Archiv für die Kategorie ‘WebDesign’

Webstandards – das Magazin

Montag, 24. Januar 2011

Super gefällt mir der Artikel in der Ausgabe 08/10 mit dem Thema “Ein Toastbrot auf Facebook”, den Marcel Schler verfasst hat. Tolle Kreation, schöne Ideen.

Klasse Magazin, das mir Sven Wolfermann empfohlen hat.

Website: http://webstandards-magazin.de

Das Designmagazin – diesmal mit dem Thema “Ordnung”

Mittwoch, 08. September 2010

erschienen am 7. September 2010 und auch erhältlich bei Design made in Germany:

Das Magazin kann man super gut am Bildschirm lesen – die ästhetische Scrollfunktion des halbtransparenten Inhalts vor der wunderschönen Grafik gefällt mir außergewöhnlich gut.

Christian Hartmann‘s Konzept ist sehr innovativ. Die Coverillustration von Andre Gottschalk ist ein Genuss. Und das WebDesign von Martin Rack herausragend – Ihr müsst das Magazin unbedingt scrollen. Die Herausgeber, Nadine Roßa + Patrick Marc Sommer haben in 18 Artikeln interessante Interviews, Fonts, inspirierende und erstaunliche Bilder zusammengestellt, schöne Texte geschrieben – zum Beispiel zu Infografiken.

Seht Euch die klickbare, horizontale Gliederung an, sie ist zwischen den Artikeln platziert und bietet Mouseover die Headline zur Seitenzahl.

Nachfolgend könnt Ihr das Magazin im Blog hier ansehen oder hier klicken und das Magazin Fullscreen lesen.

Handmade WebDesign – der Shop von Flowerbox

Mittwoch, 11. August 2010

Flowerbox – echte Blumen an der Wand? warum eigentlich nicht…

Mal ein ganz anders, subtiles und liebevolles WebDesign für einen Onlineshop. Bei Flowerbox kann man sich online mit dem Konfigurator – der sehr hübsch gezeichnet ist – Pflanzen und Keramikgefäße nach eigenem Geschmack zusammen stellen.

Macht sehr viel Freude. Die Präsentation der Pflanzen, die Farbauswahl und die Pflanzgefäße sind sehr hübsch gemacht.

Statt digital erstellter Designelemente wurden handgezeichnete Grafiken animiert.

Das Konzept: echte Pflanzen die an der Wand hängen wie Bilder und in den Raum hinein wachsen.

Natürlich kann man die Produkte auch offline bei ausgewählten Handelspartnern erwerben – aber es macht viel mehr Spaß sich auf der Website umzusehen, Anregungen in der Bildergalerie mit coolen Beispielen zu holen und dann selbst kreativ loslegen und bestellen.

Das schöne Design gibts hier anzusehen: Flowerbox

Der Designer ist:   kreativbuffet | werkstatt für gestaltung, sebastian puia  Kontakt: info@kreativbuffet.de

Programmierung kommt von: INblau

Marketing-Beratung ist von: ThielDesign

Witzige Photos mit Anwendungsbeispielen

Mix aus realen Photos mit Handzeichnungen

Der Konfigurator

Bildergalerie

AGBs und Vertragsgestaltung für WebDesigner

Dienstag, 01. Juni 2010

..sind das Allerwichtigste überhaupt. Ein Heiligtum und die Rückversicherung.

Nach 15 Jahren WebDesign und 7 Jahren davon selbständig habe ich viel erlebt. Angefangen von Fusionen und Konkurs in der New Economy -  und den strategischen, innenpolitischen Kämpfen in einem konservativen Old Economy Unternehmen. Ich habe auch gesehen, wie sich Dienstleister aufgrund fehlender, detaillierter Leistungsbeschreibung ruiniert haben.

Ich freue mich natürlich nicht, wenn ich für Angebote und Leistungsbeschreibungen aufgrund mangelhafter Briefings Stunden benötige, aber es bewahrt mich davor Leistungen erbringen zu müssen, die nicht klar definiert und nicht ausgeschlossen wurden.

Die meisten meiner Kunden sind Freunde geworden und ich denke das ist nicht die Regel. Um mich und mein Unternehmen vor zahlungsunfähigen und unguten Kunden zu schützen, habe ich als Airbag meine AGBs und nutze sie nur wenn es ärgerlich wird.

