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Studien und Artikel zu Nutzerverhalten im Web und: SEO-Ausblick

Donnerstag, März 4th, 2010

iStock_000009536221XSmallIch habe natürlich meine persönliche Meinung, welche Elemente von Websites ich vertriebsstark finde und welche Soft Skills der Seiten zu  Erfolg oder Misserfolg beitragen. WebDesign hat klare, wahrnehmungspsychologische Aufträge. Mein neuester Vortrag behandelt die “”Geheimen Soft Skills von Websites”.

Mit Soft Skills meine ich Faktoren wie die Ansprache der Besucher durch Atmosphäre (Um die Besucher in ihren unterschiedlichen Vorlieben auf der Bauchebene und intuitiv, sympathisch anzusprechen – die unbewussten Faktoren, die Wahrnehmungspsychologie), Querverlinkung innerhalb der Seiten, um den Besuchern eine Folge zusammenhängender und interessanter Informationen (statt nur eines Produktes) logisch aufbereitet anzubieten. Ich zähle zu den Soft Skills auch die Usability-Faktoren, das mehrfache Anbieten geeignerter Inhalte in verschiedener, visueller Form um bewusster darauf hinzuweisen, und nicht nur kognitiv. Und die richtige Aufforderung zum Dialog, die Möglichkeiten eine Berührung herzustellen zwischen dem Informations-Absender und dem Besucher der Website.

Diese Soft Skills – die dazu führen, dass die Besucher einer Website tiefer in das Angebot einsteigen und sich umsehen, sind auch verantwortlich für bessere Ergebnisse bei den Suchmaschinen. Dazu schreibe ich später noch mehr, in diesem Artikel, bezug nehmend auf neueste Erkenntnisse zu SEO, die ich in der Internet World Business vom 15.02.2010 gelesen habe.

Neben allen Impressionen im Alltag mit meinen WebDesign Kunden, allen Gesprächen während Website-Analysen und bei Durchsicht aller Websites und Ihrer Möglichkeiten/ Fehler wenn ich analysiere um Angebote für Relaunches zu erstellen -  finde ich es unverzichtbar, Studien mit aktuellen Statistiken zu Nutzerverhalten im Web zu lesen.

Ich schlage hier mal meine Statistik-Favoriten vor und bitte Euch um Erweiterung der Liste mit Euren präferierten Studien-Tipps:

ARD/ ZDF

Die jährlich erscheinende ARD-ZDF-Onlinestudie, zuletzt vom Dezember 2009. Wichtig finde ich bei der letzten Studie die Erkenntnis, dass etwa 67 Prozent der Deutschen im Netz aktiv unterwegs sind, davon die jungen Menschen fast zu 100 Prozent (96,1 Prozent) und dass die, am stärksten wachsende, Gruppe der über 50-jährigen bei 40,7 Prozent liegt.

Wobei – hier meine persönliche Interpretation – die über 50-Jährigen (siehe Nena, Madonna und Co) durchaus immer noch jung und nicht vergreist sind. Die meisten Webworker und Ex-New Economy Mitarbeiter sind heute um die 50 und plus. Also Power-User.

Dazu im Vergleich die interne Statistik der Münchner Volkshochschule, die schon vor einem Jahr bezifferte, dass die Web-Einsteiger-Kurse und die Mausschubser-Kurse für ältere Menschen  eingestellt werden sollen, da die Buchungszahlen dafür zurück gegangen sind – weil diese Zielgruppe bereits im Netz unterwegs ist und sich nicht mehr im Einsteiger-Stadium befindet.

In ländlichen Regionen kann das anders aussehen.

Für mich heißt das, dass auf Websites den Informationen mehr Unterhaltungswert beigefügt werden soll, denn die jüngeren Nutzergruppen sind mit Infotainment aufgewachsen und sehr visuell noch dazu durch TV, Spiele und die multimedialen Bildungsangebote. Die älteren Nutzergruppen sind auch nicht mehr die verunsicherten Einsteiger und haben dadurch einen anderen Anspruch an Abwechslung.

Einen besonders genialen Artikel zu Werten und Vorlieben der Menschen ab 50 Jahren, die sich wie 37-Jährige fühlen, geschrieben von Peter Scheurer für die BAW-Website im Bereich Aktuelles lesen Sie hier.
Der Artikel heißt: “Männliche und weibliche Silberrücken.
Die neue gesellschaftliche Macht ist über 50 Jahre alt, liebt den Konsum, den Sex und das Alter.”

Man kann auch die  ARD/ ZDF-Studien der vergangenen Jahre online lesen, kostenlos. Und jede Menge Nutzertypologien etc. werden ebenfalls hier angeboten.

AGOF Arbeitsgemeinschft Online Forschung

Die Agof gibt quartalsweise die Studie “Internet Facts” zu Reichweiten und Strukturdaten heraus, eine Grundlage für die Marktpartner des Online-Werbemarktes. Ebenfalls kostenlos.

BVDW Bundesverband Digitale Wirtschaft

Es gibt jede Menge Studien für Mitglieder, die nicht öffentlich zugänglich sind, aber auch einige Ergebnisse, die in Pressemitteilungen öffentlich gemacht werden hier.

Sehr empfehlenswert die Zeitung “Internet World Business”, alle 14 Tage neu. Online hier.

Zu SEO-Neuerungen in 2010 habe ich in der Internet World Business, im Artikel “SEO am Scheideweg” vom 15.02.2010 sehr interessante Meinungen und Trends gelesen:

Latent Semantische Optimierung (LSO): man würde nicht mehr nur auf die Keywords optimieren, sondern auch auf verwandte Begriffe wie Blume/ Rose/ Dornen.

