Archiv für die Kategorie ‘Corporate Design’

Neues UI für Software – CD Manuals und iPad

Mittwoch, 27. Juni 2012

Wie macht ihr das – wenn ihr einen Relaunch einer Software desingt – die bisher zum Beispiel als Client Software lief und nun ein Web basiertes Interface erhalten soll – und darüber hinaus für das iPad konzipiert werden soll. Mit weiterem Aspekt auf mobile Devices in naher Zukunft?

Die neuen, weniger Leistungs starken, Endgeräte sparen in der Anschaffung – gegenüber den Workstations in Lagern zum Beispiel – auf denen bisher Client basierte Software lief – unendliche Kosten ein.

Ein Redesign der Software und Umstellung von Client auf Web macht vollkommen Sinn.

Mit der Benutzung der Software auf dem iPad ergeben sich – dank jQuery – viele angenehme Möglichkeiten zur Strukturierung. Ich konzipiere in diesem Fall die Software strukturell partiell neu, sorge für ausreichend Abstände und Flächen für Touchbereiche.

Allerdings kommt es schon mal vor, dass die CI Abteilung des Auftraggebers  auch gehört werden möchte  ;-)

Komplikationen können sich dann ergeben, wenn das CI zunächst für Print gemacht wurde und durch die neuen Devices aber nicht gut eingehalten werden kann – bzw. das Interface nicht unterstützt wird durch die Vorgaben.

Hier bin ich gespannt auf die internen Prozesse zwischen der beauftragenden Abteilung und der CI Abteilung.

Teil 1: Das neue Corporate Branding – konsequent auch für Facebook

Montag, 23. Mai 2011

1.) Das neue Corporate Design Online

Bisher beschränkte sich die Corporate Identity auf feststehende, funktionierende Faktoren als inhaltliche Basis zur Identitätsbildung. Ein wesentliches Ziel effektiver Unternehmenskommunikation dabei ist das Aufbauen von Vertrauen – durch konsistentes, vor allem formal konsequentes Auftreten in allen Medien.

Seit soziale Netzwerke so beliebt sind, bilden Unternehmen in den Köpfen der Menschen ihre Identität mit allem was sie tun – und vor allen wie sie es tun und wie sie dabei wirken. Das hat Auswirkungen auf die formalen Aspekte der Corporate Identity.

Das Corporate Design ist ein formales Element der Identity, das sich nun durch geänderte Anforderungen wandeln sollte. Ich definiere das als Corporate Design Online, welches über das klassische Corporate Design hinaus geht, weil es funktionale und wahrnehmungspsychologische Aspekte der neuen Medien bedienen muss.

Was macht den Unterschied?
Beim klassischen Corporate Design wurde zum Beispiel – neben anderen Gestaltungselementen – großer Wert auf die Hausschrift gelegt, die in den Community-Plattformen als Gestaltungselement komplett entfällt. Die Hausschrift wird für die anderen Medien weiterhin wesentlich bleiben, aber für die Online-Medien, die Netzwerke, eben nicht. In den Communities wird dem Logo + der Farbe + dem Keyvisual eine wesentlichere Rolle zukommen, da die Online-Medien und die Menschen/ User/ Freunde vor allem stark visuell gelenkt sind und die Hausschrift als ein visuelles Element nicht vorhanden ist.

Hausschriften kann man zwar mittlerweile auf den eigenen Websites einbinden, nicht aber in den eigenen Profilen der Netzwerk-Plattformen – außer auf den eigens programmierten Seiten innerhalb eines iFrame für Facebook. Aber dann hat man die Inkonsistenz zwischen der Pinnwand und den APPs.

LOGO | KEYVISUAL
Als exklusivstes Wiedererkennungs-Element des Corporate Design agiert in den sozialen Medien das Firmenlogo – oder ein Keyvisual.

Viele herkömmliche Logos sind jedoch sehr querformatig, meist horizontal angelegt. Sie bestehen aus einer Wort- oder Bildmarke, erweitert um einen Claim.

Neuerdings werden die kommunikativen Anforderungen an Signets und Logos etwas komplexer, denn in den meisten Netzwerken sind die Flächen für Profilbilder bzw. der Platz für das Logo quadratisch und doch recht klein.

Bei Facebook etwa hat man in der linken Spalte eine quadratische bis hochformatige Fläche zur Verfügung, die passend zur formalen Unternehmensidentität gestaltet werden kann. Hier ist der Platz für das Logo oder Keyvisual und hier entnimmt das System auch einen Ausschnitt für das Profilbild. Daher muss das wichtigste Wiedererkennungs-Element auch im oberen Bereich platziert sein und für ein quadratisches, 50 x 50 Pixel großes Profilbild (welches bei Kommentaren auf 32 x 32 Pixel skaliert wird) auf der Pinnwand geeignet sein.

Bei der Neugestaltung von Logos sollte man Wert auf diese Bedingungen legen. Moderne Logos funktionieren besser wenn sie in ein Quadrat passen. Falls das bei Ihrem Logo nicht der Fall sein sollte und das ein Problem darstellt, können Sie Ihr Logo überarbeiten oder ein Keyvisual statt dessen in Erwägung ziehen. Ein Keyvisual ist ein Motiv mit hohem Wiedererkennungswert und schnell erfassbarem, zieltreffendem Inhalt.

