zum Beispiel, beweisen zu können, wie das Original programmiert war – wenn der Kunde sein CMS selbst beschädigt durch unsachgemäßen Gebrauch z.B. oder beim Hoster des Kunden Dateien verschwinden – den Fall gab es schon – und ich möchte Geld haben, wenn ich Zeit investieren soll um die Schlamperei fremder Dienstleister auszubessern.

Letzlich will man ja einen guten Umgang miteinander – und dafür muss alles klar sein.

Abnahme: In den AGBs schreiben “die Schlusszahlung ist fällig nach Abnahme des Werkes”. Sobald gezahlt ist – ist auch abgenommen. Genauso wie wenn das Produkt benutzt wird, also die Website live geht zum Beispiel. Trotzdem kann es darüber vor Gericht Diskussionen geben mit Laien. Aber bei Reklamationen muss der Kunde den Mangel nachweisen. Er kann sich auch nicht weigern die Abnahme zu machen. Man kann in den AGBs festlegen, dass die Abnahme automatisch eintritt, wenn keine Mängel mindestens der Stufe 2 binnen 8 Tagen nach Beginn der Nutzung des Werkes schriftlich mitgeteilt werden.

Mängel Reklamation: Kommt ein Anruf “Da ist was kaputt, und Sie hatten doch gesagt…..Beseitigen Sie schnellstens den Mangel, oder…”
*schluck* was ist denn jetzt los, war doch alles freundlich, der Auftrag wurde zur Zufriedenheit und in Freundschaft zu Ende gebracht. Ok, sehen wir mal nach – wenn es ein Fehler von uns war, dann Entschuldigung, Ausbesserung, Versöhnungsgeschenk.

Nach der zweiten, ungerechtfertigten Reklamation (netterweise bei uns, in der Industrie ab dem ersten Anruf) wir wissen ja nicht, ob wir schuld sind oder nicht ( – wenn der Kunde durch Schlamperei zum Beispiel sein CMS beschädigt, Dinge dort einbauen will, die nicht Platz haben, sein Hoster bei einer Serveraktion Dateien verschlampt – er schlechte Reakteure hat, ein Virenfall auftritt): Also spätestens dann eine Bestätigung rausschicken, also ein Angebot. Da muss der Kunde bestätigen, dass er die Kosten für unsere Tätigkeit übernimmt, wenn der von ihm reklamierte Schaden nicht unser Verschulden war. Abrechnung nach Zeitfaktor.

Erst tätig werden, wenn dieses Schreiben als Auftrag wieder eindeutig betätigt wurde (Fax oder Originalunterschrift) und ein gültiger, abrechenbarer Auftrag ist. Bei säumigen, unguten Kunden hier Vorauskasse/ Anzahlung.

Wird dieser Auftrag nicht erteilt, dann muss die Reklamation nicht bearbeitet werden und kann nicht vom Kunden an eine andere Firma beauftragt werden – und uns in Rechnung gestellt werden.

Aber das ist keine Rechtsauskunft vom Juristen, sondern ein Hinweis von mir nach den Auskünften, die ich eingeholt habe. Bitte prüft das nochmals wenn ihr an diesen Punkt in der Kundenbeziehung kommt. Aber es ist tröstlich, es kann niemand mit jeder Reklamation unsere Zeit beanspruchen ohne dass er etwas dafür tut seinerseits.

Wie gesagt, es gibt bessere Kaufleute unter den Kunden, die im Nachgang noch zusätzliche Leistungen ohne Vergütung herausholen wollen.

Ich bin hier auf Eure Erfahrungen sehr gespannt!

T3CON11 – Typo3 Conference in San Francisco, 9.-11. Juni 2011

Donnerstag, 06. Januar 2011


Alle Infos auf der Website: http://t3con11-sf.typo3.org/

Location ist im Fort Mason Center, San Francisco, Kalifornien.

Ich freue mich auf viele, geniale Workshops, Vorträge und den Spirit der Community.