Vorausschickend sage ich Euch noch, dass ich natürlich nicht Rechtsanwalt bin sondern Designer, und dass meine Tipps hier nur Anregungen sind – keine Rechtsberatung. Und jetzt geht es los:

Das bedeutet folgender Ablauf ist zwingend:

  • detaillierte Leistungsbeschreibung im Angebot, Hinweis auf das Gelten der AGBs, die AGBs mitsenden
  • Hinweis auf die Gültigkeit des Angebotes im Zeitraum von 8 Wochen
  • Unterschrift des Kunden per Fax oder im Original
  • Auftragsbestätigung von mir an den Kunden!!!!! Wichtig-erst jetzt gilt der Auftrag
  • Anzahlungssumme, 40 Prozent
  • Abnahme der Layouts durch den Kunden
  • Zwischenzahlung bevor die Programmierung ausgeliefert wird, 50 Prozent
  • Lieferung der Programmierung auf den Kundenserver, nicht vor Zahlungseingang
  • Restzahlung nach Fertigstellung, 10 Prozent

Jetzt werden automatisch die Rechte am Werk an den Kunden übertragen, einfache Rechte. Das bedeutet der Kunde erhält die Lizenz das Werk zu nutzen, nicht aber Kopien davon weiter zu verkaufen. Das ist wichtig, wenn man eine tolle Progammierung entwickelt und zum Beispiel einen Festpreis anbietet und am Auftrag wenig verdient. Oder wenn man ein tolles Logo für eine – später weltweit expandierende Franchisingkette entwickelt. Disney verkauft schließlich auch Lizenzen für die Nutzung seiner Characters.

AGBs müssen mit dem Angebot versendet werden, und ich erwähne im Angebot ausdrücklich, dass mit Vertragsabschluss meine AGBs anerkannt werden.

In AGBs müssen – ergänzend zum Angebot folgende Termini stehen:

Die Rechte am Werk werden mit der Schlusszahlung übertragen. ( Das heißt: vorher nicht und es ist ratsam zu zahlen. Rechte sind auch immer einfache Rechte, wenn ich nicht im Angebot etwas anderes schreibe. Wobei ich kein Freund des Rechtehandels bin. Sehr interessant, wenn Logos im Auftrag enthalten sind, ich hatte mal einen Kunden der nicht zahlen wollte und eigentlich Zwischenhändler war, weil er das Projekt an einen ziemlich zahlungskräftigen Kunden weiter verkauft hat. Der Kunde hat das Logo verwendet, an dem niemand Rechte besaß, weil es nicht bezahlt wurde. Das wird sehr teuer für den Zwischenhändler.)

Alle vom Vertrag abweichenden Nebenabreden bedürfen der schriftlichen Bestätigung (durch mich). Das ist wesentlich wenn man allein in den Räumen beim Kunden sitzt und er mit mehreren Personen etwas anderes als besprochen zu seinen Gunsten auslegt.

Die Inhalte (Texte, Bilder etc) müssen in folgender Form geliefert werden: kopierbare Inhalte in Word- oder Excel, Bilder als JPGs oder Gif. Das verpflichtet den Kunden inhaltliches Material zu liefern.

Der Kunde versichert, dass er die Rechte am gelieferten Material besitzt. Ist für uns ganz klar, nicht aber für Laien.

Außerdem empfehle ich dringend den Abschluss einer beruflichen Haftpflichtversicherung und einer Vermögenschadenversicherung – zum Beispiel für den Fall, dass ein Subunternehmer Viren auf den Kundenserver einbringt und der Kunde uns haftbar macht. Und natürlich Verträge mit Subunternehmern – damit sie liefern müssen und nicht einfach aus dem Projekt aussteigen, wenn Ihnen danach ist und der Kunde zu recht wütend ist. Ist mir auch mal passiert.

Der Designer hat das Recht im Auftrag und allen Vervielfältigungen als Urheber genannt zu werden. Klar, wir wollen im Impressum stehen und einen Backlink haben.

Ganz wichtig: Kommt der Auftraggeber mit einer Rate in Verzug, werden sofort alle weiteren Zahlungsabschnitte fällig. Damit wir nicht gemeinsam in eine mögliche Insolvenz des Kunden gehen.

