Archiv für die Kategorie ‘WebDesign’

Informationsarchitektur

Mittwoch, 01. Juli 2009

Das Anlegen eines Informations-Systems als Struktur für ein Portal ist zum Teil immer gleich und andererseits verschieden.

Der Designer erfragt alle grundlegenden Infos zu Nutzern/ Anbietern etc und indem er diese Infos durchdenkt und in Beziehung setzt, reift eine Ordnung, entstanden aus der Gesamtheit der Informationen/ Grundlagen.

Das ist die “Handschrift” eines Designers für ein WebDesignProjekt – die Konzeption, die Informationsarchitektur. Standards werden individualisiert durch die Erfahrung des Designers, die – persönlich Informationen bewertend – sein Layout prägt.

Nachfolgend 3 Checklisten, einfach mal als Anregung bei den nächsten WebDesign Projekten.

checkliste_infosystem

checkliste_layout

checkliste_grundlagen

Usability-die favorisierten Features auf Websites

Dienstag, 23. Juni 2009

usability

Nach Umfragen zu Usability auf Websites durch eine Online-Marketing-Studie wurden folgende Funktionen von Nutzern als besonders hilfreich und beliebt bewertet:

Bewertungen von Produkten und Produktinfos

Suchfunktionen & Selektionsfunktionen

Konfiguration von Produkten

Empfehlungen

Merklisten, Wunschlisten (man kann sich etwas speichern und zurückkommen)

Zoom-Funktion auch gerne 3-D Ansichten

Bilderzoom bei Mouseover ist schneller/ komfortabler als bei Klick

Hinweise auf weitere – an dieser Stelle – interessante Informationen zum Thema (externe Links zu anderen Seiten, in neuem Tab)

Meist gesucht: Öffnungszeiten, Anfahrt, Telefonnummern und Rückrufbutton.

Meine Empfehlung darüber hinaus: sorgen sie für möglichst häufige, interne Querverlinkung auf weitere Seiten des eigenen Webangebotes – bei jeder Gelegenheit machen sie den Leser aufmerksam auf weiterführende Informationen (die ihn auch interessiren könnten) innerhalb Ihres Webangebotes. So erzielen Sie längere Aufenthaltszeiten der Leser auf Ihrer Page und bietet den Lesern umfangreichere Informationen an. Darüber hinaus honoriert Google diese Vernutzung Ihrer Inhalte mit Blick auf das Ranking.

WESENTLICH: verständliche und stringente Nutzerführung, Breadcrumb

Unternehmenserfolg und Identität durch Design

Freitag, 12. Juni 2009
unternehmenserfolg und webdesign

unternehmenserfolg und webdesign

Die Firmenwebsite als Teil des Vertriebes ist erst nützlich, wenn sie die Identität des Unternehmens im Internet positiv abbildet.

Dazu gehören Faktoren wie das Design, die Ansprache der Besucher in den Texten und die Relevanz der Inhalte.

Schlecht gekleidete und holprig sprechende Verkäufer, die nicht verstehen was ein Kunde meint – genauso nützlich sind unüberlegte Firmen-Websites.

Firmenwebsites sind existenzielle Faktoren, da die Mehrzahl der Konsumenten im Internet recherchiert und Käufe vorbereitet. Kosten für eine erfolgreiche Website sind vollkommen nachrangig – die Verluste ohne eine gute Firmenwebsite sind unermesslich, denn der Mitbewerb macht das eventuell besser und sichert sich die besten Kunden.

WebDesign und Texte

Freitag, 29. Mai 2009
webdesign und text

webdesign und text

Texte für Websites werden anders gelesen als Texte in gedruckten Medien. Lesen am Bildschirm ist ermüdend, denn die Augen müssen in eine Lichtquelle hineinsehen, welche unmerklich aber beständig flimmert.

Daher scannt ein Leser die Informationen am Bildschirm eher, als dass er lange lesen möchte.

Dies bedingt knackige und bildhafte und gut strukturierte Texte mit kurzen Absätzen um Inhalte punktgenau zu vermitteln. Vor allem bildhaft und idealerweise mit Keywords versehen, was nicht so leicht ist.

