Archiv für Mai 2010

“create life, don’t consume it!’”

Dienstag, 18. Mai 2010

Oliviero Toscani “our future depends from what we consume”

Vortrag von Oliviero Toscani für die TGM, Typographische Gesellschaft München in Coop mit der Neuen Sammlung, am18.05.2010 in der Pinakothek der Moderne.

WOW – was für ein leidenschaftliches Plädoyer für gesellschaftliches, humanes Engagement von Kreativen. Toscani, der Top-Kreative, Fotograf und Verantwortliche für weltbekannte Brandings wie zum Beispiel die Kampagnen von Benetton, meint: “Höre den Marketingleuten genau zu – und dann tue das Gegenteil.” Es geht um Branding durch Einzigartigkeit statt Me-Too.

Toscani zeigt etwa 300 Bilder und erzählt Stories zu den Kampagnen, seine Werke sind 5 Sterne visuelles Brainfood, seine Erzählung erreicht die Herzen aller Zuhörer im voll besetzten Auditorium. Die Bilder in Kombi mit der Typografie sind ein unglaublicher Genuss. Er ruft auf zu sozialer Verantwortung und hat verifizierte Daten: nur 6% der Menschheit hat Zugang zum Internet, in 25 Jahren werden 3 mal mehr Menschen in Afrika leben als in Europa, etc.

Für das WebDesign und auch andere Werbeformen im Preisdruck – denke ich unter diesem frischen Eindruck – sollte das auch mal heißen, dem Kunden etwas Mutiges zu liefern statt den Designs von denen ich weiss, sie werden sofort gefallen (spart Zeit und Diskussionen) sind aber Mainstream. Hier nehme ich aus dem Vortrag die Motivation mit, mehr Kreativer statt Dienstleister zu sein, eine Positionierung, die lange nach dem Studium im engagierten Alltag gerne mal vergessen wird, auch von mir. Vielleicht ist noch Energie übrig, um Kunden auch mit der Motivation zu versorgen mal etwas anders zu denken. Kreative sind Weltverbesserer, keine “Werbefuzzis”.

Die Veranstaltung war pure Motivation, herzlichen Dank, Oliviero Toscani

Wer noch ein Video schauen möchte, auf Youtube habe ich mehrere Videos gefunden, aber eines in deutscher Sprache:

Deutsche Bildagenturen mit bezahlbaren Preisen – auch für Blogs

Donnerstag, 13. Mai 2010

Ich starte hier ein Verzeichnis deutscher Bildagenturen, das wir immer wieder für Kunden Personenbilder benötigen mit “einheimischen” Gesichtszügen zu bezahlbaren Preisen und Konditionen. Und für Blogs.

Das Verzeichnis wird immer erweitert werden und ich freue mich über  Tipps.

http://www.pitopia.de/scripts/index.php?  echt sehr schöne Bilder und für das Web günstig! Mir gefällt der sehr gute Informationsfluss von Lizenz bis Preis. Sehr Nutzer freundliche Website.

http://www.denkouimages.com/

http://www.westend61.de/

http://www.photoactive.de/bildagentur/  Hier wird nach Zeitfaktor abgerechnet, etwa Kosten für ein Bild zur Verwendung im Internet für 1 Jahr. Mir missfällt die Referenzierung direkt am Bild, ich bevorzuge Referenzierung im Impressum. Gefällt mir insgesamt nicht so gut.

http://www.photostock.eu/terms/#terms12   verlangt ebenfalls Urhebervermerk am Bild, aber man kann schriftlich eine andere Lösung vereinbaren. Schöne Bilder.

http://www.digitalstock.de/page09.php  sehr gut, dass Kunden über Änderung der AGB per Mail informiert werden.

http://www.picturepress.de/de/article/30.html

http://de.fotolia.com/  rechtefrei, zeitlich unbegrenzt, günstig

eher kreativ anstatt business  http://www.photocase.de/de/   mag ich sehr. Verwende ich gerne für Collagen.

Bei Istockphoto (Getty Group leider) und bei digitalstock gefällt mir, dass der Designer das Bildmaterial für den Kunden erwerben kann und dann das Recht hat einen Screenshot des Gesamtwerkes – in welches das Bildmaterial eingebaut wurde, z. B. eine Website -  in seinem Portfolio zu zeigen. Der Designer darf das Bildmaterial auch mehrmals verwenden. Jedoch darf der Designer nicht das rohe Bildmaterial, also die Feindaten, an den Kunden weitergeben sondern nur das zu liefernde Endmaterial.