Und alle wesentlichen Dinge immer schriftlich machen und wesentliche Vereinbarungen aus Telefonaten kurz rückbestätigen. Stefan, der Superanwalt sagt: Wer schreibt, der bleibt”. Heißt: der geht nicht unter.

Wen meine AGBs interessieren, kann sie hier online lesen – ich ich bin Euch dankbar für Eure Anregungen, Meinung und Verbesserungsvorschläge. So kann ich eventuelle Lücken verbessern und ich hoffe mein gesammeltes Wissen nützt Euch sehr, denn Designer sind meist keine Kaufleute. Eine Freundin sagt immer: wenn man einen Verlust macht um daraus zu lernen – betrachte das als teures Seminar.

Am Ende eines gemeinsamen Projektes wollen wir alle zusammen glücklich sein und noch viele, tolle Projekte zusammen machen und viele schöne Erlebnisse mit geschätzten Kunden und Freunden haben. Dafür müssen wir uns vor den nicht guten Kunden schützen, die es auch gibt.

Lest auch noch meinen Artikel zur Abnahme des Werkes und zur Vertragsgestaltung.

Urheberrecht von Bildmaterial in Websites: Können wir es überhaupt noch riskieren, unsere Portfolios öffentlich zu zeigen?

Sonntag, 14. März 2010

urheberrecht

Abmahnungen durch Betreiber von Bild-Datenbanken

Als Designer ordert man häufig Bildmaterial aus Bilddatenbanken für die Websites und die Werbemittel von Kunden. Mancher verkauft das Material mit Rechnung an den Kunden, andere Designer sehen das als Service und stellen “für die paar Bugs” nicht extra eine Rechnung. Bei manchen Hobbyfotografen-Bilddatenbanken benötigte man bisher nur einen Referenzlink im Impressum und es entstanden keine Kosten. Machmal kauft auch der Kunde das Material und stellt es dem Designer zur Verfügung.

Da hat sich viel geändert – zum Schreck für uns Designer.

Ich hoffe, jeder von uns hat sich die jeweiligen Nutzungsbedingungen zum Zeitpunkt des Abholens eines Bildes ausgedruckt und abgeheftet.
Denn es wurde viel geändert und wird nun teuer wegen Verletzung des Urheberrechts.

Ich stolperte – zum Glück derzeit noch kostenlos für mich – über den Thread eines Designerkollegens, der durch Abmahnanwälte zu astronomischen Zahlungen wegen Verletzung des Urheberrechts aufgefordert wurde und sich nun mit weiteren, hohen Kosten für seinen Anwalt dagegen wehren muss.

Und zwar hatte er der Bilddatenbank über Jahre hinweg hohe Summen eingebracht, wenn er Bildmaterial für seine Kunden einkaufte oder dem Kunden empfahl das Material selbst zu kaufen. Diese Bilddatenbank verklagt ihn nun, da er in seinem Referenzportfolio seine Kundenreferenzen darstellt und das Bildmaterial innerhalb des Kundenprojektes natürlich auch da zu sehen ist. Da aber eine Lizenz für den Kunden erworben wurde, benötigt er eine zweite Lizenz um das Kundenprojekt referenzieren zu dürfen. Diese Abmahnungen laufen derzeit in flächendeckendem Stil ab und bewegen sich in Größenordungen zwischen 5000,00 und 50.000,00 Euro.

Klar, dass die Bilddatenbank nun einen wichtigen Multiplikator verloren hat (übrigens ist sie ein Riese der Branche). Der Designer sagte mir, er werde künftig nur noch direkt an befreundete Fotografen beauftragen oder von diesen Material beziehen. Ich denke solche Bilddatenbanken sind keine guten Geschäftspartner für uns Designer, da sie ihre Nutzungsbedingungen ändern und mit ihren Rechtsabteilungen in einem Rechtstreit überlegen sind.

Es ist wichtig gute Geschäftspartner unter den Bilddatenbanken zu finden. Ich habe mit istockphoto sehr gute Erfahrungen gemacht – habe per Mail die Festlegung der Nutzungsbedingungen erhalten, die sehr Designer-freundlich sind.