CODE = DESIGN

Sonntag, 14. November 2010

Workshop: Generatives Design / Programmiertes Gestalten

Ein “hands-on” Workshop zur Ästhetik von programmiertem Design mit super Dozenten, den ich extrem empfehlen möchte.

Die beiden Dozenten sind selbst  Designer und MitGründer von Envis Precisely. EP hat kürzlich die “Decoded Conference” veranstaltet und ist Teil der Szene “CODE = DESIGN”.

Hier alle Veranstaltungsdetails:  Website Training

Termin: 18. und 19. November 2010 jeweils von 9:00 bis 17:30 Uhr

Ort: in den Räumlichkeiten von Reppa.net in München,Widenmayerstr. 46a

Wer veranstaltet: Markus Jaritz und Philipp Sackl betreiben zusammen mit Thomas Gläser das Münchener Designstudio envis precisely. Sie halten Vorträge und Workshops an verschiedenen Hochschulen (FH Joanneum Graz, HfG Schwäbisch Gmünd) und geben auf Konferenzen wie z.B. der RIA World ihr Wissen weiter. Zudem unterrichtet Philipp Sackl seit 2009 programmiertes Entwerfen und Programmiersprachen an der HfG Schwäbisch Gmünd.

Zielgruppe: Der Workshop richtet sich an Designer, Künstler und Kreative, die über die Grenzen klassischer Gestaltung hinaus blicken wollen und ihre Fähigkeiten um eine neue, visuelle Ausdruckform erweitern möchten.

Was hab ich davon: In diesem Workshop tauchen wir in die Welt der Programmierten Gestaltung mithilfe von Processing ein, und lernen diese Technik für unterschiedlichste Zwecke zu nutzen. Fernab von bekannten Designertools sehen wir, dass die Programmiersprache auch ein Werkzeug des Designers ist und Code zu einer Ausdrucksform der Ästhetik wird.

Kostet: 600,00 Euro, max. 10 Teilnehmer

Kontakt: training@envis-precisely.com, +49 (0) 89 23 88 9 442

Das 3. Typo3camp in München: 10. – 12. September 2010

Freitag, 10. September 2010

ausgebucht mit etwa 120 Teilnehmern.
Alle Infos: http://typo3camp-munich.mixxt.de/

Die Slides:
http://typo3camp-munich.mixxt.de/networks/wiki/index.SlidesUndVideos

Plan mit allen Sessions:
http://typo3camp-munich.mixxt.de/networks/wiki/index.sessionplan

Infos der Veranstalter:
Folge uns bei Twitter:
http://twitter.com/t3cm

TYPO3camp bei Facebook:
http://www.facebook.com/pages/TYPO3camp-Munich/100041866023

Bei XING haben wir auch eine Gruppe:
https://www.xing.com/net/typo3camp

Typo3Blogger
http://typo3blogger.de/

Zusammengefasst: inspiring people to share!

Super schöner Spirit in der Gruppe schon am ersten Abend im Kater Mikesch – dem Barcamp-Teil des Events.
Und nach dem ersten Vortrag ist klar, es gibt Bedarf Hintergründe zu erklären:
“das ist doch ein Baukastensystem, da klicken Sie doch nur Module zusammen – was ist daran so teuer?”

Ich berichte Euch aus der Sicht und mit dem ( technisch begrenzten) Verständnis eines Designers, der Design für CMS erstellt unter vielen professionellen Aspekten – für Typo3 zum Beispiel.
Die technischen Details verstehe ich meist nicht vollständig. Aber ich verstehe was alles technisch und psychologisch und vertriebsorientiert nötig ist, sich gegenseitig bedingt und was zusammen gehört: damit das Ergebnis perfekt funktioniert.


Einige der Vorträge und Workshops habe ich nachfolgend zusammengefasst.
Impressionen vom Camp

Indexed Search – Vortrag von Jochen Weiland

IS ist schnell, wenn sie richtig konfiguriert ist.
Externe Dateien können durchsucht werden, z.B. PDFs

Die gerenderte Site wird danach gecached – und Suchergebnisse werden aus dem Cache gefunden. Der Cache muss regelmäßig zeitnah gelöscht werden und eine Neu-Indexierung veranlasst werden – damit gelöschte Daten aus Suchergebnissen verschwinden.