Ein gutes Buch zum Thema Corporate Wording mit Ideen für Internet-Texter ist “Corporate Wording” von Hans-Peter Förster. Mir gefällt besonders das Beispiel der Produktbeschreibung eines Rasenmähers.

Zitat:

Der Rasenmäher-Motor hat 1 dB.       versus Der Rasenmäher-Motor schnurrt so leise wie eine Katze (1dB).

Der zweite Text ist länger, aber begeistert, man denkt sofort in Bildern, und in sympatischen Bildern.

Ich freu mich, wenn Sie weitere gute Bücher hier per Kommentar empfehlen würden.

Konzeption & WebDesign & Typo3

Sonntag, 24. Mai 2009

konzept_webdesignDer Begriff WebDesign definiert nicht eindeutig was gemeint ist.
Leistungen die mit WebDesign in Verbindung gebracht werden:

  1. Design von Oberflächen für Internetseiten oder Werbemittel für das Web, z.B. Banner
  2. Design & Programmierung für Internet-Anwendungen
  3. Konzept & Design & Programmierung von Internet-Anwendungen
  4. Programmierung von Internet-Anwendungen
  5. individuelles Design für Homepages

Agenturen für Redaktionssysteme – bieten auch WebDesign an. Manchmal “WebDesign durch Spezialisten”. Meist werden vorhandene Vorlagen, Templates, genommen und der Designer baut dann ein nettes Bildchen irgenwo ein nachdem er mit dem Kunden vorher eine Konsens-Ebene gefunden hat. Schlanke Prozesse werden beworben, der Kunde spare sich den “Overhead” großer Agenturen und erhalte die gleiche Beratung wie dort, aber billiger. G* ist g* – Sie wissen schon.

Aber wo ist die Qualität der Konzeption definiert, das Konzept für den Internet-Auftritt des Kunden. Klar man kann immer die gleiche Seitenstruktur anbieten, die für jeden passt:

  • Home
  • Über uns
  • Angebot
  • Referenzen
  • Kontakt

Und dann ein nettes Bildchen dazu und ein Logo. Fertig.

Und was ist mit Web 2.0 – Angeboten oder anspruchsvolleren, umfangreicheren Auftritten, wo man mal eine neue Struktur benötigt und jemanden der mit Ahnung und dem Willen zu einer guten Konzeption das Projekt erfolgreich machen kann? Sucht man da auch einen “WebDesigner”? Brauchen wir da nicht eine qualitativ eindeutigere Berufsbezeichnung?

Wonach sollen Kunden suchen wenn Sie ein Web 2.0 Projekt starten wollen oder ein großes Projekt?

Ich habe mich spezialisiert auf Konzept und Design, die Programmierung machen schon lange meine Partner und tun das hervorragend. Eine Bezeichnung für unsere Konstellation gibt es noch nicht. Gefunden wird ThielDesign meist über den Begriff  “WebDesign”.

Pricing on WebDesign & die Aura von Corporate Design

Samstag, 23. Mai 2009

corporate design und pricing

corporate design und pricing


Corporate Design ist ein sichtbares Pricing wodurch der Kunde sich selbst eine visuelle Bewertung in seiner Aussendarstellung zulegt

Für WebDesign gibt es kein festes Preisgefüge – individuelles WebDesign ist kein pret-a-porter-modell, kann aber trotzdem verschieden kalkuliert werden.

Es gibt Kunden die einen guten Geschmack haben und Kunden die wenig gebildete Augen haben in Bezug auf gutes Design. Und es gibt gute und wenig gute Designer, ich bin immer wieder entzückt wenn ich tolles Design sehe – was spannend ist und nicht die Wiederholung von Design das man schon mal gesehen hat.

Und ich verberge mein Entsetzen wenn ich schlechtes Design bei Websites sehe, die mir Bekannte oder Kunden stolz vorstellen und angeben, dass der Designer “sehr!” teuer war und sie sich das leisten konnten.

