Archiv für die Kategorie ‘Selbstmanagement für Designer’

Dropbox – Datenaustausch für alle

Montag, 30. April 2012

Zum Datenaustausch mit Kunden finde ich Dropbox sehr angenehm.

Per Browserupload kann jeder eingeladene Nutzer in eine gemeinsame Box seine Dateien hochladen. Bis zu 25 GB ist eine Dropbox kostenlos – und das reicht für die meisten Projekte. Die Daten sind dann von allen Endgeräten mit Speicherplatz und Internet zugänglich und werden auch gleichzeitig auf allen Geräten gespeichert – zusätzlich zur Speicherung auf dem Server der Dropbox.

Also auch zur Datensicherung geeignet. Und die Daten werden auf allen Plätzen synchronisiert, also auf den letzten Zusatnd aktualisiert sobald das Gerät online ist.

Mein Empfehlung: einfach mal probieren. hier gehts zur Dropbox

Rechnung per Mail – statt zusätzlich auch per Papierpost – ist zulässig

Mittwoch, 02. November 2011

Weniger Aufwand beim Rechnungsversand  :-)

Seit diesem Sommer kann jeder Rechnungen versenden – ohne elektronische Signatur – einfach per PDF an eine Mail anhängen.

Das spart Porto und viel Aufwand.

Hier der Link zum Nachlesen:

Collmex:Rechnung per E-Mail jetzt zulässig, seit 1.07.2011

Die eigene Website relaunchen

Mittwoch, 27. Juli 2011

Alle 2 Jahre spätestens empfinde ich meine Firmenwebsite als veraltet – der Zeitgeschmack ändert sich rasch, es gibt neue technische Möglichkeiten, die ich reizvoll finde und ausprobieren will.

Die zentrale Frage dabei an uns Designer und Werbeagenturen ist: Wie nah am Content und an uns selbst richten wir den Auftritt aus? Wie persönlich darf oder muss es denn sein?
Natürlich soll auch die Konzeption überarbeitet werden, denn neue Geschäftsfelder entstehen, manche meiner Leistungsfelder sind auch nicht mehr so nachgefragt oder nicht lukrativ und ich überlege diese Rubriken auszusortieren – gleichzeitig entsteht immer auch Bedarf an weiteren Leistungen.

Die Auswertung von Besucherstatistiken zeigt auch, welche Seiten im Gesamtauftritt wie häufig besucht werden – eventuell muss ich von mir selbst favorisierte Angebote besser verlinken, damit sie besser erreicht werden können.

Dieses Jahr habe ich meinen Leistungen rund um Facebook eine wichtige Position eingerichtet. Ich beschloß auch nicht mehr so streng zu trennen in Angebot und Referenz sondern auf einer Seite zuerst ein paar Sätze zum Angebot zu schreiben und darunter – scrollen – ein paar Referenzen. Viele Referenzen entsorge ich,  es wird einfach zuviel mit der Zeit. Hier muss ich meine Site noch weiter umbauen.

Bisher war ich der Meinung – wie viele andere auch – dass Scrollen ein NOGO ist und altmodisch. Dafür haben wir dann Klick-Navigationen zu jedem Projekt eingerichtet. Inzwischen ist wieder der Trend zum Scrollen – als zeitsparende Variante – nachvollziehbar und einfach gut zu bedienen. Das verbreitete Klicken stört mich inzwischen erheblich, es strapaziert einfach die Sehnen.

Bildschirmfüllende Hintergrundbilder sind momentan super stylish und angesagt. Sie verzögern nicht mehr die Ladezeit – wie das früher der Fall war. Tolle Gestaltung ist so möglich – sehr sexy. Auch Video geht an dieser Stelle. Im Vordergrund darüber liegend angeordnet halbtransparente Flächen und Texte. Wollte ich unbedingt haben und ist auch noch nicht vollständig verworfen, ABER:

Als USP sollen meine Projekte dargestellt werden (da Interessenten nach bereits realisierten Projekten und Kompetenzen suchen für ihr eigenes Anliegen) und das sind auch visuelle Inhalte und es wird schwierig Bilder vor Hintergrundbildern IMMER optimal aussehen zu lassen. Minimalimus geht anders. Trotz Vorbehalten habe ich Test-Layouts gemacht und das Ergebnis ist:  vor schwarz-weissen Hintergrundbildern wird mein Portfolio hervorragend präsentiert.

Danach stellte sich die Frage nach den Bildinhalten und einem Thema für den Auftritt. Werbeagenturen haben sehr oft ein Leitthema für die Website, manchmal aus der Seefahrt oder so ein fröhliches Halali  :-)

So wie Unternehmensberatungen meist mit Zitrusfrüchten bebildert sind. Das ist zu Mainstream.

Wir haben mit einem Modefotografen nach Ideen gesucht für die Bilder und ein Shooting angedacht. Aber nach der Bitte um Feedback an Kunden und Partner und nach Diskussion mit meinen Geschäftspartnern schließe ich mich der Meinung an, dass Kunden von einem mittelständischen Dienstleister Bilder der Personen sehen wollen, die ihre Auftragnehmer sind – und nicht Bilder von schicken Models oder Architektur.

Ja, es stellt sich die Frage: wie nah am Content und an uns selbst richten wir den Auftritt aus? Wie persönlich darf oder muss es denn sein?

Im vergangenen Jahr, und nach guter Auffindbarkeit bei Google, hatte ich vermehrt Anfragen erhalten von etwas größeren Unternehmen. Und ich denke an eine Neuausrichtung auf eventuell größere Kunden nach, weil ich mehr Design und Konzept für Portale und große Websites verkaufen möchte – wobei die Dauer der technischen Angebotserstellung unglaublich Zeit kostet und ein harter Preiskampf in diesem Marktsegment herrscht. Noch gehöre ich bei Ausschreibungen hier zu den häufigenVerlierern, weil ich mich nicht gut genug auskenne in diesem Segment, aber es wird bereits besser.