Um nur qualifizierte Ergebnisse zu erhalten, kann man den Bereich festlegen in welchem gesucht werden soll:
Im Template wird dafür ein Marker platziert, welcher den Bereich der Site eingrenzt in dem die Suche aktiv sein soll.
<!–TYPO3SEARCH_begin–>
<!–TYPO3SEARCH_end–>

Extended Search – wird in der Datenbank angelegt und dort wird auch festgelegt, ob nur der exakt eingegebene Begriff in den Suchergebnissen ausgegeben wird, oder auch Wortteile.
Jochen Weiland zeigt im Script, wie man die Findung auch bei Wortteilen statt dem Suchbegriff einstellt.
Seiten, die nicht gecached werden, können auch nicht durchsucht werden.

Man kann einzelne Worte als “Stop-Wort” definieren, diese Worte werden dann nicht gefunden.

Beim Entfernen von Worten oder Seiten, und um die Weiteranzeige in den Suchergebnissen wegen des Cache zu vermeiden – muss man den Suchindex ebenfalls löschen. Z.B. per Cronjob nächtlich löschen und per Befehl neu aufbauen lassen.
Die Stopwords müssen dann ebenfalls neu aufgebaut werden – per Befehl automatisiert.

Fall: Kalender mit Einzelansichten in den Ergebnissen: für die Listenansichten von Extensions sollte man das Durchsuchen ausschalten und nur für die Einzelansichten zulassen.
Fall: Seiten mit News. Nur die Einzelansichten indexieren, nicht die Listen.
Fall: Kombinierte Seiten mit Content und News. Im Template von Latest News den Marker setzen für die Bereichbegrenzung für den zu durchsuchenden Bereich.

Crawler Re-Index
Crawler-Extension verwenden – und nachts den Crawler laufen lassen wenn der Server nicht ausgelastet ist – und Vorsicht bei “Hidden pages”.
Bei den Seiteneigenschaften eintragen bei TSconfig, dass Neu-Indexiert werden soll. Das sind umfangreiche Befehle, die Jochen alle gezeigt hat- ich hoffe es gibt ein Script anschließend, das ich hier verlinken kann.

Auch geschützte Nutzergruppen können für die Auffindbarkeit von Ergebnissen eingestellt werden – Nutzer außerhalb dieser Usergroup erhalten keine Ergebnisse.
Der Crawler ist aufwendig in der Konfiguration.

Alle Folien von Jochens Vortrag sind erhältlich hier:  jweiland.net/t3cm10


Projektmanagement – Michael Franzkowiak

Interessanter Erfahrungsbericht aus Projekten. Zum Beispiel Fehlersuche mit Sharepoint. Michael empfiehlt aktive Mitarbeit – rechtzeitig mitteilen wenn etwas nicht passt oder man selbst nicht zurecht kommt – damit der Projektleiter handeln kann und über Anpassung oder Neuentwicklung nachgedacht werden kann. Zum Beispiel wurde in einem Projekt mit 4 beteiligten Agenturen erst nach Einsatz von Sharepoint festgestellt, dass eine Agentur die Layouts weiter entwickelt hatte, obwohl das Projekt eingefroren worden war.

In internationalen Projekten die kulturellen Verhaltensunterschiede beachten.

Problem: Änderungen an allen  nötigen Stellen durchzuführen: dafür müssen diese Stellen kategorisiert und auffindbar gemacht werden.

Empfehlung: Entwickler sollen detaillierte Projektprozessbeschreibungen einfordern. Requirements allein reichen  nicht.

Benamung bei CSS-Klassendefinitionen festlegen. Extensions für Klassen, die sich nur in dieser Klasse auswirken, erhalten einen Namenszusatz der das auszeichnet.
Mails an die Beteiligten: Verteiler-Personen für Gruppen festlegen anstatt jede Mail an alle zu “spamen”. So wird ein Aufmerksamkeitsverlust für Mails vermieden.