Gutes Design kann entstehen wenn die Wellenlänge stimmt zwischen Auftraggeber und Designer, wenn beide gutes Design schaffen wollen und können, wenn der Designer gut und motiviert ist  – und der Auftraggeber ebenfalls einen guten Geschmack besitzt, und bereit ist für gutes Design zu bezahlen, denn das ist ein Prozeß und kann im Bereich Finetuning Zeit und Geld kosten. Beide müssen ideale “Sparringspartner” sein.

Corporate Design ist ein sichtbares Pricing wodurch der Kunde sich selbst eine visuelle Bewertung in seiner Aussendarstellung zulegt, und es kann auch sein, dass man sieht dass er keine Ahnung hat von Design oder gutem Geschmack. Oder dass er sich von einem schlechten Designer etwas verkaufen liess.

Gutes Corporate Design ist die Aura des Unternehmens, geboren aus der  Aura des Unternehmers – sie zieht Erwartungen und Reaktionen an und nimmt Einfluss auf das Unternehmen. Gutes Corporate Design schafft Sympathie und erzeugt positive Reaktionen. Es klingt vielleicht altmodisch, aber ich bin der  festen Überzeugung, dass kreative Prozesse eine gewisse Demut verlangen, dass AG und Designer sich intensiv mit dem Thema beschäftigen müssen und dass der Designer nicht schnell etwas hinwirft, was einen oberflächlichen Auftraggeber schnell begeistert, vielleicht weil es an etwas erinnert was bereits erfolgreich etabliert ist, ein Me-Too-Design eben.

Andererseits wenn Corporate Design – und Web Design – nur über den Preis oberflächlich und billig eingekauft werden, dann soll es ebenfalls die Seele des Unternehmens zeigen, damit es stimmig ist. Ist das auch Ihre Meinung?

Keyvisuals in First Class WebDesign

Donnerstag, 21. Mai 2009
keyvisuals webdesign münchen

keyvisuals webdesign münchen

Aussagekräftige, große, emotionale  Bilder in Websites sind ein Highlight und ein Qualitätsfaktor.

Um bestimmte Formate auszufüllen oder mehrere Inhalte zu kombinieren und so eine inhaltlich vielschichtige Aussage zu platzieren, arbeite ich meist mit Collagen.

Zum Beispiel für die junge, neu gegründete Steuerkanzlei Ruberto: Hier sollte ein konservatives, erfolgreiches, München orientiertes Image erzeugt werden. Wir verwendeten Bilder bekannter Bauwerke aus München und ich arrangierte diese Bilder in mehreren Farbvariationen und mit Lichteffekten versehen im Bildstreifen auf der Website.

Für das Keyvisual der Website des Hundeportrait-Fotografen Steinhauser posierte ein Kampfhund mit unterwürfigem Augenaufschlag.

keyvisual webdesign münchen

keyvisual webdesign münchen

WebDesign für Social Media

Dienstag, 19. Mai 2009
webdesign für twitter

webdesign für twitter

Leider kann man bei Twitter in der linken Spalte nur eine Grafik positionieren, leider keine Links.

Aber man kann in die Grafik wenigstens seine Kern-Aussagen publizieren. Das ist schon mal erfrischend.

Wir fragen uns grad ob Twitter Newsletter und Co. Konkurrenz machen wird.

Wenigstens bezüglich WebDesign wird Twitter nicht das Rennen machen.

WebDesign & Emotionalisierung

Montag, 18. Mai 2009

webdesign_bmw

Visuelle Elemente, EYE Tracking

Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte – den Satz kennen Sie (Unsere Vorfahren malten Bilder an die Höhlenwände, Text kam erst viel später dazu).

Wir sind noch immer spezialisiert auf Bilder aus unserer Entwicklungsgeschichte – wir nehmen intuitiv und kognitiv wahr. Intuitives Erfassen von Inhalten geht schneller als kognitives Erfassen, Sie wissen: die beiden Gehirnhälften – Bilder werden in der rechten Hirnhälfte verarbeitet und Texte in der linken – das ist in etwa vergleichbar mit ISDN und Modem-Leitung- ISDN vor allem wenn Sie auf beiden Leitungen Informationen zuleiten zum Gehirn.

