Mit ‘firmenwebsite’ getaggte Artikel

Internet World 2010, die wesentliche Fachmesse mit Kongress

Samstag, 10. April 2010

Die wesentliche Fachmesse unserer Branche,  Fachmesse & Kongress, Internet World, 13.-14. April 2010, ICM München.

2 Tage Information pur, treffen wir uns dort?

Interessant sind auch die Sonderschauen, besonders des BDOA zum Thema sicheres E-Payment, die Guided Tours für Einsteiger (Persönlicher Kontakt zu den Ausstellerfirmen), mein Favorit sind die Preisverleihungen”INTERNET WORLD Business Idee” und “Shop Usability Award”. Frische Ideen – Inspiration pur.

Die Vorträge in den Infoarnen sind kostenlos und hervorragend. Hier können Sie das gesamte Vortragsprogramm beider Tage lesen und downloaden.

Ich werde hier in den Tagen nach der Messe ausführlich berichten.

Urheberrecht von Bildmaterial in Websites: Können wir es überhaupt noch riskieren, unsere Portfolios öffentlich zu zeigen?

Sonntag, 14. März 2010

urheberrecht

Abmahnungen durch Betreiber von Bild-Datenbanken

Als Designer ordert man häufig Bildmaterial aus Bilddatenbanken für die Websites und die Werbemittel von Kunden. Mancher verkauft das Material mit Rechnung an den Kunden, andere Designer sehen das als Service und stellen “für die paar Bugs” nicht extra eine Rechnung. Bei manchen Hobbyfotografen-Bilddatenbanken benötigte man bisher nur einen Referenzlink im Impressum und es entstanden keine Kosten. Machmal kauft auch der Kunde das Material und stellt es dem Designer zur Verfügung.

Da hat sich viel geändert – zum Schreck für uns Designer.

Ich hoffe, jeder von uns hat sich die jeweiligen Nutzungsbedingungen zum Zeitpunkt des Abholens eines Bildes ausgedruckt und abgeheftet.
Denn es wurde viel geändert und wird nun teuer wegen Verletzung des Urheberrechts.

Ich stolperte – zum Glück derzeit noch kostenlos für mich – über den Thread eines Designerkollegens, der durch Abmahnanwälte zu astronomischen Zahlungen wegen Verletzung des Urheberrechts aufgefordert wurde und sich nun mit weiteren, hohen Kosten für seinen Anwalt dagegen wehren muss.

Und zwar hatte er der Bilddatenbank über Jahre hinweg hohe Summen eingebracht, wenn er Bildmaterial für seine Kunden einkaufte oder dem Kunden empfahl das Material selbst zu kaufen. Diese Bilddatenbank verklagt ihn nun, da er in seinem Referenzportfolio seine Kundenreferenzen darstellt und das Bildmaterial innerhalb des Kundenprojektes natürlich auch da zu sehen ist. Da aber eine Lizenz für den Kunden erworben wurde, benötigt er eine zweite Lizenz um das Kundenprojekt referenzieren zu dürfen. Diese Abmahnungen laufen derzeit in flächendeckendem Stil ab und bewegen sich in Größenordungen zwischen 5000,00 und 50.000,00 Euro.

Klar, dass die Bilddatenbank nun einen wichtigen Multiplikator verloren hat (übrigens ist sie ein Riese der Branche). Der Designer sagte mir, er werde künftig nur noch direkt an befreundete Fotografen beauftragen oder von diesen Material beziehen. Ich denke solche Bilddatenbanken sind keine guten Geschäftspartner für uns Designer, da sie ihre Nutzungsbedingungen ändern und mit ihren Rechtsabteilungen in einem Rechtstreit überlegen sind.

Es ist wichtig gute Geschäftspartner unter den Bilddatenbanken zu finden. Ich habe mit istockphoto sehr gute Erfahrungen gemacht – habe per Mail die Festlegung der Nutzungsbedingungen erhalten, die sehr Designer-freundlich sind.

Bei Photocase habe ich das Ändern der Nutzungsbedingungen bereits mehrfach bemerkt, (ursprünglich war nur photocase mit Link im Impressum zu referenzieren) ich denke sie müssen eben den Forderungen mancher Fotografen nachgeben und so waren die Nutzungsbedingungen – als ich das letzte Mal dort nachgesehen habe – für die Bilder unterschiedlich geregelt.
Ich habe es dann einmal so gemacht: den Urheber des Fotos via Photocase-Profil angemailt und mir vor Verwendung seine Zustimmung schriftlich eingeholt. Lief alles super freundlich ab und ich habe ein gutes Gefühl dabei. Aber oft muss es schnell gehen, daher beziehen wir ja aus Bilddatenbanken.

