Archiv für Juli 2009

Podcast versus Newsletter

Donnerstag, 30. Juli 2009

Interview von Torsten Schwarz mit Alex Wunschel, Deutschlands Oberpodcaster www.pimpyourbrain.de im Rahmen der PEG Online-Marketing der GSA.

Die Erstellung eines Audiopodcast dauert etwa 4 Stunden, während für einen Videopodcast 2 Tage veranschlagt werden – erzählt Alex aus seinem Alltag. Videoproduktion ist etwa 5-6 Mal aufwendiger als Audioproduktion, benötigt Storyboard und weitere Vorbereitung.

Die Umsätze von Hörbüchern sind im vergangenen Jahr um etwa 20 Prozent gestiegen – was auch für den verstärkten Einsatz von Audiopodcasts spricht, denn mp3-Dateien können gut unterwegs konsumiert werden. Etwa auf dem Weg zur Arbeit oder beim Gassigehen, Radfahren, im Auto.

Videopodcasts werden eher am Rechner angesehen – auch auf dem mobilen Endgerät, aber man kann dabei nicht Autofahren beispielsweise.

Alex berichtet von der Produktion von Casts für das interessante Portal abenteuerleben.de Dort kann man tolle Podcasts aus unterschiedlichen Bereichen erhalten – ich finde das Portal sehr interessant!

Für die DATEV zum Beispiel produziert er erklärende Podcasts – die Datev bietet diese Dateien zum Download an und hat erfolgreiche Abonnenten-Anzahl.

Die Podcasts als weiterer Kanal um Beziehung zu pflegen zu Geschäftspartnern, für Mitarbeiter als Infoquelle und zur Kundenbindung – einfach als Service. Man kann die Casts abbonnieren. Wie Newsletter.

Meine Frage ob denn Newsletter abgelöst würden vom neueren Medium beantwortet Torsten Schwarz mit klarem “Nein”. Zwar nimmt die Zahl der Newsletter-Leser, also der Abonnenten die den Newsletter auch tatächlich lesen, nach einem Jahr ab, aber bei guten Inhalten bleiben viele Abonnenten treue Leser.

Podcastst sind ein weiterer Kanal – ergänzen den Newsletter im Abo. Und sind auch mal eine Abwechslung.

Für Trainer die mit Wirkung/ Körpersprache/ Training zu tun haben sind Videos wesentlich um Entscheider gleich auf der Startseite Ihres Webauftritts zu überzeugen – das schrieb ich schon in meinem Artikel zur Videoplatzierung auf Websites von Trainern.

Audiocasts sollten etwa eine Länge von 15-20 Minuten haben, da sie oft auf dem Weg zur Arbeit gehört werden und Umfragen ergaben, dass ein Weg zur Arbeit in Deutschland durchschnittlich 20 Minuten lang ist.

Im Kampf um Aufmerksamkeit muss man als Inhalteanbieter möglichst viele, neue Medien nutzen neben den traditionellen Kontaktmedien wie Print-Newsletter und Co.

Fazit: Für manche Branchen sind Podcasts – als Videocast und Audiocast – wichtige Bestandteile einer Website und sollten dort angeboten werden.

Website – einer der Premium-Vertriebskanäle

Donnerstag, 16. Juli 2009

Eine aktuelle Umfrage  – initiiert von Jon Christoph Berndt, Chef des Instituts Brandamazing in München – unter den 384 Mitgliedern der German Speaker Association im Juni 2009 hat ergeben, dass die Website für Weiterbilder als Vertriebskanal auf Platz 3 steht, nach der Empfehlung und einer  Kundenanbahnung durch das persönliche Gespräch.

Nach einer Empfehlung oder einem persönlichen Gespräch sehen die Kunden aber trotzdem nochmals den Internetauftritt des potenziellen Auftragnehmers an um sich dessen Professionalität zu versichern. Also ist hier eine aussagekräftige und überzeugende Präsenz im WWW unverzichtbar.