Bei Photocase habe ich das Ändern der Nutzungsbedingungen bereits mehrfach bemerkt, (ursprünglich war nur photocase mit Link im Impressum zu referenzieren) ich denke sie müssen eben den Forderungen mancher Fotografen nachgeben und so waren die Nutzungsbedingungen – als ich das letzte Mal dort nachgesehen habe – für die Bilder unterschiedlich geregelt.
Ich habe es dann einmal so gemacht: den Urheber des Fotos via Photocase-Profil angemailt und mir vor Verwendung seine Zustimmung schriftlich eingeholt. Lief alles super freundlich ab und ich habe ein gutes Gefühl dabei. Aber oft muss es schnell gehen, daher beziehen wir ja aus Bilddatenbanken.

Ich überlege das auch: einen Stamm an Fotografen aufzubauen, die ein Portfolio online anbieten und wo ich schnell ordern kann – und zwar entsteht dadurch andererseits ein enormer Aufwand in der Dokumentation eines Vertrages zum Einkauf von Bildmaterial (grundsätzlich und im Voraus zu vereinbaren), der in günstigen (billigen) Projekten nicht abgedeckt werden kann. Für die billigen Projekte habe ich noch keine gute Lösung für Bildmaterial gefunden, ich habe von photos.com Bildmaterial erworben, als Archiv, aber muss mir noch anderes einfallen lassen.

Sehr klasse

Über Eure Anregungen und Hilfe würde ich mich sehr freuen und die Hinweise hier veröffentlichen.

Ein weiteres Problem: Die Verwendung von (nicht lizenziertem) Bildmaterial des Kunden im Projekt. Dazu gibt es unterschiedliche Urteile, mal wird der Webdesigner belangt, mal der Kunde. Wir müssten hier unsere Angebote um diesem Passus zur Haftung verlängern. Die Kunden kennen sich mit dem Urheberrecht von Bildmaterial nicht immer aus, wir sind auch keine Juristen.

Und noch ein Problem: Ein Screenshot der Website des Kunden im meinem Portfolio, worin Bildmaterial zu sehen ist, welches er als Lizenz eingekauft hat und zur Verfügung gestellt hat – und wovon ich gar nicht weiss, dass es mit Lizenzierung verbunden war.

Können wir es  überhaupt noch riskieren, unsere Portfolios öffentlich zu zeigen?

Hat jemand einen besseren Vorschlag?

Studien und Artikel zu Nutzerverhalten im Web und: SEO-Ausblick

Donnerstag, 04. März 2010

iStock_000009536221XSmallIch habe natürlich meine persönliche Meinung, welche Elemente von Websites ich vertriebsstark finde und welche Soft Skills der Seiten zu  Erfolg oder Misserfolg beitragen. WebDesign hat klare, wahrnehmungspsychologische Aufträge. Mein neuester Vortrag behandelt die “”Geheimen Soft Skills von Websites”.

Mit Soft Skills meine ich Faktoren wie die Ansprache der Besucher durch Atmosphäre (Um die Besucher in ihren unterschiedlichen Vorlieben auf der Bauchebene und intuitiv, sympathisch anzusprechen – die unbewussten Faktoren, die Wahrnehmungspsychologie), Querverlinkung innerhalb der Seiten, um den Besuchern eine Folge zusammenhängender und interessanter Informationen (statt nur eines Produktes) logisch aufbereitet anzubieten. Ich zähle zu den Soft Skills auch die Usability-Faktoren, das mehrfache Anbieten geeignerter Inhalte in verschiedener, visueller Form um bewusster darauf hinzuweisen, und nicht nur kognitiv. Und die richtige Aufforderung zum Dialog, die Möglichkeiten eine Berührung herzustellen zwischen dem Informations-Absender und dem Besucher der Website.

Diese Soft Skills – die dazu führen, dass die Besucher einer Website tiefer in das Angebot einsteigen und sich umsehen, sind auch verantwortlich für bessere Ergebnisse bei den Suchmaschinen. Dazu schreibe ich später noch mehr, in diesem Artikel, bezug nehmend auf neueste Erkenntnisse zu SEO, die ich in der Internet World Business vom 15.02.2010 gelesen habe.

Neben allen Impressionen im Alltag mit meinen WebDesign Kunden, allen Gesprächen während Website-Analysen und bei Durchsicht aller Websites und Ihrer Möglichkeiten/ Fehler wenn ich analysiere um Angebote für Relaunches zu erstellen -  finde ich es unverzichtbar, Studien mit aktuellen Statistiken zu Nutzerverhalten im Web zu lesen.