Ich überlege das auch: einen Stamm an Fotografen aufzubauen, die ein Portfolio online anbieten und wo ich schnell ordern kann – und zwar entsteht dadurch andererseits ein enormer Aufwand in der Dokumentation eines Vertrages zum Einkauf von Bildmaterial (grundsätzlich und im Voraus zu vereinbaren), der in günstigen (billigen) Projekten nicht abgedeckt werden kann. Für die billigen Projekte habe ich noch keine gute Lösung für Bildmaterial gefunden, ich habe von photos.com Bildmaterial erworben, als Archiv, aber muss mir noch anderes einfallen lassen.

Sehr klasse

Über Eure Anregungen und Hilfe würde ich mich sehr freuen und die Hinweise hier veröffentlichen.

Ein weiteres Problem: Die Verwendung von (nicht lizenziertem) Bildmaterial des Kunden im Projekt. Dazu gibt es unterschiedliche Urteile, mal wird der Webdesigner belangt, mal der Kunde. Wir müssten hier unsere Angebote um diesem Passus zur Haftung verlängern. Die Kunden kennen sich mit dem Urheberrecht von Bildmaterial nicht immer aus, wir sind auch keine Juristen.

Und noch ein Problem: Ein Screenshot der Website des Kunden im meinem Portfolio, worin Bildmaterial zu sehen ist, welches er als Lizenz eingekauft hat und zur Verfügung gestellt hat – und wovon ich gar nicht weiss, dass es mit Lizenzierung verbunden war.

Können wir es  überhaupt noch riskieren, unsere Portfolios öffentlich zu zeigen?

Hat jemand einen besseren Vorschlag?

Studien und Artikel zu Nutzerverhalten im Web und: SEO-Ausblick

Donnerstag, 04. März 2010

iStock_000009536221XSmallIch habe natürlich meine persönliche Meinung, welche Elemente von Websites ich vertriebsstark finde und welche Soft Skills der Seiten zu  Erfolg oder Misserfolg beitragen. WebDesign hat klare, wahrnehmungspsychologische Aufträge. Mein neuester Vortrag behandelt die “”Geheimen Soft Skills von Websites”.

Mit Soft Skills meine ich Faktoren wie die Ansprache der Besucher durch Atmosphäre (Um die Besucher in ihren unterschiedlichen Vorlieben auf der Bauchebene und intuitiv, sympathisch anzusprechen – die unbewussten Faktoren, die Wahrnehmungspsychologie), Querverlinkung innerhalb der Seiten, um den Besuchern eine Folge zusammenhängender und interessanter Informationen (statt nur eines Produktes) logisch aufbereitet anzubieten. Ich zähle zu den Soft Skills auch die Usability-Faktoren, das mehrfache Anbieten geeignerter Inhalte in verschiedener, visueller Form um bewusster darauf hinzuweisen, und nicht nur kognitiv. Und die richtige Aufforderung zum Dialog, die Möglichkeiten eine Berührung herzustellen zwischen dem Informations-Absender und dem Besucher der Website.

Diese Soft Skills – die dazu führen, dass die Besucher einer Website tiefer in das Angebot einsteigen und sich umsehen, sind auch verantwortlich für bessere Ergebnisse bei den Suchmaschinen. Dazu schreibe ich später noch mehr, in diesem Artikel, bezug nehmend auf neueste Erkenntnisse zu SEO, die ich in der Internet World Business vom 15.02.2010 gelesen habe.

Neben allen Impressionen im Alltag mit meinen WebDesign Kunden, allen Gesprächen während Website-Analysen und bei Durchsicht aller Websites und Ihrer Möglichkeiten/ Fehler wenn ich analysiere um Angebote für Relaunches zu erstellen -  finde ich es unverzichtbar, Studien mit aktuellen Statistiken zu Nutzerverhalten im Web zu lesen.