Daher darf ich auch meine kleinen, lieb gewonnenen (und meist mit persönlichen Kontakten und Ratsch und privatem Bezug) Kunden nicht verlieren, sie sorgen fürs tägliche Brot. (Nie aufschreiben wieviel Zeit in Kommunikation fließt – anders als bei großen Agenturen) Und mein Auftritt darf sie nicht verschrecken. Also keine Models derzeit.

Und unbedingt ein Layout/ Konzept welches die Suchmaschinen perfekt bedient und optimiert ist – und weiter optimiert werden muss, die beste Ladegeschwindigkeit muss unbedingt sein. Daher kein CMS derzeit, die Plugins kosten Ladezeit und ich kanns ja meine Inhalte auch ohne CMS pflegen.

Wesentliches Thema: Was soll auf der Startseite für wen publiziert werde – und natürlich für die Suchmaschinen. Da behalte ich noch den Slider mit 5 emotionalen Bildern und Claims zu meinen 5 favorisierten Geschäftsfeldern bei. In ein paar Sekunden klar darstellen was wir anbieten – den Nutzen für meine Kunden. Und darunter Text für Google mit Keywords. Wenn Ihr in ein paar Wochen wieder vorbei schaut – garantiert – wird es dann schon wieder anders aussehen auf der http://www.ThielDesign.de

Das Thema bringt mich alle 2 Jahre für Wochen in die völlige Krise. Und von befreundeten Designern weiss ich: es geht ihnen ähnlich.

Wie macht Ihr das so mit Euren Showroom im Netz?

Nehmt Ihr an Ausschreibungen oder an einem Pitch teil?

Sonntag, 15. Mai 2011

Seit ich bei Google gut gerankt bin – bzw. meine Website gut gerankt ist ;-)   – bekomme ich soo viele Einladungen zu Ausschreibungen. “Bitte geben Sie ihr Angebot ab bis…”

Immer kennt man sich nicht, ich nehme telefonisch Kontakt auf um einen persönlichen Eindruck zu bekommen und auch zu machen. Denn einfach nur einen Preis anbieten, das halte ich für keine gute Idee.

  1. Erstens ist meine Leistung dann nicht wertig und es gibt immer billigere Marktteilnehmer
  2. Zweitens möchte ich keine Vertragsbindung an jemanden mit dem Ärger zu erwarten ist.

Befreundete Designer meinten, das habe auch so keinen Sinn. Sie würden zum Kunden fahren, wenn es sich um ein vernünftiges Budget handelt (wenigstens einigermaßen vernünftig), und dann ein Kennenlern-Gespräch mit Besprechung der Aufgabenstellung führen. Also die Strecke München/ Regensburg wäre doch ok.

Scheint mir nun auch plausibel. Und dann möglichst den Entscheider kennen lernen, statt sich in der Kommunikation  nur mit der Marketing-Assistentin begnügen.

Wenn es um 10.000 Euro roundabout geht ist das verständlich. Ja, aus diesem Rat hab ich gelernt. Dankeschön – und das werde ich so machen. Nur ein Angebot abgeben, das mich mindestens 2 Stunden Zeit kostet trotzdem, war bisher immer erfolglos.

Pitches mache ich grundsätzlich nicht, nicht mal geringfügig bezahlte Pitches. Da bin ich aber EXTREM auf Eure Einschätzung gespannt. Diese Woche waren 2 Pitches im Angebot. Eine Firma hat 8 Designer/ Agenturen eingeladen. Ich habe mit dem Inhaber telefoniert und mich dann gegen eine Teilnahme entschlossen, da die Wertschätzung fehlte und dieser Kaufmann ein schlechter Geschäftspartner wäre grundsätzlich.

Dann eine Ausschreibung, zu der 11 Firmen eingeladen wurden per Papierpost. Der persönliche Telefonkontakt war wertschätzend und der Kunde interessant, das Budget ok. Diesen Interessenten habe ich ins Büro zu uns eingeladen und wir haben ihm das Backend des CMS gezeigt – er wollte nämlich die verschiedenen CMS vergleichen können, welche ihm angeboten wurden zu unterschiedlichen Konditionen.

Der Kontakt wurde dadurch ganz hervorragend, aber nun will dieser Interessent sich bei allen 11 Firmen die Backends ansehen und vor August wird es also keine Entscheidung geben. Ach ja….

Welch volkswirtschaftlicher Schaden, den diese Menschen/ Firmen verursachen durch die Zeit, die sie uns kosten mit ihren maßlosen Ausschreibungen. Warum nicht 3 oder 5 Firmen einladen – warum 8 oder 11?

Der andere Interessent, den ich absagte, wollte daraufhin unbedingt, dass ich an seinem Pitch telnehme. Er würde auch bezahlen dafür und ich solle doch nicht so schnell aufgeben *haha*. Er mailte mir dann gleich auch die Entwürfe der anderen Designer im Pitch während des Telefonats und bat mich einen besseren Entwurf zu machen – er sei auch bereit dafür bis zu 1000 Euro zu bezahlen. Da er bisher in Rumänien eingekauft hat (ausfragen ist immer die beste Lösung), kann ich mir denken was dann mit meinem Entwurf passiert. Was mich total abturnte war die menschenverachtende Geringschätzigkeit gegenüber allen Designern “die haben das anscheinend momentan noch weniger nötig zu arbeiten als früher”.

Mein Fazit: Wer Marketing-Mäuschen oder Praktikanten vorschickt und keine adäquaten Entscheider als Ansprechpartner bietet, dem werde ich kein Angebot mehr schreiben. Das werde ich wertschätzend mitteilen und eventuell gibt es dann doch einen besseren Kontakt – oder ich spare mir Zeit.