Menschen wollen visuelle Informationen haben (seit dem Höhlenzeitalter) – je jünger die Menschen sind, desto mehr sind sie (wieder) mit visuellen Inhalten aufgewachsen seit wir im Medienzeitalter sind. Handy-MTV-Videospiele-Xbox etc.

Internet-Nutzer entscheiden sich binnen 3 Sekunden (laut Studien) ob sie sich auf einer Website umsehen wollen oder sofort weiter klicken.

In dieser kurzen Zeit schafft eine Website/ WebDesign es nicht durch kognitive Elemente (Texte) eine positive Entscheidung herbei zu führen. Um auf der intuitiven Ebene Kontakt aufzunehmen, benutzt gutes WebDesign visuelle Elemente, zum Beispiel atmosphärische Bildinhalte. Diese werden an der richtigen Stelle platziert, fesseln den Blick. Das Bauchgefühl wird durch die Atmosphäre der Bilder angesprochen.

In meinen Vorträgen analysiere ich an dieser Stelle die Blickführung der User, indem ich auf Overlays Raster zeige wie visuelle Elemente auf populären Websites platziert und hierarchisiert sind.

Bei der Planung von Inhalten und Gestaltungsraster (WebDesign) für Firmenwebsites bedenke ich – neben der Textmenge und Density von Keywords – den hohen Kommunikationswert der Bildinhalte.

Wenn Sie ein Redaktionssystem für Ihre Website verwenden und die künftigen Bildinhalte nicht immer kontrollieren können (z.B. weil die Bilder und Texte aus Agenturen wie z. B. DPA geliefert werden nach Aktualität und automatisch) , dann wird es immer auch Zufallstreffer geben oder Kontext entsteht, der eine gewisse Freiheit haben wird. Bedenken Sie das bei der Planung.

Styleguide für die Emotionalisierung von Corporate Imagery: Legen Sie einen Styleguide für Bildinhalte fest. Am Beispiel der BMW-Website ist einfach nachzuvollziehen was das sein kann.
Die Bilder sind einheitlich in Hinblick auf folgende Merkmale:


  1. Sämtliche Bilder haben eine bestimmte Perspektive zu eigen, von links unten nach rechts oben.
  2. Hell-Dunkel Kontrast (mittlere Helligkeit bis sehr hell )
  3. Sättigung (grau blau überwiegt, es gibt sehr selten grelle Farben, welche die helle Atmosphäre stören)
  4. Teaser-Architektur mit bis zu 3 verschiedenen Bildgrößen

Durch die helle Bildwelt mit konstanten Bildinhalten im Umfeld von weissem Hintergrund wird eine Atmosphäre von Freundlichkeit, Konsequenz, Orientierung, Sauberkeit und Perfektion erzeugt.

Social WebDesign

Donnerstag, 14. Mai 2009
WebDesign und Social Features

WebDesign und Social Features

Die Einbindung/ Verlinkung zum eigenen Profil auf Community-Plattformen wie Xing, Facebook, Twitter und Co, verbreitet sich immer weiter. Kaum eine neue Website die ich im Netz entdecke, die nicht neue Features in diesem Bereich hat. Und natürlich die Verlinkung zum eigenen Blog – für SEO unerlässlich, genauso wie die Backlinks der Community-Plattformen.

Besonders gut gefällt mir die Vernetzung auf dieser Seite der Messe Köln, die Messe “dmexco”:

http://www.dmexco.de/de/messe/exposition

In Karteireitern hintereinander platzsparend platziert sind die wichtigsten Features zur Vernetzung und Kontaktvertiefung bereit angeordnet. Und besonders schön und übersichtlich – finde ich.

Xing, Twitter, der Newsletter, die Suche, Kontakt und Blog.

Schöner wäre nur noch, wenn die Kästen bereits bei Mouseover in den Vordergrund wechseln würden und nicht erst bei Klick.

Hat jemand noch eine bessere Lösung entdeckt? Wo? Würde mich sehr interessieren.