Ich schlage hier mal meine Statistik-Favoriten vor und bitte Euch um Erweiterung der Liste mit Euren präferierten Studien-Tipps:

ARD/ ZDF

Die jährlich erscheinende ARD-ZDF-Onlinestudie, zuletzt vom Dezember 2009. Wichtig finde ich bei der letzten Studie die Erkenntnis, dass etwa 67 Prozent der Deutschen im Netz aktiv unterwegs sind, davon die jungen Menschen fast zu 100 Prozent (96,1 Prozent) und dass die, am stärksten wachsende, Gruppe der über 50-jährigen bei 40,7 Prozent liegt.

Wobei – hier meine persönliche Interpretation – die über 50-Jährigen (siehe Nena, Madonna und Co) durchaus immer noch jung und nicht vergreist sind. Die meisten Webworker und Ex-New Economy Mitarbeiter sind heute um die 50 und plus. Also Power-User.

Dazu im Vergleich die interne Statistik der Münchner Volkshochschule, die schon vor einem Jahr bezifferte, dass die Web-Einsteiger-Kurse und die Mausschubser-Kurse für ältere Menschen  eingestellt werden sollen, da die Buchungszahlen dafür zurück gegangen sind – weil diese Zielgruppe bereits im Netz unterwegs ist und sich nicht mehr im Einsteiger-Stadium befindet.

In ländlichen Regionen kann das anders aussehen.

Für mich heißt das, dass auf Websites den Informationen mehr Unterhaltungswert beigefügt werden soll, denn die jüngeren Nutzergruppen sind mit Infotainment aufgewachsen und sehr visuell noch dazu durch TV, Spiele und die multimedialen Bildungsangebote. Die älteren Nutzergruppen sind auch nicht mehr die verunsicherten Einsteiger und haben dadurch einen anderen Anspruch an Abwechslung.

Einen besonders genialen Artikel zu Werten und Vorlieben der Menschen ab 50 Jahren, die sich wie 37-Jährige fühlen, geschrieben von Peter Scheurer für die BAW-Website im Bereich Aktuelles lesen Sie hier.
Der Artikel heißt: “Männliche und weibliche Silberrücken.
Die neue gesellschaftliche Macht ist über 50 Jahre alt, liebt den Konsum, den Sex und das Alter.”

Man kann auch die  ARD/ ZDF-Studien der vergangenen Jahre online lesen, kostenlos. Und jede Menge Nutzertypologien etc. werden ebenfalls hier angeboten.

AGOF Arbeitsgemeinschft Online Forschung

Die Agof gibt quartalsweise die Studie “Internet Facts” zu Reichweiten und Strukturdaten heraus, eine Grundlage für die Marktpartner des Online-Werbemarktes. Ebenfalls kostenlos.

BVDW Bundesverband Digitale Wirtschaft

Es gibt jede Menge Studien für Mitglieder, die nicht öffentlich zugänglich sind, aber auch einige Ergebnisse, die in Pressemitteilungen öffentlich gemacht werden hier.

Sehr empfehlenswert die Zeitung “Internet World Business”, alle 14 Tage neu. Online hier.

Zu SEO-Neuerungen in 2010 habe ich in der Internet World Business, im Artikel “SEO am Scheideweg” vom 15.02.2010 sehr interessante Meinungen und Trends gelesen:

Latent Semantische Optimierung (LSO): man würde nicht mehr nur auf die Keywords optimieren, sondern auch auf verwandte Begriffe wie Blume/ Rose/ Dornen.

Geschwindigkeit und Ladezeit der Website werden ein Qualitätskriterium. Entnommen wurde dieser Trend einem Vortrag des Google-SEO-Gurus Matt Cutts auf der Webmaster-Konferenz Pubcon 2009 in Las Vegas. Hier noch der Link zur Site von Matt Cutts.

Dazu der Rat, die Optimierungstools von Google (Pagespeed) und Yahoo (Yslow) einzusetzen, die über Firebug als Firefox-Plugin funktionieren.