Eine sehr gute Erfahrung allerdings habe ich, als ich via Empfehlung eingeladen wurde mein Angebot abzugeben bei einer seriösen, großen Firma. Sie luden mich aber vorab ein, ich präsentierte meine Referenzen und die Fachabteilung lud mich gezielt ein in die Ausschreibung.

Der Rest war kluge Verhandlung mit dem Einkauf – wobei mich ein Freund beriet, ich hätte die Verhandlung nicht durchgehalten, da ich die Zwänge – denen der Einkäufer unterliegt – nicht gekannt hätte. So konnte ich seine Position verstehen und wir konnten uns entgegen kommen und einen Abschluss erzielen.

Habt Ihr andere Erfahrungen mit Ausschreibungen und Pitches gemacht?

Freelancer suchen | sich als Freelance bewerben

Donnerstag, 12. Mai 2011

Gestern hatten wir beim Stammtisch eine spannende und polarisierende Diskussion zum Thema “sich Bewerben” und “Mitarbeiter suchen”.

Also mit Sicht aus beiden Positionen auf den Ablauf des Kennenlernens. Zum Designerstammtisch kommen sowohl Selbständige, als auch angestellte Designer. Jemand erzählte, von der Anzeige “Texter gesucht” und dass binnen 1-2 Stunden sich sofort etwa 30 Texter meldeten und dann später noch Weitere.

Die gleiche Erfahrung hatte ich auch schon gemacht. Damals hatte ich etwa 65 Bewerbungen und Portfolios von Textern angesehen, dafür mehr als ein Wochenende benötigt – um dann auch noch tagelang um weitere Infos zu bitten (wo die Infos unvollständig waren) und dann allen Bewerbern, die  nicht in Frage kamen, qualifiziert abzusagen. Nicht gut so, denn bis heute – über ein Jahr später – erhalte ich Memos und Mails von abgesagten Textern, die strikt nachfassen und sich in Erinnerung halten wollen. Bei Designern, stellten wir fest, gehen etwa 50 Bewerbungen je Stelle ein. Also harte Konkurrenz.

Was haben die Bewerber falsch gemacht aus meiner Sicht:

  1. zu selbstbewusste Mails, die mich in eine Bittsteller-Position bringen wollten, durch den Hinweis ich solle mich melden wenn ich Ihr Portfolio gezeigt bekommen will. Hallo: warum schalte ich eine Annonce? Klar will ich was sehen.
  2. Mails mit einer gmx-Adresse und der Bitte der Kontaktaufnahme, ebenfalls ohne Portfolio und ohne Referenz-Website.
  3. Mails mit Logindaten für einen geschützten Portfolio-Bereich (strange) und ein paar davon funktionierten nicht.
  4. Viel zu lange Mails mit unwesentlichem Inhalt und Hinweisen, dass man sich ja grad in das Thema einarbeitet und eine Chance möchte, dass man Käsekuchen mag und dann noch etwas jammern.
  5. Mails mit angehängtem PDF-Portfolio. Der Acrobat öffnet, man wartet, man sucht. Frage: wie soll ich hier eine Ablage machen, nach getaggten Mails oder nach gespeicherten PDFs?
  6. Mails mit Link zu Website-Portfolios, und dort ist nicht strukturiert und ich muss zwischen allen Projekten dann nach den Webprojekten suchen. Oder schlimmer  noch: die Projekte werden in einer Animation abgespielt und ich muss wartend da sitzen und schauen, weils nicht klickbar ist.
  7. Mails mit Link zum strukturierten Web-Portfolio (schon mal super), aber dann doch nicht der Inhalt den ich mir wünsche, sondern z.B. Broschürentexte wo ich doch ausdrücklich nach Webtexten gefragt hatte. Oder als ich Programmierung suchte: unfertige Projekte und Programmierung mit Tables – geht gar nicht.

Das ist einfach zu aufwändig sich da durchzubeissen und die schlechten Bewerbungen stehlen den guten Bewerbungen die Zeit und mir die gute Laune. Seitdem kann ich Firmen sehr gut verstehen, die anonym annoncieren und auch nicht absagen. Und bin rigoros. Schlechte Bewerbungen sind mit einem Klick gelöscht und meine Zeit gehört den guten Bewerbungen, denen die sich Mühe geben. Ich gebe mir ja auch Mühe, wenn ich bei Ausschreibungen ein Angebot abgebe – und also verdiene ich Koop-Partner, die auch so denken.

Fazit: So macht man es als Bewerber richtig:

  1. Eine Mail mit persönlichem Anschreiben, den Nutzen der eigenen Arbeit oder Arbeitsweise für den Angeschriebenen hervorheben, das kurz fassen, maximal 30 Zeilen und in Absätze trennen.
  2. Link zum Online-Portfolio mit Referenzen in die Mail packen.
  3. Das Online-Portfolio strukturieren und keine Animation verwenden.
  4. Ein Bereich “Über mich” mit sympathischem(!!!) Bild ist Pflicht, sonst ist es bereits hier verloren.
  5. Kontaktdaten auf der Website und in der Mail.
  6. Betreff der Mail, hier kein RE:, sondern das was man anbietet. z.B. “Webdesign_Portfolio von XXX”. (So findet der Suchende die Mail dann später besser).
  7. Das anbieten was gesucht wird.

Nützt Euch das etwas? Habt Ihr Ergänzungen für die beiden Listen hier?

Designer! Wie motiviert und organisiert Ihr Euch selbst

Mittwoch, 23. März 2011

Hier mal meine Anregung – so plane ich meine ToDos und Ziele – und ich bin sehr auf Eure Vorschläge, Kritik und Eure eigene Vorgehensweise gespannt:

Zeitplanung
mache ich über Papierkalender und Zettel auf dem Schreibtisch für Kurzfristiges. Ein Buch für Notizen zu Telefonaten (schlecht ist: Zettel, die ich wegwerfe nachdem alles erledigt ist – da steht oft noch eine später wichtige Randnotiz drauf, die dann auch verschwunden ist.).