Ich schlage hier mal meine Statistik-Favoriten vor und bitte Euch um Erweiterung der Liste mit Euren präferierten Studien-Tipps:

ARD/ ZDF

Die jährlich erscheinende ARD-ZDF-Onlinestudie, zuletzt vom Dezember 2009. Wichtig finde ich bei der letzten Studie die Erkenntnis, dass etwa 67 Prozent der Deutschen im Netz aktiv unterwegs sind, davon die jungen Menschen fast zu 100 Prozent (96,1 Prozent) und dass die, am stärksten wachsende, Gruppe der über 50-jährigen bei 40,7 Prozent liegt.

Wobei – hier meine persönliche Interpretation – die über 50-Jährigen (siehe Nena, Madonna und Co) durchaus immer noch jung und nicht vergreist sind. Die meisten Webworker und Ex-New Economy Mitarbeiter sind heute um die 50 und plus. Also Power-User.

Dazu im Vergleich die interne Statistik der Münchner Volkshochschule, die schon vor einem Jahr bezifferte, dass die Web-Einsteiger-Kurse und die Mausschubser-Kurse für ältere Menschen  eingestellt werden sollen, da die Buchungszahlen dafür zurück gegangen sind – weil diese Zielgruppe bereits im Netz unterwegs ist und sich nicht mehr im Einsteiger-Stadium befindet.

In ländlichen Regionen kann das anders aussehen.

Für mich heißt das, dass auf Websites den Informationen mehr Unterhaltungswert beigefügt werden soll, denn die jüngeren Nutzergruppen sind mit Infotainment aufgewachsen und sehr visuell noch dazu durch TV, Spiele und die multimedialen Bildungsangebote. Die älteren Nutzergruppen sind auch nicht mehr die verunsicherten Einsteiger und haben dadurch einen anderen Anspruch an Abwechslung.

Einen besonders genialen Artikel zu Werten und Vorlieben der Menschen ab 50 Jahren, die sich wie 37-Jährige fühlen, geschrieben von Peter Scheurer für die BAW-Website im Bereich Aktuelles lesen Sie hier.
Der Artikel heißt: “Männliche und weibliche Silberrücken.
Die neue gesellschaftliche Macht ist über 50 Jahre alt, liebt den Konsum, den Sex und das Alter.”

Man kann auch die  ARD/ ZDF-Studien der vergangenen Jahre online lesen, kostenlos. Und jede Menge Nutzertypologien etc. werden ebenfalls hier angeboten.

AGOF Arbeitsgemeinschft Online Forschung

Die Agof gibt quartalsweise die Studie “Internet Facts” zu Reichweiten und Strukturdaten heraus, eine Grundlage für die Marktpartner des Online-Werbemarktes. Ebenfalls kostenlos.

BVDW Bundesverband Digitale Wirtschaft

Es gibt jede Menge Studien für Mitglieder, die nicht öffentlich zugänglich sind, aber auch einige Ergebnisse, die in Pressemitteilungen öffentlich gemacht werden hier.

Sehr empfehlenswert die Zeitung “Internet World Business”, alle 14 Tage neu. Online hier.

Zu SEO-Neuerungen in 2010 habe ich in der Internet World Business, im Artikel “SEO am Scheideweg” vom 15.02.2010 sehr interessante Meinungen und Trends gelesen:

Latent Semantische Optimierung (LSO): man würde nicht mehr nur auf die Keywords optimieren, sondern auch auf verwandte Begriffe wie Blume/ Rose/ Dornen.

Geschwindigkeit und Ladezeit der Website werden ein Qualitätskriterium. Entnommen wurde dieser Trend einem Vortrag des Google-SEO-Gurus Matt Cutts auf der Webmaster-Konferenz Pubcon 2009 in Las Vegas. Hier noch der Link zur Site von Matt Cutts.

Dazu der Rat, die Optimierungstools von Google (Pagespeed) und Yahoo (Yslow) einzusetzen, die über Firebug als Firefox-Plugin funktionieren.

User-Centered SEO: Usablity als SEO-Faktor im Hinblick auf die Klickraten untergeordneter Seiten im gesamten Auftritt. Das deckt sich ideal mit meinem Vorschlag zu den Usability-orientierten Soft Skills der Websites. “Content is King” – und zwar wenn er gelesen/ geklickt wird. Google hat da viele Auswertungsmöglichkeiten um das Benutzerverhalten auf der Website zu tracken: über Analytics, die Toolbar, Doubleclick zum Beispiel.