Ein Teilnehmer berichtet aus dem Workflow in seiner Firma – sie haben gute Erfahrungen mit Microblogging.

Ein Teilnehmer empfiehlt mit einem Ticketsystem zu arbeiten.

Im Meeting alle nicht erledigten Punkte des vergangenen Meetings ansprechen. Protokoll an alle Beteiligten.

Wenn das Projekt fertig ist – auch wenn es gut gelaufen ist – sollten sich alle in einem Meeting nochmal treffen und alle Eindrücke besprechen.

Wenn das PM feststellt, es geht etwas nicht in Ordnung: eine “Early Warning” an die oberste Geschäftsleitung verfassen.

Jochen Weiland- Typo3 Wartung: Zündkerzen, Ölwechsel, Filter

Wie man eine Typo3-Installation am Laufen hält.
Statistiken in der Logfile-Datei. Wenn die Datei ihre max. Größe von 2 GB erreicht, werden keine weiteren Statistiken gespeichert. Daher spätestens die Logdatei warten z.B. am Ende des Jahres rausziehen, speichern und neu beginnen. Ansonsten in kürzeren Abständen.
config.stat_mysql=1

ke_stats speichert und aktualisiert Statistiken, wenn viele Einträge sind, wird das System verlangsamt. Die Extension konfigurieren, dass nicht bei jedem Seitenaufruf die Statistik  startet.

vts (de_phpot)  es gibt keine Security für diese Extension, die Daten aufzeichnet und die Datenbank vergrößert

tx_cal oder “wenn die Datenbank dicke Backen kriegt”, entweder richtig konfigurieren oder regelmäßig die Datenbank clearen.

Clear Cache at midnight” reicht hier nicht, da die Daten nur ungültig gemacht werden aber nicht gelöscht. Also per Cronjob die Tabelle leeren.

indexed_search mit crawler re-index.

Bilder, PDF…: Verzeichnis löschen+ neu anlegen + cache_imagesizes leeren

Beim Wechsel auf eine neuere Version von Typo3 dieses Verzeichnis löschen und händisch neu erzeugen. Dieses Verzeichnis auch nicht ins Backup aufnehmen.

deprecation_log enableDeprecationLog=o   einstellen

Error Handler standartmäßig deaktivieren im Installer und erst einschalten wenn etwas nicht funktioniert

Mr. Clean der lowlevel_cleaner das ist absolut komplex – und übersteigt mein technisches Verständnis. Ich gebe Euch her nachfolgend den Pfad zum Slide von Jochen Weiland an.

mit versions alte Versonen löschen

double_files z.B. für mehrfach eingesetzte Dateien/ Bilder/ Contentelemente

deleted seit 4.3 gibt es den recycler, der Dateien nur als gelöscht markiert, aber nicht löscht. Daher muss man hier alle gelöschten Datensätze  entfernen mit einer Zeitraumdefinition.

missing_relations fehlende Datenbankbeziehungen, .B. bei Verweisen zu gelöschten Elementen

clean_flexform

rte_images nicht emfohlen die Bilder direkt im rte einzufügen, hier zu bereinigen

refindex update  den referenzindex unbedingt aufbauen bevor mit dem cleaner Wartungsarbeiten gemacht werden.

AUTOFIX zuerst mit der Option dryrun anwenden und auf Fehler prüfen. Anschließend ohne dryrun laufen lassen.

die Dokumentation zum lowlevel_cleaner ist versteckt auf:

typo3/sysext/lowlevel

CHECKLISTE

cleanen je nach Menge der Seitenaufrufe – zum Beispiel spätestens wenn man sich nicht mehr ins Backend einloggen kann – dann spätestens. Größeres Hostingpaket buchen oder aufräumen.