Eine Freundin hat für sich das gleiche System in Benutzung – aber plus eine zweite Ablage für erledigte Zettel – damit Sie auch sieht was sie alles geschafft hat und stolz darauf sein kann. Sie hat außer Post-Its auch viele Papierfundstücke und alles viel abwechslungsreicher gestaltet – sie ist ModeDesignerin – statt Glaswand hat sie ein dick gepolstertes, mit schönem Stoff bespanntes Riesenboard an der Wand befestigt.

Notizen

Mail an mich selbst mit telefonisch getroffenen Vereinbarungen zum jeweiligen Projekt – die sortier ich dann in den Projektordner in meinem Mailprogramm ein.

Überblick über meine Projekte und Planung:
Post-It-Zettel-Wand. Verschiedene Farben für die Post-Its und dann Reihen zu den Themen. Die Zettel sortiere ich anschließend um wenn etwas erledigt ist oder zum Nachfassen eingereiht wird. Schlecht dabei: die Zettel verlieren irgendwann die Klebrigkeit und fallen herunter. Ich mags haptisch. Hab als Platz für meine “Zettelwirtschaft” ein Glasboard von Ikea an der Wand. Wenns richtig viel wird 2 riesige Glasschiebetüren.

Tagebuch
Hier trage ich doch immer öfters ein Tagesresümee ein mit Icon wie ich mich heute überwiegend gefühlt habe. So eine Art Erfolgs-Tagebuch. Klebe auch Bilder ein von Zielen, die ich erreichen will und schreibe auf was mir wichtig ist und was ich plane zu tun um das zu erreichen. Auch Misserfolge notiere ich. Aber die Grundstimmung ist positiv.

Tagesplanung
Morgens, wenn ich noch aufgeräumt bin innerlich, erledige ich alle Dinge, die mir über Nacht noch als dringend ins Bewusstsein gekommen sind und präsent sind, bevor ich sie vergessen würde unter den Aufgaben des Tages. Eventuell 10 Minuten Yoga, Vergegenwärtigung meiner Ziele und Prios.

Den aktuellen Tag habe ich am Tag vorher mehr oder weniger voll geplant und bereits kontinuierlich Aufgaben für kommende Tage oder Wochen mit Bleistift in meinen Papierkalender eingetragen. Darüber hinaus gibt es Aufgaben, die regelmäßig erledigt werden müssen, die schiebe ich ein in Zeiten für abgesagte Termine oder Zeitpuffer, die nicht benötigt wurden.

Ich hab mal bei einem amerikanischen Trainer gelesen: Morgens 15 Minuten Strategie, mittags 15 Minuten Relax und abends 15 Minuten Sport wäre optimal. Mit diesen Gedanken – am Neujahrsmorgen in Neuseeland vor 2 Jahren hab ich dann das Erfolgstagebuch und die berufliche Zielsuche gestartet.

Ich hab jeden Menge Bücher gelesen zu Zeitmanagement und Selbstmanagement und auch Kurse gehalten. Das Thema ist mir wichtig, denn ich kam immer zu spät und es hat sicher 12 Jahre gedauert das in den Griff zu bekommen, da ich mich an Listen und eigene Vorgaben immer nicht halten konnte in den Turbulenzen der Tagesabläufe und es mir zusätzlichen Stress machte, da auch noch zu versagen.

Jetzt, wo meine Abläufe gefestigt sind und Strukturen ebenfalls, kann ich vorausdenken und meine Planung fast immer einhalten. Aber als Teil eines Teams im Online-Bereich war das nicht möglich.

Persönliche und fachliche Weiterentwicklung
Da hab ich immer ein Thema präsent und lese Bücher, buche auch mal ein Seminar. Einmal fachlich und zum anderen im Bereich persönliche Weiterentwicklung.

Motivationstipp
Ich lese auch ganz gerne den Motivations-Newsletter von Petra Pinker, (kann man hier abonnieren) kommt zum Wochenbeginn und besteht meist aus einem Bild und einem sehr treffenden Satz. Mal ein Beispiel:

Der Artikel zum Buch “Kreativität aushalten” ist auch interessant.


Vertragsgestaltung und Reklamationsbehandlung zwischen Designer und Kunden

Montag, 21. März 2011

WARNUNG vorab: Ich schreibe hier jede Menge Tipps für den Ernstfall mit unguten Kunden. Dies ist keine Rechtsberatung und ersetzt Diese auch nicht. Ich bin Designer und kein Jurist. *yepp, geschafft – und jetzt gehts los*

Diese harte Verfahrensweise ist nicht mein Alltagsverhalten, aber ich beschreibe hier das richtige Verhalten, um sich gegen den Ernstfall abzusichern. Denn Designer sind meist keine Kaufleute, haben aber als Kunden oftmals Kaufleute. :-)

Meist wird man kurzfristig, gerne auch telefonisch, von Unbekannten gebeten ein Angebot abzugeben.

Oder es kommt eine Mail mit dürftigem Briefing hereingeflattert. Das kennt sicher jeder von uns.

Auf erste Nachfrage, welches Budget haben Sie denn angedacht, ein Schulterzucken “Keine Ahnung, machen Sie mir doch mal ein Angebot.”

Das ist NICHT gut. So, wie es Autos gibt in der Bandbreite eines Firestone-Mobiles, wo man selbst mit den Füssen anschubst bis hin zu einem vollgetunten Superflitzer – so gibt es auch qualitative Unterschiede bei Websites. Und es gibt Kunden mit verschiedenem Empfinden – also was sie teuer finden oder billig.

Da muss man sprechen, Fragen stellen und es kostet Zeit. Danach ein Angebot formulieren, was noch mehr Zeit kostet, denn sonst muss man ungünstigerweise mehr liefern als man plant. Und es gibt Geschäftsleute mit Erfahrung in Einkaufsverhandlungen und eventuell auch Prozessen.