Immer noch die aktualisierten, wechselnden Inhalte der Website – was Schulung der Mitarbeiter als SEO-affine Redakteure bedingt.

Flash – immer noch versteht Google kein Flash, schade. Da muss man sich Alternativen für Google einfallen lassen, was ja möglich ist. Denn andererseits emotionalisiert Flash Inhalte wunderschön und macht Infotainment möglich. Was für die Nutzer gut ist.

Google Maps wird wichtiger für Brancheneinträge, hier bestehen noch sehr viele Chancen.

Sehen Sie die Zukunft deutscher Unternehmen im Internet?

Mittwoch, 25. November 2009

ulrike_thiel

Interview auf Business-on.de im November 2009

Sehen Sie die Zukunft deutscher Unternehmen im Internet?

München. Ulrike Thiel, Gründerin und Inhaberin von ThielDesign, verrät business-on.de ihre Einschätzung zur Zukunft deutscher Unternehmen im Internet.
„Ganz klar „Ja“ – dafür sprechen mindestens 2 gute Gründe:

1. Die Reichweite: Unabhängigkeit von Netzwerken und Ort sind die Unternehmen für neue Interessenten sichtbar durch Ihre Webpräsenz. Mit der eigenen Website und Profil in Communities/ Social Networks. So können auch Kooperationspartner diese Unternehmen finden und ansprechen.

2. Die Kosten: Die Online-Präsentation des Portfolios zur Erleichterung der Aquise kann jederzeit kostenlos mit Erweiterungen oder Updates aktualisiert werden, wenn man selbst publiziert mit einem CMS.
Bestimmte Branchen können auf eine professionelle Präsenz im Internet nicht verzichten um mit wichtigen Zielgruppen in Kontakt zu kommen. Dabei sind Firmenwebsites existenzielle Faktoren, denn die Mehrzahl der Konsumenten und beauftragenden Unternehmen recherchiert im Internet und bereitet Käufe oder Auftragsvergabe vor.

Mindestens zwei Nutzergruppen können wir für jede Unternehmens-Website grundsätzlich andenken:

* Besucher, die das Unternehmen noch nicht kennen: Der erste Eindruck entscheidet über eine mögliche Geschäftsbeziehung.
* Besucher, die das Unternehmen kennen und ihre Meinung fundieren möchten, indem sie sich weitere Informationen einholen – zum Beispiel die Selbstdarstellung Ihres Unternehmens hinsichtlich Professionalität, Aktualität und Kundenorientierung.“

Hase-und-Igel-Strategie: Warum es schiefgehen muss, wenn man im Internet der Hase ist.

Sonntag, 21. Juni 2009

hase und igel

hase und igel

Firmenwebsites gibt es in unterschiedlichen Ausstattungen für Unternehmen verschiedener Größe, die Site eines Einzelunternehmers und auch das Portal für einen Konzern.

Für alle gilt: Die Homepage ist das wichtigste Thema im Online-Marketing, sie ist das weltweite Schaufenster für das Leistungsangebot einer Firma.
Die Firmenwebsite als Vertriebskanal ist ein wesentliches Strategie-Instument und beeinflusst die Entscheidung der Nutzer darüber ob Sie Igel oder Hase sein werden künftig.

Hier wird entschieden über Erfolg oder Misserfolg und über ein Ranking in Ihrer Branche.

Unternehmenserfolg und Identität durch Design

Freitag, 12. Juni 2009
unternehmenserfolg und webdesign

unternehmenserfolg und webdesign

Die Firmenwebsite als Teil des Vertriebes ist erst nützlich, wenn sie die Identität des Unternehmens im Internet positiv abbildet.

Dazu gehören Faktoren wie das Design, die Ansprache der Besucher in den Texten und die Relevanz der Inhalte.

Schlecht gekleidete und holprig sprechende Verkäufer, die nicht verstehen was ein Kunde meint – genauso nützlich sind unüberlegte Firmen-Websites.

Firmenwebsites sind existenzielle Faktoren, da die Mehrzahl der Konsumenten im Internet recherchiert und Käufe vorbereitet. Kosten für eine erfolgreiche Website sind vollkommen nachrangig – die Verluste ohne eine gute Firmenwebsite sind unermesslich, denn der Mitbewerb macht das eventuell besser und sichert sich die besten Kunden.