Speicherplatz

Datenbank

Backup/ Archivierung prüfen

lowlevel_cleaner

Updates Core / Extensions schauen ob es Updates gibt

sich in Mailingliste “typo3 announce” als Abo für Neuerungen eintragen

Alle Folien von Jochens Vortrag sind erhältlich hier:  jweiland.net/t3cm10


SEO mit Typo 3

Slides der Sessions: “SEO mit TYPO3″ und “Caretaker” sind bei Slideshare online und hier verlinkt: http://tinyurl.com/646es4 #t3cm10

Aus dem aktuellen Geschehen der Webshopbranche – Alexander Sabo
Dise ist keine Beratung durch einen Anwalt und ohne Haftung und nicht verbindlich

Ich habe diesen Artikel wegen des Themas gesondert verschlagwortet, ausgelagert und verlinkt.
Hier zu lesen.


Matthias Krappitz – Twitter / Facebook / Wehype

Matthias Krappitz von http://www.aemka.de/ ist verantwortlich für die
Webentwicklung und Technik der Social Community WeHype
(http://www.wehype.com), welche auf Basis von TYPO3 entwickelt wurde.
Auf WeHype kann man durch die aktuellsten Hypes surfen und unter anderem
Aktionen auf der Plattform auf die eigene Facebook-Wall oder den eigenen
Twitter-Stream posten.

Um für die Barrieren für neue User niedrig zu halten, gibt es eine auch
Registrierung über das vorhandene Facebook oder Twitter-Profil über das neue
OAuth Verfahren bei dem man seine Login-Daten nicht preisgeben muss.
Auf der Plattform gibt es eine Punktevergabe für Aktionen, die jeder User macht.
Mehr Möglichkeiten zu publizieren und interagieren erhalten User mit höherer
Punktezahl, die bereits mehr Zeit auf WeHype verbracht und mitgemacht haben.

Für die technische Anbindung von Facebook oder Twitter gibt es hier weitere
Informationen:
mixxt

Ebenso können bereits konventionell auf WeHype registrierte User ihr Profil
nachträglich mit Facebook oder Twitter verknüpfen. Der User wird dabei
gefragt welche Möglichkeiten er WeHype einräumen möchte. Auf Facebook oder
Twitter kann er diese Autorisierungen jederzeit wiederrufen ohne WeHype noch
mal zu besuchen, wenn er dies nicht möchte.

SEO mit TYPO3 – Frank Nägler

Slide    http://www.slideshare.net/NeoBlack/seo-mit-typo3



Alexander Sabo – Social Media / Märkte sind Gespräche

Die Rollen von Autoritäten werden verändert. Autorität muss verdient werden durch Kompetenz. z.B. die Autorität eines Arztes, wenn seine Empfehlung durch Recherche im Netz geprüft wird.
Wertschöpfungskette von Social Media: die Evangelisierung, Apple ist zu einer Ersatzreligion geworden.

Social Media ist die Möglichkeit 1:1 mit dem Kunden zu kommunizieren und bedient ein Grundbedürfnis des Menschen: “Nachhaltig Spuren hinterlassen”.

Der berechnete Wert eines Facebookfans liegt bei 136,38 $. Untersucht wurden 20 führende Marken.

Nimm neue Wege der Kommunikation als Chance wahr.

Bedeutung von Social Media für die Reisebranche auf der Basis der Studie des DMC Instituts. Die Studie ergibt, dass Konsumenten Ihre Entscheidungen zu Reisezielen und Reisen insgesamt durch Recherchen in vertrauenswürdigen, Autorgeführten Blogs und Internetseiten von Reisenden mit Erfahrung vor Ort orientieren. Weniger Vertrauen wird Printmedien und Unternehmenspublikationen/ Unternehmensblogs geschenkt.

Maddesign – Sven Wolfermann – CSS und Performance

sehr gut zu lesen hier in Sven’s Blog:  http://maddesigns.de/css-performance-vortrag-auf-dem-typo3camp-munchen-203.html#more-203


Patrick Lobacher – Domain Driven Design

seine Buchempfehlungen zu “Domain Driven Design” sind die Bücher von von Nilsson/ Evans/ Fowler

Worum es geht: Die Domain ist ein von Eric Evans geprägter Begriff für eine Anwendungsdomänen-getriebene Herangehensweise an das Design komplexer, objektorientierter Software.