Da ich den Interessenten nicht kenne, verlasse ich mich mal auf mein Gefühl – ob ich mit ihm überhaupt ein Projekt realisieren will – menschlich gesehen -, schütze mich in ausnahmslos jedem Fall durch meinen  AGBs (unbedingt diesen Artikel anschließend noch lesen) - und grad auch bei Geschäften mit Bekannten. Freunde sind da die Ausnahme.

Interessenten, die sich nicht wenigstens auf ein partnerschaftliches Telefonat einlassen und per Mail auf einem Angebot bestehen: Richtig, die bekommen keines. Macht Arbeit, kostet Zeit und ich muss wissen, ob ich meine Zeit hier gut investiere.

Zunächst mal kann ich eine grobe Kostenschätzung anbieten, und wenn der Preis passt – dann ein Angebot formulieren.

Im Angebot=Vertrag beschreibe ich mehrere Dinge sehr genau:

DESIGN: wieviele Entwurfslayouts sind enthalten, wieviele Änderungsphasen vor Start der Programmierung, wieviele Meetings – oder Telefonate, also wieviel Zeit wird für die Kommunikation eingeplant. Das ist ein wesentlicher Kalkulationsfaktor – der Zeitverbrauch. Also eventuell 2 Tage für das Design, 1 Tag für 2 Änderungsdurchänge am Schreibtisch und 6 Stunden Diskussion und Smalltalk. Aufbereitung der Daten für die Programmierung.

Hier bei den Zahlungskonditionen beachten, dass die Anzahlungssumme in jedem Fall den Aufwand für die Design-Entwicklung abdeckt. Falls der Kunde zu keiner Entscheidung kommt und immer weitere Layouts haben möchte, weil nun seine Meinungsbildung startet und es ihm Spaß macht oder weil er einfach nicht entschlußkräftig ist, muss man darüber sprechen ob er ein weiteres Zeitvolumen nachbeauftragen möchte oder sich für einen der bereits entwickelten Entwürfe entscheidet.

Manchmal gibt es dann Ärger. Nicht jeder will mehr bezahlen. Mit guten Kunden findet man aber schnell eine Lösung. Bei den anderen stellt sich auch eventuell die Frage, ob man die Zusammenarbeit abbricht. Dann muss abgerechnet werden.

Jetzt muss man wissen, ob juristisch gesehen die Anzahlungssumme die Designleistung abdeckt. Das ist Verhandlungssache.  Ich hatte einmal den Fall:    78 Screens waren geleistet, bei beauftragten 2 Entwürfen und 2 Änderungsrunden.

Die Dame war der Meinung, dass die Anzahlungssumme nicht die Designleistung abdecke – gleich mal als Verhandlungsposition. Und sie will Geld zurück erstattet bekommen. Dem hielt ich entgegen, dass noch 30 Prozent dafür nachzuzahlen seien, wenn wir den Auftrag hier abbrechen, da ja über das Design hinaus auch das Konzept für die Programmierung etc. gemacht worden ist – meine Verhandlungsposition. Hier steht Meinung gegen Meinung warum es nicht zu einer Entscheidung kommen kann.

Tja, ich hätte das schon eher eine Klärung herbeiführen sollen.

Man kann auch den Preis für die Designleistung im Angebot ausweisen, zusammen mit den obigen Angaben zu Zeitfaktor und Leistungsumfang. Und immer die Meetings per Mail bestätigen, vorher mit Terminbestätigung und im Nachgang mit einer Zusammenfassung.

Ich frage Kunden bei der Leistungsermittlung, also im Gespräch bevor ich ein Angebot erstelle auf der Grundlage dieses Erstgespräches, auch immer ob sie denn mit 2 Änderungsphasen zurecht kommen oder ob ich dafür mehr Zeit und Budget einplanen soll. Jeder ist sich sicher, dass er nicht mehr Zeit benötigt um zu einer Entscheidung zu kommen. Realistisch betrachtet, brauchen etwa 10 Prozent der Kunden nur eine Änderungsrunde. Aber etwa 30 Prozent der Kunden benötigen mehr Phasen dafür.

Programmierung: Welcher Code, CSS/ Xhtml/ CMS. Optimierung für welche Browser (IE 6 unbedingt gesondert kalkulieren), eventuell Intro in Flash oder Javascript. Anzahl der verschiedenen Raster für Templates, Anzahl der Seiten.
Wesentliches Wording!!!!Suchmaschinenfreundlich” anstatt “Suchmaschinenoptimiert” schreiben – und falls Ihr Suchmaschinenoptimierung ONSITE oder OFFSITE anbietet – weist sie gesondert aus. Da liegt ein hoher Qualitätsunterschied, der viel Zeit kostet und kalkuliert werden muss.
Bei der Programmierung jedes Staubkorn beschreiben. Wer schreibt, der bleibt.

Es ist wichtig hinterher im Streitfall beweisen zu können, was beauftragt wurde. Denn der Kunde muss die Mängel nachweisen – nicht wir – aber meist entsteht eine Pattsituation und es wird ein Gutachterpozess daraus, der teuer wird. Soviel ich weiss, muss der Verlierer die Kosten beider Parteien bezahlen. Davor kann man sich schützen. Ein unzufriedener Kunde macht uns ja auch nicht glücklich, also genau beschreiben.

Ich hatte mal einen Kunden, der bekam so ein genauestens beschriebenes Angebot – und er unterschrieb und wir starteten. Und ich baute im Entwurf sein Logo ein und präsentierte. Überraschung: Er sagte, er hätte doch ein neues Logo beauftragt. Da zeigte ich ihm mein Angebot und fragte wo das steht und wann wir das besprochen haben. Und er meinte, er hätte mir doch vertraut und er würde gar nichts von all dem verstehen und wäre nun aber arg enttäuscht und will aber ein Logo haben. Das CMS, das im Vertrag stand – ja, das dachte er wäre doch ein Logo.