FARBE
Bei der Auswahl von Unternehmensfarben, zum Beispiel für das Logo, ist es eine weitere Überlegung wert moderne und kräftige Farben zu wählen anstatt klassische Grau-/ Blau- und Rottöne. Vorteil dabei: In Suchergebnis-Listen treten die Profilbilder als wesentliches Erkennungsmerkmal in den Vordergrund und hier muss man auffallen um geklickt zu werden.

Achten Sie mal darauf, die meisten Profilbilder in Listen sind grau und nicht immer mit einer anziehenden Aussage gefüllt. Das gilt ebenfalls für Portraitbilder. Hier ist ein angenehmer Farbklecks doch viel auffälliger und lädt zum Klicken ein. Das kann eine dezente aber farbige Hintergrundfläche sein oder auch ein Accessoire wie ein Schal für ein Portraitbild zum Beispiel.

Mit meist doch zeitlichem Einsatz hat man es auf die vorderen Plätze der Ergebnis-Listen geschafft und dann soll der Inhalt – vor allem der visuelle Inhalt – den Ausschlag geben um den Zuschlag per Klick zu erhalten.

Für das Corporate Design gibt es also neue Zielvorgaben.

Im nächsten Artikel lesen Sie: Corporate Branding und Kommunikation in den Social Media: Brauchen wir ein Facebook-Profil? Wir haben doch eine Website! Wo liegt der Vorteil?

Corporate Branding Facebook

Mittwoch, 04. Mai 2011

Seit Firmen sich zunehmend Fanpages in Facebook anlegen, steigt die Anforderung an interessante und kontinuierlich aktuelle Inhalte – aber auch an das Design der Page.

Zunehmend werden die FanPages in das Corporate Branding einbezogen und mit Elementen und Grafiken zu den programmierten Erweiterungen angepasst an das gewünschte Corporate Design.

Finanzstarke Firmen – wie Mercedes – haben wunderschöne, perfekt gebrandete Facebook-Seiten.

Und auch KMUs wünschen sich zunehmend den durchgehenden Look in allen Medien.
Eines unserer schönsten Projekte – Weiterführung des Corporate Design von der Website bis zu Facebook – ist die FanPage von Praxis Dr.Dhom. Bereits am “Empfang” sieht der Besucher Grafiken mit Wiedererkennungswert.

Im Bereich “Unser Team” wird das sehr schöne Design von der Website konsequent in Grafiken und Anordnung sichtbar. Jedes der 68 Profile ist außerdem zur Website verlinkt – wo sehr viele Infos zur Person zu lesen sind (und über ein CMS sind alle 68 Profile pflegbar).

Im “Zahn-Info-Center” gibt es viele Broschüren zum Lesen und Downloaden. Alles haben wir verwaltbar gemacht durch ein Backend und in iFrame-Technologie programmiert.

Hier voll Stolz die ersten Pressefeedbacks:

Business-on.de

Macup

Soziale Milieus und Design

Donnerstag, 23. April 2009

pekingKürzlich war ich in Peking – stopover auf dem Weg nach Neuseeland, für einen Tag.

Nach extrem anstrengendem Jahres-End-und-vor-Weihnachten-Stress für mein Designunternehmen war ich reif für die Insel. In Peking musste ich 16 Stunden zwischenlanden und durfte unerwartet den Flughafen verlassen, die Beamten gaben mir einfach ein Tagesvisum.

Tom, ein deutscher Geschäftsmann und Angela, seine chinesische Übersetzerin waren so freundlich mir einen Taxifahrer als Guide zu organisieren und Angela rief mehrmals an um zwischen mir und dem Guide (der nur chinesisch und kein englisch sprach – wie alle Taxifahrer dort) zu vermitteln. Endlich mal ein Tag ohne Kommunikations-Stress für mich, ohne Projektmanagement und CRM und ohne WebDesign, ohne Kompromisse und ohne Arbeit für meine www.ThielDesign.de ! Herzlichen Dank an Angela und Tom!

Der Taxifahrer war ein ausgeglichener, freundlicher Mensch und wir besichtigten gemeinsam die verbotene Stadt und die olympischen Gebäude.

Peking war überwältigend! Ich fand es wundervoll erholsam diesen Massen von  zurückhaltend gekleideten und ruhigen Menschen zu begegnen. Ob meine Eindruck allgemein richtig ist weiss ich nicht, es ist mein einziger Eindruck bisher von China und für mich erst mal richtig.

Wichtig ist die Frage: Ist ein Leben ohne meinen/ unseren Individualisierungsdruck, ohne individuelles Design und ohne Persönlichkeits-Ausstellung freier von Leistungsdruck, wären wir glücklicher ohne diese Freiheit unseren eigenen Style zu entwickeln, wären wir geborgener in eher gleichen Gruppenvorgaben? Würden wir uns weniger gezwungen fühlen dauernd an unserer Aussendarstellung zu arbeiten?

Gilt das dann auch für Corporate Design?

Hat jemand eine gute Antwort?