Geschwindigkeit und Ladezeit der Website werden ein Qualitätskriterium. Entnommen wurde dieser Trend einem Vortrag des Google-SEO-Gurus Matt Cutts auf der Webmaster-Konferenz Pubcon 2009 in Las Vegas. Hier noch der Link zur Site von Matt Cutts.

Dazu der Rat, die Optimierungstools von Google (Pagespeed) und Yahoo (Yslow) einzusetzen, die über Firebug als Firefox-Plugin funktionieren.

User-Centered SEO: Usablity als SEO-Faktor im Hinblick auf die Klickraten untergeordneter Seiten im gesamten Auftritt. Das deckt sich ideal mit meinem Vorschlag zu den Usability-orientierten Soft Skills der Websites. “Content is King” – und zwar wenn er gelesen/ geklickt wird. Google hat da viele Auswertungsmöglichkeiten um das Benutzerverhalten auf der Website zu tracken: über Analytics, die Toolbar, Doubleclick zum Beispiel.

Immer noch die aktualisierten, wechselnden Inhalte der Website – was Schulung der Mitarbeiter als SEO-affine Redakteure bedingt.

Flash – immer noch versteht Google kein Flash, schade. Da muss man sich Alternativen für Google einfallen lassen, was ja möglich ist. Denn andererseits emotionalisiert Flash Inhalte wunderschön und macht Infotainment möglich. Was für die Nutzer gut ist.

Google Maps wird wichtiger für Brancheneinträge, hier bestehen noch sehr viele Chancen.

Sehen Sie die Zukunft deutscher Unternehmen im Internet?

Mittwoch, November 25th, 2009

ulrike_thiel

Interview auf Business-on.de im November 2009

Sehen Sie die Zukunft deutscher Unternehmen im Internet?

München. Ulrike Thiel, Gründerin und Inhaberin von ThielDesign, verrät business-on.de ihre Einschätzung zur Zukunft deutscher Unternehmen im Internet.
„Ganz klar „Ja“ – dafür sprechen mindestens 2 gute Gründe:

1. Die Reichweite: Unabhängigkeit von Netzwerken und Ort sind die Unternehmen für neue Interessenten sichtbar durch Ihre Webpräsenz. Mit der eigenen Website und Profil in Communities/ Social Networks. So können auch Kooperationspartner diese Unternehmen finden und ansprechen.

2. Die Kosten: Die Online-Präsentation des Portfolios zur Erleichterung der Aquise kann jederzeit kostenlos mit Erweiterungen oder Updates aktualisiert werden, wenn man selbst publiziert mit einem CMS.
Bestimmte Branchen können auf eine professionelle Präsenz im Internet nicht verzichten um mit wichtigen Zielgruppen in Kontakt zu kommen. Dabei sind Firmenwebsites existenzielle Faktoren, denn die Mehrzahl der Konsumenten und beauftragenden Unternehmen recherchiert im Internet und bereitet Käufe oder Auftragsvergabe vor.

Mindestens zwei Nutzergruppen können wir für jede Unternehmens-Website grundsätzlich andenken:

* Besucher, die das Unternehmen noch nicht kennen: Der erste Eindruck entscheidet über eine mögliche Geschäftsbeziehung.
* Besucher, die das Unternehmen kennen und ihre Meinung fundieren möchten, indem sie sich weitere Informationen einholen – zum Beispiel die Selbstdarstellung Ihres Unternehmens hinsichtlich Professionalität, Aktualität und Kundenorientierung.“

Hase-und-Igel-Strategie: Warum es schiefgehen muss, wenn man im Internet der Hase ist.

Sonntag, Juni 21st, 2009

hase und igel

hase und igel

Firmenwebsites gibt es in unterschiedlichen Ausstattungen für Unternehmen verschiedener Größe, die Site eines Einzelunternehmers und auch das Portal für einen Konzern.

Für alle gilt: Die Homepage ist das wichtigste Thema im Online-Marketing, sie ist das weltweite Schaufenster für das Leistungsangebot einer Firma.
Die Firmenwebsite als Vertriebskanal ist ein wesentliches Strategie-Instument und beeinflusst die Entscheidung der Nutzer darüber ob Sie Igel oder Hase sein werden künftig.

Hier wird entschieden über Erfolg oder Misserfolg und über ein Ranking in Ihrer Branche.

Unternehmenserfolg und Identität durch Design

Freitag, Juni 12th, 2009
unternehmenserfolg und webdesign

unternehmenserfolg und webdesign

Die Firmenwebsite als Teil des Vertriebes ist erst nützlich, wenn sie die Identität des Unternehmens im Internet positiv abbildet.

Dazu gehören Faktoren wie das Design, die Ansprache der Besucher in den Texten und die Relevanz der Inhalte.

Schlecht gekleidete und holprig sprechende Verkäufer, die nicht verstehen was ein Kunde meint – genauso nützlich sind unüberlegte Firmen-Websites.

Firmenwebsites sind existenzielle Faktoren, da die Mehrzahl der Konsumenten im Internet recherchiert und Käufe vorbereitet. Kosten für eine erfolgreiche Website sind vollkommen nachrangig – die Verluste ohne eine gute Firmenwebsite sind unermesslich, denn der Mitbewerb macht das eventuell besser und sichert sich die besten Kunden.