Inhalte: Befüllung mit Daten des Kunden. Befüllung kostet Zeit, Copy/Paste geht schneller als alles händisch abzutippen, falls Euer Kunde die Inhalte faxt oder per Papierpost sendet – was schon mal vorkommt, dann ist es besser Euer Kunde weiss zu Beginn schon wie er die Daten richtig liefert. Texte als Word.doc, Bilder als JPG, GIF, PNG oder TIFF. Weitere Daten in Excel.
Für das Befüllen Zeit kalkulieren, ansonsten – wenn man ein CMS liefert – mit dem Kunden besprechen, ob er selbst befüllen möchte und dadurch Geld spart. Man legt ihm dann eine definierte Anzahl an Vorlageseiten an, damit er weiss wie es aussehen soll.

Einführung zur Benutzung eines CMS: Je nach Online-Fitness des Kunden 1-4 Stunden kalkulieren, bei Teams meist mehr Zeit einplanen. Auch daran denken, dass viele Kunden dann erstmal Monate ihr System nicht benutzen, alles vergessen und dann anrufen um sich nochmals Erklärungen geben zu lassen: “Das funktioniert alles nicht”. Lösung: Ins Angebot aufnehmen.

Spätere Leistungen: biete ich an zum Stundenpreis von XXX, Abrechnung nach viertel Stunden (z.B.). Dieser Preis gilt bis zur Gültigkeit einer neuen Preisliste, mindestens jedoch bis XXX.

Dokumentation des CMS: Screenshots und Beschreibungen, was man wo findet und wie ändern kann. Absolutes Muss, erspart uns spätere Hilfeanrufe und ist sehr angenehm für die Kunden, da es sie selbständiger macht und weniger hilflos. Kostet uns aber Zeit in der Erstellung. Kalkulieren und anbieten. Grad wenn es ums Vergleichangebote gibt, mache es Sinn alle Bestandteile des Angebotes, wie Module, einzeln zu benennen und auszupreisen.

Ausliefern: Zuerst das fertige Produkt abnehmen lassen, dann auf den Kundenserver liefern, sobald die Schlusszahlung eingegangen ist. Soviel ich weiss – ist das Produkt/ der Auftrag auch abgenommen, sobald der Kunde das Produkt in Betrieb nimmt. Ab da beginnt die Gewährleistung und wir müssen uns 1 Jahr lang mit Reklamationen befassen, wenn welche eingehen. Immer die Programmierung auf dem eigenen Server machen und erst später – als Duplikat – ausliefern. Sonst habt ihr keinen Zugriff, normalerweise, wenn der Kunde seinen Serverzugang schließt und einfach nicht bezahlt. Das kommt häufiger vor als man denkt und passiert auch großen Agenturen.

Auch um bei Reklamationen eines CMS zum Beispiel, beweisen zu können, wie das Original programmiert war – wenn der Kunde sein CMS selbst beschädigt durch unsachgemäßen Gebrauch z.B. oder beim Hoster des Kunden Dateien verschwinden – den Fall gab es schon – und ich möchte Geld haben, wenn ich Zeit investieren soll um die Schlamperei fremder Dienstleister auszubessern.

Letzlich will man ja einen guten Umgang miteinander – und dafür muss alles klar sein.

Abnahme: In den AGBs schreiben “die Schlusszahlung ist fällig nach Abnahme des Werkes”. Sobald gezahlt ist – ist auch abgenommen. Genauso wie wenn das Produkt benutzt wird, also die Website live geht zum Beispiel. Trotzdem kann es darüber vor Gericht Diskussionen geben mit Laien. Aber bei Reklamationen muss der Kunde den Mangel nachweisen. Er kann sich auch nicht weigern die Abnahme zu machen. Man kann in den AGBs festlegen, dass die Abnahme automatisch eintritt, wenn keine Mängel mindestens der Stufe 2 binnen 8 Tagen nach Beginn der Nutzung des Werkes schriftlich mitgeteilt werden.

Mängel Reklamation: Kommt ein Anruf “Da ist was kaputt, und Sie hatten doch gesagt…..Beseitigen Sie schnellstens den Mangel, oder…”
*schluck* was ist denn jetzt los, war doch alles freundlich, der Auftrag wurde zur Zufriedenheit und in Freundschaft zu Ende gebracht. Ok, sehen wir mal nach – wenn es ein Fehler von uns war, dann Entschuldigung, Ausbesserung, Versöhnungsgeschenk.

Nach der zweiten, ungerechtfertigten Reklamation (netterweise bei uns, in der Industrie ab dem ersten Anruf) wir wissen ja nicht, ob wir schuld sind oder nicht ( – wenn der Kunde durch Schlamperei zum Beispiel sein CMS beschädigt, Dinge dort einbauen will, die nicht Platz haben, sein Hoster bei einer Serveraktion Dateien verschlampt – er schlechte Reakteure hat, ein Virenfall auftritt): Also spätestens dann eine Bestätigung rausschicken, also ein Angebot. Da muss der Kunde bestätigen, dass er die Kosten für unsere Tätigkeit übernimmt, wenn der von ihm reklamierte Schaden nicht unser Verschulden war. Abrechnung nach Zeitfaktor.

Erst tätig werden, wenn dieses Schreiben als Auftrag wieder eindeutig betätigt wurde (Fax oder Originalunterschrift) und ein gültiger, abrechenbarer Auftrag ist. Bei säumigen, unguten Kunden hier Vorauskasse/ Anzahlung.

Wird dieser Auftrag nicht erteilt, dann muss die Reklamation nicht bearbeitet werden und kann nicht vom Kunden an eine andere Firma beauftragt werden – und uns in Rechnung gestellt werden.