User-Centered SEO: Usablity als SEO-Faktor im Hinblick auf die Klickraten untergeordneter Seiten im gesamten Auftritt. Das deckt sich ideal mit meinem Vorschlag zu den Usability-orientierten Soft Skills der Websites. “Content is King” – und zwar wenn er gelesen/ geklickt wird. Google hat da viele Auswertungsmöglichkeiten um das Benutzerverhalten auf der Website zu tracken: über Analytics, die Toolbar, Doubleclick zum Beispiel.

Immer noch die aktualisierten, wechselnden Inhalte der Website – was Schulung der Mitarbeiter als SEO-affine Redakteure bedingt.

Flash – immer noch versteht Google kein Flash, schade. Da muss man sich Alternativen für Google einfallen lassen, was ja möglich ist. Denn andererseits emotionalisiert Flash Inhalte wunderschön und macht Infotainment möglich. Was für die Nutzer gut ist.

Google Maps wird wichtiger für Brancheneinträge, hier bestehen noch sehr viele Chancen.

3. Impulstag für Gründer und Selbständige, in der Bayerischen Akademie für Werbung in München

Donnerstag, 04. März 2010

Textzitat aus dem Newsletter von Gründungszuschuss:

Werbung, Warmaquise, Wasserbetten: Inspirationen auf dem 3. Impulstag

„Kunden gewinnen mit Internet und E-Mail“ – so lautete das Thema des diesjährigen Impulstages für Gründer und Selbständige, den Gründungszuschuss.de gemeinsam mit der Bayerischen Akademie für Werbung und Marketing (BAW) in München veranstaltet hat. Rund 200 Teilnehmer besuchten die hochwertigen wie humorvollen, nachvollziehbaren wie nutzwertigen Vorträge am 23. Februar in den Räumen der BAW – und knüpften wertvolle Businesskontakte.

Referent Robert K. Bidmon, Psychologe und Trainer für Dialog- und Direktmarketing, erklärte am Beispiel eines Wasserbettenverkäufers die Gesetze der Kundenbeeinflussung. Egal ob die schaukelnden Möbel online oder im Direktverkauf an den Mann gebracht werden sollen – Bidmon erläuterte ihre Vorteile so sympathisch wie eindringlich, dass nach seinem Vortrag garantiert einige der Teilnehmer ins nächste Bettengeschäft gestürmt sind…

BAW-Dozent Thomas Jäger hingegen zeigte auf, wie Kunden via Google auf die eigene Webseite gelotst werden und man den Spagat zwischen Suchmaschinenoptimierung der Website und Lesbarkeit schafft. XING-Experte Joachim Rumohr gab Insider-Tipps zur Nutzung der Networking-Plattform. Reachtsanwalt Christian Schmoll vom E-Mail-Dienstleister eCircle erklärte sehr anschaulich, was im Internet und bei Mailingaktionen unzulässig und was (noch) erlaubt ist.

Agenturchef Andreas Keck veranschaulichte in einer Tour de Force die Vor- und Nachteile von Mailings, Blogs, Shops und klassischen Webseiten. Ulrike Thiel, Geschäftsführerin der Agentur ThielDesign, zeigte den Teilnehmern schließlich anhand von Firmenwebseiten kleiner, mittlerer und großer Unternehmen beispielhaft, welche Elemente nach ihrer Erfahrung am besten als Marketinginstrument funktionieren.

Informationen zur Veranstaltung im Ankündigungs-Flyer können Sie hier lesen.

Website Analyse von etwa 50 Websites

Mittwoch, 24. Februar 2010

umfrage_webdesign

Im Dezember 2008 und nochmals 2009 habe ich  im Gewinnspiel-Adventkalender der German Speaker Association eine Website-Analyse und Beratung zur Website verlost.

gsa

Die Resonanz war jedesmal sehr groß. Und beim zweiten Mal hatte ich die Idee nicht nur den Hauptgewinn zu verschenken, sondern allen anderen Interessenten als Trostpreis eine halbe Stunde Website-Analyse und Beratung zu schenken.

Für mich selbst war der Gewinn dabei sehr groß, denn es bedeutet ein schönes Empfehlungs-Marketing aller zufriedenen Website-Inhaber, die mit mir am Telefon über Ihre Website und die möglichen Fehler und Verbesserungen sprachen.

Und ich gewann einen absolut gigantischen Einblick in die Praxis – die Merkmale von Erfolg oder Erfolglosigkeit  von etwa 50 Websites im alltäglichen Einsatz.