Bei den anderen Bilddatenbanken meine ich nach Lesen der AGB: Der Kunde muss das Bildmaterial erwerben. Ich würde vorher schriftlich klären, dass ich als Designer dann den Screenshot in meinem Portfolio zeigen darf ohne weitere Kosten wenn ich den Kunden bringe. Denn es sind Designer, welche Getty Images Kunden brachten, sehr teuer verklagt worden nachdem ihre Portfolios online durchsucht wurden von Abmahnanwälten der Gruppe. Ich vermute, dass Crawler mit Bilderkennungssoftware im Auftrag das Web durchsuchen.

AGBs lesen!

Bitte lesen Sie in jedem Fall sehr sogfältig die AGBs der Bilddatenbanken und drucken Sie sich Diese zum Zeitpunkt des Bild-Kaufesund der Bild-Verwendung aus. Meine hier angegebenen, sehr sorgfältig recherchierten Daten, können bereits morgen nicht mehr aktuell sein, ich kann dafür nicht haften.
AGBs werden geändert und online ist das per sofort möglich. Bitte beachten Sie, dass die AGBs gelten, welche zum Zeitpunkt der Bildverwendung gelten. Falls Sie die Bilder bereits vor einiger Zeit erworben haben, dann gelten nicht die AGBs zum Zeitpunkt des Kaufes, sondern die – möglicherweise geänderten AGBs zum Zeitpunkt der Verwendung.

Plugin für WordPress-Blogs

Ein kostenloses Plugin (die Bilder kosten trotzdem ganz normal) für WordPress-Blogs bei Fotolia gibt es hier bei microstockplugin – für Blogger, die preisgünstige Bilder benötigen.  Die Applikation sucht Bilder, welche  zu den vorgegebenen Tags des Blogs passen. Der Blogger wird an den Umsätzen fürs Fotomaterial beteiligt, wenn weitere Bilder durch Kunden erworben werden.

Hier die genaue Beschreibung ansehen, wie das Plugin und die Bilderauswahl funktionieren.

So funktioniert das Verdienen via Partnerprogramm: “Wenn jemand jetzt auf Ihr Foto oder den Link unter dem Foto klickt und sich dann bei Fotolia registriert, wird er automatisch Ihr geworbener Partner. Für die nächsten 12 Monate  erhalten Sie von allen Umsätzen die Ihr geworbener Kunde macht einen Anteil ab (aktuell 15%). Sie können diesen Verdienst dafür einsetzen neue Fotos für Ihren Blog zu kaufen oder ihn ab 50€ auszahlen lassen.”  Das betrifft also nur Neukundenwerbung – nicht wenn bestehende Kunden Bildmaterial bei Fotolia kaufen.

Workshop “Die perfekte Website für Speaker”

Montag, 10. Mai 2010

gsaDer Workshop im Rahmen der Convention 2010 der German Speaker Association in Köln vom 9. – 12. September 2010 ist nun buchbar für Teilnehmer der Convention.

Die ganze Veranstaltung ist hier übersichtlich online lesbar und buchbar.

Mein Workshop als PDF mit allen Details - hier.

Im Workshop geht es um WebDesign – SEO – Text – Design für Websites der Zielgruppe “Speaker, Trainer, Coaches”.

Veranstaltung der ITC Munich: Offshore, Nearshore, no-shore

Samstag, 08. Mai 2010

In 2 sehr guten Vorträgen wurden die Vorteile und Risiken des Einkaufes von Software-Programmierleistungen aus unterschiedlichen Ländern erörtert. Einmal aus der Sicht eines Insiders, der als deutsche GmbH Anteile an einem russischen Entwicklungszentrum hält und hier die Kundenaquise/ Projektanwicklung zu europäischen Konditionen anbietet.

Der erfahrene, langjährige Manager Walter Fertl, schilderte Entwicklungen in Entscheidungen und Geschäftsstruktur, gewachsen auf Engpässen und anschließenden Umstukturierungen. Unterschiede bei Einkauf in asiatischen, osteuropäischen und indischen Firmen sind auch in der Mentalität der Mitarbeiter des Landes begründet, zum Beispiel in der Servicementalität und dem Engagement für das Projekt. Eine gute Empfehlung war: das Management vor Ort als Teilhaber am Erfolg oder Misserfolg direkt zu beteiligen. Am Beispiel eines problematischen Software-Projektes zeigte Herr Fertl die Kostenentwicklung in drei Kurven:

  1. geplant,
  2. mit den russischen Entwicklern umgesetzt und die Kosten wenn
  3. das Projekt in Deutschland realisiert worden wäre.