Aber das ist keine Rechtsauskunft vom Juristen, sondern ein Hinweis von mir nach den Auskünften, die ich eingeholt habe. Bitte prüft das nochmals wenn ihr an diesen Punkt in der Kundenbeziehung kommt. Aber es ist tröstlich, es kann niemand mit jeder Reklamation unsere Zeit beanspruchen ohne dass er etwas dafür tut seinerseits.

Wie gesagt, es gibt bessere Kaufleute unter den Kunden, die im Nachgang noch zusätzliche Leistungen ohne Vergütung herausholen wollen.

Ich bin hier auf Eure Erfahrungen sehr gespannt! Und ich lese hier immer mal wieder selbst was ich geschrieben habe – ich sollte mich selbst konsequenter daran halten  ;-)

Buch “Kreativität aushalten” – Psychologie für Designer!

Dienstag, 04. Januar 2011

Autor des Buches ist Frank Berzbach.

Das Buch hat mir ein befreundeter Designer während unseres Stammtisches empfohlen und danach hab ich den Titel öfters mal bei Kollegen gehört. Es ist  also mehr oder weniger ein Insidertipp.

Abgesehen davon, dass es sich gut anfasst und schön gemacht ist – aus dem Hermann Schmidt Verlag eben – hätte ich Scribbles und Bilder schön gefunden. Wir sind doch visuell orientiert, wir Designer.

Zuerst mal: Ich bin BEGEISTERT, es ist Frank Berzbach ein genialer Ratgeber gelungen.

Designer leben in der Spannung zwischen Motivation – Flow – Burnout. Oft fällt man nach jedem tollen Projekt und dem genialen Flow in ein tiefes Tief und rafft sich dann langsam wieder auf für das nächste Projekt und der Kreislauf beginnt.

Berzbach beschreibt toll, was  uns Weltverbesserer antreibt, was zum Ausbrennen führt. Er hat ein “Phasenmodell der Kreativität” definiert und das Kapitel “Kreativität als Lebensform” spricht mir und den Designern, die ich kenne aus der Seele. Wenn man gerne arbeitet, in der Freizeit auch noch kreativ ist und nie für Ruhe und Ausgleich sorgt, dann schafft man das ein paar hervorragende Jahre lang. Leider dauert eine Burnoutphase, die die meisten schon mal erlebt haben – dann traurige 1-3 Jahre. Solange dauert es bis sich der Körper wieder mit Lebensfreude aufladen kann nachdem er überfordert wurde.

Das Buch hat mich angeregt meine eigene Einstellung zu Motivation und Leistung, körperlicher Erholung und kaufmännischer – wichtig!! – Wertschätzung der eigenen Leistung zu modifizieren. Ich werde meine Preise erhöhen und nicht mehr soviel verschenken, einfach so, damit das Projekt noch schöner wird und weil die Kunden über ihre schmalen Budgets klagen oder so nett sind.

Das Kapitel “Falsch arbeiten” beleuchtet Stressprävention und Burnout. So gut habe ich diesen Themenkreis noch nirgends durchdacht lesen können. Nach 12 Jahren intensiver Computer-Kreativität und 1 Burnout, von dem ich mich gut wieder erholt habe – aber es dauerte Jahre – und wenn ich einige junge Kollegen schon mit 25 Jahren und Burnout sehe: da muss ich sagen, das Buch müsste Pflichtlektüre sein in jedem kreativen Studiengang.

Es geht im Kapitel “Richtig arbeiten” um Organisation der Zusammenarbeit mit Kunden, im Team. Um Ausbeutung, richtiges kritisieren, die Rolle der Teamleitung, wie sich Kooperation entwickelt, Nein sagen lernen.

Bei “Allein arbeiten” ist jede Menge Psychologie für Selbständige zu finden.

So, und da ich etwas gelernt haben sollte – es ist bereits wieder halb 11 abends, mache ich jetzt für heute Schluss und empfehle Euch das Buch UNBEDINGT!

Hier kommt der Amazon-Link.

Mein Artikel zur Selbstorganisation für Designer ist auch interessant.

Zuhause Arbeiten – wie diszipliniert bist Du?

Sonntag, 29. August 2010

Das tolle Comik von “The Oatmeal” – ich wills auch nochmal posten – es trifft es wirklich auf den Punkt.

Zuhause arbeiten ist ja der Traum vieler Menschen, selbstbestimmt und zeitlich flexibel sein zu können, bei den Lieben zuhause bleiben können, nicht im grauen Büro sitzen und sich ärgern lassen müssen.

Aber es gibt auch Schattenseiten – mir war Manches noch gar nicht bewusst – bis ich das Comik las.
Cool – man kann sich im Schlafanzug direkt morgens an den Rechner setzen und bis nachts durcharbeiten ohne sich in unbequeme Klamotten zwängen zu müssen. Ok, und am nächsten Tag gleich wieder, ohne lästiges Duschen und Umkleiden zwischendurch. Das geht so ein paar Tage lang – und spart Wasser und Zeit ;-)

Viel Spaß wünsche ich beim Lesen und bitte um Kommentare: Wem geht es nicht so? Wer hat Vorschläge wie man es besser machen kann?

OK – yeah – stimmt.

Oh Mann….




AGBs und Vertragsgestaltung für WebDesigner

Dienstag, 01. Juni 2010

..sind das Allerwichtigste überhaupt. Ein Heiligtum und die Rückversicherung.

Nach 15 Jahren WebDesign und 7 Jahren davon selbständig habe ich viel erlebt. Angefangen von Fusionen und Konkurs in der New Economy -  und den strategischen, innenpolitischen Kämpfen in einem konservativen Old Economy Unternehmen. Ich habe auch gesehen, wie sich Dienstleister aufgrund fehlender, detaillierter Leistungsbeschreibung ruiniert haben.