Ein Lösungsvorschlag anstatt der typischen Projekte mit Verlusten zwischen Informationssender und Informationsempfänger. Unterschiedliche Vorstellung des Kunden und des Programmierers vom gleichen Projekt – es braucht eine genaue Beschreibung des Projektes in einem interativen Prozess zwischen dem Kunden und dem Experten.

Das Ergebnis ist ein Modell, gesprochen in einer gemeinsamen Sprache. Auch genannt “allgegenwärtige Sprache”, Ubiquitous language.

Diese Sprache fließt in die Benennung von Klassen und in alle Prozesse ein -  gesprochen von allen Teilnehmern. (Bei multilingualen Projekten sollte idealerweise Englisch als Sprache verwendet werden.)

UL/ Modellierung
Während dieser Modellierungsgespräche findet ein agiler Prozeß statt, in welchem Bausteine und Benennungen festgelegt werden.

Objekt Lebenszyklus
Ein neues Konzept des Repository – hier können Objekte aus dem Archiv wiederbeschafft werden.

Vorteile
Besseres Verständnis der Domäne
Saubere Strukturierung des Code
Zuständigkeiten sind klar getrennt
Alle Beteiligten verstehen sich
Leicht zu erweitern
Zeitersparnis

Die Architektur von Flow3 basiert auf DDD.
Im Extbase Kickstarter wird visuell modelliert.




AGBs und Vertragsgestaltung für WebDesigner

Dienstag, 01. Juni 2010

..sind das Allerwichtigste überhaupt. Ein Heiligtum und die Rückversicherung.

Nach 11 Jahren WebDesign und 4 Jahren davon selbständig habe ich viel erlebt. Angefangen von Fusionen und Konkurs in der New Economy -  und den strategischen, innenpolitischen Kämpfen in einem konservativen Old Economy Unternehmen. Ich habe auch gesehen, wie sich Dienstleister aufgrund fehlender, detaillierter Leistungsbeschreibung ruiniert haben.

Ich freue mich natürlich nicht, wenn ich für Angebote und Leistungsbeschreibungen aufgrund mangelhafter Briefings Stunden benötige, aber es bewahrt mich davor Leistungen erbringen zu müssen, die nicht klar definiert und nicht ausgeschlossen wurden.

Die meisten meiner Kunden sind Freunde geworden und ich denke das ist nicht die Regel. Um mich und mein Unternehmen vor zahlungsunfähigen Kunden zu schützen, habe ich als Airbag meine AGBs und nutze sie nur wenn es ärgerlich wird.

Vorausschickend sage ich Euch noch, dass ich natürlich nicht Rechtsanwalt bin sondern Designer, und dass meine Tipps hier nur Anregungen sind – keine Rechtsberatung. Und jetzt geht es los:

Das bedeutet folgender Ablauf ist zwingend:

  • detaillierte Leistungsbeschreibung im Angebot, Hinweis auf das Gelten der AGBs, die AGBs mitsenden
  • Hinweis auf die Gültigkeit des Angebotes im Zeitraum von 8 Wochen
  • Unterschrift des Kunden per Fax oder im Original
  • Auftragsbestätigung von mir an den Kunden!!!!! Wichtig-erst jetzt gilt der Auftrag
  • Anzahlungssumme, 40 Prozent
  • Abnahme der Layouts durch den Kunden
  • Zwischenzahlung bevor die Programmierung ausgeliefert wird, 50 Prozent
  • Lieferung der Programmierung auf den Kundenserver, nicht vor Zahlungseingang
  • Restzahlung nach Fertigstellung, 10 Prozent

Jetzt werden automatisch die Rechte am Werk an den Kunden übertragen, einfache Rechte. Das bedeutet der Kunde erhält die Lizenz das Werk zu nutzen, nicht aber Kopien davon weiter zu verkaufen. Das ist wichtig, wenn man eine tolle Progammierung entwickelt und zum Beispiel einen Festpreis anbietet und am Auftrag wenig verdient. Oder wenn man ein tolles Logo für eine – später weltweit expandierende Franchisingkette entwickelt. Disney verkauft schließlich auch Lizenzen für die Nutzung seiner Characters.