Ich war interessiert daran, heraus zu finden, wie erfolgreich die Soft Skills dieser Websites von Einzelunternehmern sind. Denn bei Dienstleistungen von Unternehmen dieser Größenordnung kommt es doch sehr auf die Persönlichkeit des Inhaber an, die hier sichtbar gemacht werden kann.

Die meisten Websites gehörten Einzelunternehmern, Dienstleistungen im Bereich der Unternehmensberatung oder Training oder Coaching, auch PR.

Auch eine Steuerberater- und Rechtsanwaltskanzlei war dabei, die neuerdings eine Marketing-Managerin eingestellt hatte und sich nun mehr mit dem Vertriebsinstrument Website auseinander setzt. Hier war das Potenzial sehr groß, die Website um emotionale Faktoren wie Bilder oder Dialog-Aufforderungen zu bereichern, denn die Seite war sehr fachlich und emotional karg. Ein weiterer Nutzen, der mir auffiel bestand darin, den Schatz der Vorträge, die das Unternehmen hält, auf der Website anzukündigen und zu besprechen. Um einen Mehrwert anzubieten und Vertrauen in diese, weiteren Leistungen des Unternehmens zu schaffen.

Erstaunlicherweise hat eine unterirdisch laienhafte Website sehr gut Kunden aquiriert nach Aussage der Inhaberin, was möglich ist, denn die Seite ist extrem persönlich und trifft sicher den Nerv einer bestimmten Zielgruppe – fernab von Perfektion – mit einem Gefühl der Vertrautheit und sehr persönlichen Unvollkommenheit.

Dafür hat eine absolut stimmige, perfekte Website bei genauem Hinsehen Ihre Ziele nicht erreicht. Ich bin mir sicher, es liegt daran, dass sie zu modern, gefühlsbetont  und partnerschaftlich kommunziert in einer Branche, die auf Hochstatus und traditionelles, hierarchisches Denken setzt.

Manche Seiten waren in der Programmierung nicht mehr aktuell und eine Website-Inhaberin hatte an ein SEO-Dienstleistungsunternehmen (ein bekanntes, schwarzes Schaf der Branche) Geld verschwendet.

Alle hatten sehr persönlich in ihre Websites viel Mühe und Zeit investiert, ziemlich alle waren mit Ihren langjährigen Webdesignern sehr zufrieden und fühlten sich verbunden.

Es gab mal Kritik an der Website von Kollegen, die ein zu großes Bild von sich selbst auf der Startseite hatten – ein anderes Mal wurde gerade das für gut befunden. Die Möglichkeit, dass die Interessenten sich Informationen über die Website bestellen konnten, führte laut Aussage zu durchschnittlich 2 Neukunden pro Monat. Newsletter wurden durchweg als bevorzugtes Instrument zur Kundenbindung – mit positivem Feedback – mit großer Liebe zu den Inhalten gestaltet.

Eine Inhaberin erzählte mir, nachdem sie neue Fotos von sich hatte anfertigen lassen und die Bilder in der Website ausgetauscht hatte, wäre sehr positives Feedback von langjährigen Kunden gekommen und dazu noch viele Neukunden. Also ein klares Votum für sehr gute Fotos.

Ich habe mal eine Grafik angefertigt – zu sehen oberhalb dieses Artikels und größer hier – mit der Orientierung von Zielgruppen bei der Suche nach Nutzen auf Websites.

Sehr wichtig ist das emotionale Klima auf der Startseite – hier wird binnen 3 Sekunden auf der Bauchebene entschieden, ob Besucher sich weiter in der Website umsehen werden. Zusätzlich müssen die Websites gut aussehen im ausgedruckten Zustand – um als Tischvorlage zu überzeugen, wenn Unternehmen sich nach einem neuen Dienstleister umsehen.

WebDesign auch für mobile Endgeräte planen

Donnerstag, 17. Dezember 2009

mobietvZum Vortrag von Arno Filbig, MobieTV, in der BAW am 10.12.09 “mobiles Marketing – über das Handy erreichen Sie Ihre Zielgruppe auf eine sehr persönliche Weise”. Mit den Kunden effektiv und individuell kommunizieren. Wobei kommunizieren bedeutet, dass die Konsumer-Daten noch besser getargeted werden können als in Online-Bereich.