Ich freue mich natürlich nicht, wenn ich für Angebote und Leistungsbeschreibungen aufgrund mangelhafter Briefings Stunden benötige, aber es bewahrt mich davor Leistungen erbringen zu müssen, die nicht klar definiert und nicht ausgeschlossen wurden.

Die meisten meiner Kunden sind Freunde geworden und ich denke das ist nicht die Regel. Um mich und mein Unternehmen vor zahlungsunfähigen und unguten Kunden zu schützen, habe ich als Airbag meine AGBs und nutze sie nur wenn es ärgerlich wird.

Vorausschickend sage ich Euch noch, dass ich natürlich nicht Rechtsanwalt bin sondern Designer, und dass meine Tipps hier nur Anregungen sind – keine Rechtsberatung. Und jetzt geht es los:

Das bedeutet folgender Ablauf ist zwingend:

  • detaillierte Leistungsbeschreibung im Angebot, Hinweis auf das Gelten der AGBs, die AGBs mitsenden
  • Hinweis auf die Gültigkeit des Angebotes im Zeitraum von 8 Wochen
  • Unterschrift des Kunden per Fax oder im Original
  • Auftragsbestätigung von mir an den Kunden!!!!! Wichtig-erst jetzt gilt der Auftrag
  • Anzahlungssumme, 40 Prozent
  • Abnahme der Layouts durch den Kunden
  • Zwischenzahlung bevor die Programmierung ausgeliefert wird, 50 Prozent
  • Lieferung der Programmierung auf den Kundenserver, nicht vor Zahlungseingang
  • Restzahlung nach Fertigstellung, 10 Prozent

Jetzt werden automatisch die Rechte am Werk an den Kunden übertragen, einfache Rechte. Das bedeutet der Kunde erhält die Lizenz das Werk zu nutzen, nicht aber Kopien davon weiter zu verkaufen. Das ist wichtig, wenn man eine tolle Progammierung entwickelt und zum Beispiel einen Festpreis anbietet und am Auftrag wenig verdient. Oder wenn man ein tolles Logo für eine – später weltweit expandierende Franchisingkette entwickelt. Disney verkauft schließlich auch Lizenzen für die Nutzung seiner Characters.

AGBs müssen mit dem Angebot versendet werden, und ich erwähne im Angebot ausdrücklich, dass mit Vertragsabschluss meine AGBs anerkannt werden.

In AGBs müssen – ergänzend zum Angebot folgende Termini stehen:

Die Rechte am Werk werden mit der Schlusszahlung übertragen. ( Das heißt: vorher nicht und es ist ratsam zu zahlen. Rechte sind auch immer einfache Rechte, wenn ich nicht im Angebot etwas anderes schreibe. Wobei ich kein Freund des Rechtehandels bin. Sehr interessant, wenn Logos im Auftrag enthalten sind, ich hatte mal einen Kunden der nicht zahlen wollte und eigentlich Zwischenhändler war, weil er das Projekt an einen ziemlich zahlungskräftigen Kunden weiter verkauft hat. Der Kunde hat das Logo verwendet, an dem niemand Rechte besaß, weil es nicht bezahlt wurde. Das wird sehr teuer für den Zwischenhändler.)

Alle vom Vertrag abweichenden Nebenabreden bedürfen der schriftlichen Bestätigung (durch mich). Das ist wesentlich wenn man allein in den Räumen beim Kunden sitzt und er mit mehreren Personen etwas anderes als besprochen zu seinen Gunsten auslegt.

Die Inhalte (Texte, Bilder etc) müssen in folgender Form geliefert werden: kopierbare Inhalte in Word- oder Excel, Bilder als JPGs oder Gif. Das verpflichtet den Kunden inhaltliches Material zu liefern.

Der Kunde versichert, dass er die Rechte am gelieferten Material besitzt. Ist für uns ganz klar, nicht aber für Laien.

Außerdem empfehle ich dringend den Abschluss einer beruflichen Haftpflichtversicherung und einer Vermögenschadenversicherung – zum Beispiel für den Fall, dass ein Subunternehmer Viren auf den Kundenserver einbringt und der Kunde uns haftbar macht. Und natürlich Verträge mit Subunternehmern – damit sie liefern müssen und nicht einfach aus dem Projekt aussteigen, wenn Ihnen danach ist und der Kunde zu recht wütend ist. Ist mir auch mal passiert.

Der Designer hat das Recht im Auftrag und allen Vervielfältigungen als Urheber genannt zu werden. Klar, wir wollen im Impressum stehen und einen Backlink haben.

Ganz wichtig: Kommt der Auftraggeber mit einer Rate in Verzug, werden sofort alle weiteren Zahlungsabschnitte fällig. Damit wir nicht gemeinsam in eine mögliche Insolvenz des Kunden gehen.

Und alle wesentlichen Dinge immer schriftlich machen und wesentliche Vereinbarungen aus Telefonaten kurz rückbestätigen. Stefan, der Superanwalt sagt: Wer schreibt, der bleibt”. Heißt: der geht nicht unter.

Wen meine AGBs interessieren, kann sie hier online lesen – ich ich bin Euch dankbar für Eure Anregungen, Meinung und Verbesserungsvorschläge. So kann ich eventuelle Lücken verbessern und ich hoffe mein gesammeltes Wissen nützt Euch sehr, denn Designer sind meist keine Kaufleute. Eine Freundin sagt immer: wenn man einen Verlust macht um daraus zu lernen – betrachte das als teures Seminar.

Am Ende eines gemeinsamen Projektes wollen wir alle zusammen glücklich sein und noch viele, tolle Projekte zusammen machen und viele schöne Erlebnisse mit geschätzten Kunden und Freunden haben. Dafür müssen wir uns vor den nicht guten Kunden schützen, die es auch gibt.

Lest auch noch meinen Artikel zur Abnahme des Werkes und zur Vertragsgestaltung.