Gründe für Probleme waren auch die wechselnden Projektmanager auf Kundenseite. Meilensteine des Projektes die zu Kostenexplosionen geführt hatten waren detailliert visualisiert – und es gab dann anschließend eine engagierte Diskussion des Auditoriums wie die Kostenexplosion bei einem deutschen Auftragnehmer alternativ ausgesehn hätte. Da Herr Fertl die Offshoring-Variante vertritt, war die Beweisführung von seiner Seite verständlich.

Einige Anwesende hatten bereits Erfahrungen mit Offshoring und waren vehement anderer Meinung. Zum Beispiel würden in den indischen Entwicklungszentren die sehr starke Mitarbeiter-Fluktuation für Unsicherheit in den Projekten sorgen, während in asiatischen Firmen  genaue Kulturkenntnisse und Behaviorkenntnisse für die vielen Varianten eines “Ja” zur richtigen Lageeinschätzung nötig seien.

Dr. Hans Schwendner, der den ersten Vortrag “Offshore, Nearshore, no-shore? – Entwicklungsprojekte international durchführen, Chancen und Risiken; ein Praxisvortrag” hielt, konnte hier sehr viel erklären.

Sehr interessant und eindeutiges Fazit: Shoring lohnt sich nicht bei kleinen Projekten, sondern ab einer gewissen Größenordnung und bei dauerhafter Zusammenarbeit, denn der Aufbau der Zusammenarbeit kostet erhöhte Anstrengung und ist eine Investition. Im Idealfall werden beim Auftragnehmer Teams für den Kunden aufgebaut – wie eine ausgelagerte Abteilung, aber mit niedrigeren Lohnkosten – die sich gegen rechnen müssen mit den erhöhten Kommunikationskosten und dem Overhead. Tendenz hierbei: in allen Ländern wissen die Arbeitnehmer zunehmend um ihren Wert und werden Lohnerhöhungen die Preisunterschiede langfristig egalisieren.

Umweltfreundliche und Privatsphäre schützende Suchmaschinen-Konkurrenz zu Google aufbauen

Sonntag, 02. Mai 2010

Super Idee der Ökokiste: Auf Login und Logoutseite werden die  Suchmaschinen “Ecosia” und “Forestle” beworben mit einer Kampagne “mit jedem Klick Regenwaldfläche unter Schutz stellen”.

Ecosia ist eine umweltfreundliche Suchmaschine, die von Yahoo, Bing und dem World Wide Fund For Nature (WWF) unterstützt wird. Ecosia funktioniert im Grunde wie andere Suchmaschinen, jedoch spendet Ecosia mindestens 80% der Sucheinnahmen an ein Regenwaldschutzprojekt des WWF. Genaue Erklärung etc und Installation hier:

http://ecosia.org/how.php

Etwas überlastet heute die zweite Öko-Suchmaschine: http://de.forestle.org/

Ich werde die beiden Suchmaschinen installieren und ebenfalls auch Google nutzen künftig – alles beobachten, Wettbewerb fördern. Klar hinter diesem Gutes-Gewissen-Projekt steckt Microsoft dahinter, aber die Google-Politik künfig die zahlenden Werbekunden in der organischen Suche vorne zu platzieren braucht eine klare Ansage und frischen Wind von Vorne.

Noch ein super Tipp von Johannes: Die Meta-Suchmaschine Ixquick – sie verspricht die Privatdaten nicht zu speichern oder zu verkaufen: Damit ist Ixquick die erste und einzige offiziell nach EU-Datenschutzrecht zertifizierte Suchmaschine. Dazu verspricht sie auch noch bessere Ergebnisse als andere Suchmaschinen. Mal ausprobieren?

Designer & Agenturen Stammtisch München

Samstag, 01. Mai 2010

GANZ NEU IM APRIL 2010

Treffen/ Stammtisch von Designer & Designagenturen & Werbeagenturen in München. Wir treffen uns persönlich und offline in München zum Stammtisch (in anderen Städten können auch Gruppen entstehen). Networking und Erfahrungsaustausch an jedem zweiten Mittwoch monatlich sowie Events in Agenturen.

Wir organisieren die Veranstaltungen über unsere Gruppe bei Xing, hier kannst Du Dich anmelden:

http://www.xing.com/group-54632.ae9dac

Wir sind bisher eine Gruppe von befreundeten Designern und Agenturen, die sich außerhalb des Alltags gemütlich und freundschaftlich über alle beruflichen Wehwehchen und Inspirationen austauschen wollen – was gut klappt und viel Spaß macht. Dazu kommen auch Veranstaltungen – wir freuen uns über jeden der in der Gruppe mitmacht.

Melde Dich einfach an und Du bekommst die Nachricht zum nächsten Treffen eine Woche davor.

http://www.xing.com/group-54632.ae9dac