Genialer Vortrag – Arno hat sehr insidermäßig aus seiner Branche erzählt – ganz andere Zielgruppen werden durch mobile Marketing angesprochen als unsere Web-User. Vorrangig Nutzer in südlichen Ländern und sehr mobiles Publikum wie zum Beispiel Vertriebler oder Handwerker sind Zielgruppen für Werbebotschaften per Handy. Ich hatte auch bereits bei einem Vortrag von Stefan Schicker – BDOA – gehört, dass Zahlsysteme per Voice und Mobile für Afrika entwickelt wurden. VoiceCash. Für Analphabeten zum Beispiel.

Couponing ist in USA ein sehr geeignetes Werbemittel – hier noch Entwicklungsland. Also Gutscheine auf das Handy statt Papierschnipsel wie bei Payback.

Die meisten Nutzer haben ihr Handy immer dabei – den PC sehen sie weniger oft. Der deutsche Markt kann zu 80 Prozent per Handy erreicht werden.

70% der Deutschen sind online, 80% sind mobile.

Mit den Handys wird auch mobil gesurft, wobei die Datenmenge für den Versand von SMS reduziert wird indem man online in seine Social Community (z.B. Xing) geht und innerhalb der Community Nachrichten versendet.

Richtig klar wurde mir, dass ich künftig Websites unbedingt für Smartphones optimiert planen muss. Klar gibt es viele Browser die immer uneinheitlich darstellen werden, aber ich denke Websites werden zunehmend (und besonders da die Anbieter der Datenpakete massiv werben) auf mobilen Endgeräten angesehen und benutzt werden.

Die Nutzerzeiten der mobilen Endgeräte sind hoch – auch helfen sie Zeit zu sparen, da man sein Handy benutzt in der “Time to burn”, also wenn man Zeit hat – zum Beispiel wenn man wartet, unterwegs ist in den öffentlichen Verkehrsmitteln, in Pausen. Da holt man den User ab in einer zugänglichen Stimmung – er ist dankbar für Abwechslung. Anders am PC – da arbeitet man und ist meist im Zeitdruck.

Jede Menge Gründe bei der Gestaltung von erfolgreichen Websites Schwerpunkte zu setzen.

Coole Websites von Einzelunternehmern

Freitag, 04. Dezember 2009

Es gibt doch manchmal Neues im Bereich Websites für Einzelunternehmer, meistens ist das ansonsten eine lieblose Standard-Lösung der üblichen 5 Navigationspunkte – und natürlich eine Frage der Wertschätzung und des Budgets. Individuelles Design ist ein Genuss für mich als visuell veranlagten Menschen und ein Wertfaktor.

Folgende “Internet-Schaufenster” von Einzelunternehmern gefallen mir sehr, weil sie die Persönlichkeit der Unternehmer gut abbilden. Ist natürlich eine rein subjektive Best-of-Liste und ich nehme gerne Eure weiteren Vorschläge in die Liste auf und werde selbst die Lise ausbauen wenn mir eine gute Seite auffällt.

COPYGOLD

copygold

http://copygold.de/

Macht mir Spaß die Seite zu erkunden, weil ich Überraschungen erlebe und nicht alles schon tausendmal so gesehen habe. Schöne und vielfältige Fotos der Werbetexterin Katja Bartholomess mit dem authentischen Ausdruck zum Thema. Die Person ist das Produkt zusammen mit Ihrer Dienstleistung und das zeigen die Bilder. Die Texte sind natürlich klasse!

CHRIS ALT

chris alt

chris alt

www.chrisalt.com

Sehr schönes Flash-Portfolio der Designerin Chris Alt, hier kann ich die Zeit vergessen beim Surfen. Chris macht wunderschönes Design und ich mag die Navigation durch Ihre Seite sehr. Hier steht mehr das Portfolio im Vordergrund als die Unternehmerin – aber man spürt durch die Ästhetik aller Projekte die Persönlichkeit der Unternehmerin. Sehr subtiles Design, sehr aufwändig. Kein SEO.

KOMMUNIKATIONSERLEBNISSE

kammerer

Sehr schöne Bilder mit konsequent durchgehendem Motiv bei Elke Kammerer, Kommunikationserlebnisse