AGBs müssen mit dem Angebot versendet werden, und ich erwähne im Angebot ausdrücklich, dass mit Vertragsabschluss meine AGBs anerkannt werden.

In AGBs müssen – ergänzend zum Angebot folgende Termini stehen:

Die Rechte am Werk werden mit der Schlusszahlung übertragen. ( Das heißt: vorher nicht und es ist ratsam zu zahlen. Rechte sind auch immer einfache Rechte, wenn ich nicht im Angebot etwas anderes schreibe. Wobei ich kein Freund des Rechtehandels bin, wie ihn der AGD betreibt. Sehr interessant, wenn Logos im Auftrag enthalten sind, ich hatte mal einen Kunden der nicht zahlen wollte und eigentlich Zwischenhändler war, weil er das Projekt an einen ziemlich zahlungskräftigen Kunden weiter verkauft hat. Der Kunde hat das Logo verwendet, an dem niemand Rechte besaß, weil es nicht bezahlt wurde. Das wird sehr teuer für den Zwischenhändler.)

Alle vom Vertrag abweichenden Nebenabreden bedürfen der schriftlichen Bestätigung (durch mich). Das ist wesentlich wenn man allein in den Räumen beim Kunden sitzt und er mit mehreren Personen etwas anderes als besprochen zu seinen Gunsten auslegt.

Die Inhalte (Texte, Bilder etc) müssen in folgender Form geliefert werden: kopierbare Inhalte in Word- oder Excel, Bilder als JPGs oder Gif. Das verpflichtet den Kunden inhaltliches Material zu liefern.

Der Kunde versichert, dass er die Rechte am gelieferten Material besitzt. Ist für uns ganz klar, nicht aber für Laien.

Außerdem empfehe ich dringend den Abschluss einer beruflichen Haftpflichtversicherung – zum Beispiel für den Fall, dass ein Subunternehmer Viren auf den Kundenserver einbringt. Und natürlich Verträge mit Subunternehmern – damit sie liefern müssen und nicht einfach aus dem Projekt aussteigen, wenn Ihnen danach ist und der Kunde zu recht wütend ist.

Der Designer hat das Recht im Auftrag und allen Vervielfältigungen als Urheber genannt zu werden. Klar, wir wollen im Impressum stehen und einen Backlink haben.

Ganz wichtig: Kommt der Auftraggeber mit einer Rate in Verzug, werden sofort alle weiteren Zahlungsabschnitte fällig. Damit wir nicht gemeinsam in eine mögliche Insolvenz des Kunden gehen.

Und alle wesentlichen Dinge immer schriftlich machen und wesentliche Vereinbarungen aus Telefonaten kurz rückbestätigen. Stefan, der Superanwalt sagt: Wer schreibt, der bleibt”. Heißt, der geht nicht unter.

Wen meine AGBs interessieren, kann sie hier online lesen – ich ich bin Euch dankbar für Eure Anregungen, Meinung und Verbesserungsvorschläge. So kann ich eventuelle Lücken verbessern und ich hoffe mein gesammeltes Wissen nützt Euch sehr, denn Designer sind meist keine Kaufleute. Eine Freundin sagt immer: wenn man einen Verlust macht um daraus zu lernen – betrachte das als teures Seminar.

Am Ende eines gemeinsamen Projektes wollen wir alle zusammen glücklich sein und noch viele, tolle Projekte zusammen machen und viele schöne Erlebnisse mit geschätzten Kunden und Freunden haben. Dafür müssen wir uns vor den nicht guten Kunden schützen, die es auch gibt.

Lest auch noch meinen Artikel zur Abnahme des Werkes und zur Vertragsgestaltung.