Für verschiedene Berufsgruppen sind verschiedene Website-Elemente wichtig. Wenn Trainer oder  Weiterbilder gesucht werden von potenziellen Auftraggebern – so zu lesen im Magazin “Speaker” – wird gezielt gesucht nach dem persönlichen Auftritt – quasi live – in einem Video auf der Website.

Das Video muss also gleich zu finden sein, am Besten direkt auf der Startseite des Internetauftritts. „In punkto Video“, so der Web-Experte Dr. Torsten Schwarz, „sind die Coaches absolute Vorreiter.“

Selbst-PR ist ein Teil der Aussenwirkung, um die es geht wenn man sich neue Kunden erschliessen möchte. Das beginnt bei einem gepflegten Auftreten und geht bis zur gepflegten “Visitenkarte” im Internet.

Gutes WebDesign und interaktive Kontaktelemente auf der Website unterstützen die Geschäfts-Neuanbahnung. Dabei bleibt zu beachten, dass das persönliche Image oder das Firmenimage auch in allen Social Media Plattformen stimmig ist – da die Suchmaschinen ja eine komplexe Informationsflut auf eine Suchanfrage hin ausliefern.

Wichtig ist auch, dass die Website gefunden werden kann in den Suchmaschinen. Dafür kann man durch die richtige, suchmaschinenorientierte Programmierung und kontinuierliche Optimierung Sorge tragen.

Mac – Apple – Unkompatibel

Sonntag, 12. Juli 2009

Mal ein ganz anderes Thema im WebDesign-Blog: Technik-Kompatibilität.
Ich arbeite auf dem Windows-Betriebssystem, und auch auf dem Mac hab ich Windows laufen – mein MacBook Pro hab ich mit Bootcamp aufgeteilt in eine Mac-Partition und eine Windows-Partition.
Auf der Mac-Seite baue ich Präsentationen in Keynote für meine Vorträge. Keynote gefällt mir besser als Power Point und hat schönere Features. Und ich präsentiere bei Kunden lieber mit der Mac-Oberfläche, kommt gut an.

Alles andere arbeite ich lieber unter Windows – nachdem ich mich von NUR-MAC-USER umgestellt habe auf die Dose-Welt. Gewohnheit, einige Programme gibts nur für Windows usw.

Jetzt hab ich mir ein schickes 24 Zoll LED Cinema Display von Apple gegönnt für mein tolles, nicht mal 2 Jahre altes MacBook Pro. Und was soll ich sagen – der Adapter-Stecker des Displays passt nicht in das Laptop. Keine Verbindung möglich. Apple hat die Stecker geändert und keinen Adapter mitgeliefert. Den gibts nämlich nicht.
Jetzt hab ich ein Display und kanns nicht nutzen. Der Händler nimmt es nicht zurück und weist eine Falschberatung zurück – Aussage gegen Aussage. Und als Firmenkunde kein Verbraucherschutz – das hab ich dann auch gleich gelernt und gebs Euch gerne weiter.
Apple wirbt auch groß mit dem Display für die Macbook-Familie.

Wer hat eine Idee für mich was ich tun kann?
Mir fällt nur ein dass ich mich entweder vom Display oder vom Macbook trennen muss. Am Besten ich kauf dann gleich wieder in der Windows-Welt ein. Apple ist nicht zum ersten Mal eine Enttäuschung.

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Nachtrag vom 31. August 09: Problem erfolgreich gelöst – Freunde sind GOLD wert. Also ein Freund/ Geschäftspartner hat mir ein zu meinem MacBook Pro passendes Apple-Display bis auf unbestimmte Zeit geliehen.
Und der Händler hat nach 4 Wochen des Verhandelns – nachdem mein nun fester Firmenkundenberater sich dafür eingesetzt hat – das Display zurück genommen. Ganz im Guten – ich seh ja ein, dass er das ausgepackte Display nicht als Neu wieder verkaufen kann, obwohl es OVP ist – aber mit geöffneter Verpackung – und finde es sehr freundlich von ihm.

Ich kaufe da wieder ein, aber nur bei meinem festen Kundenbetreuer (statt im allgemeinen Beraterpool am Telefon) und da wird dann kein Beratungsfehler passieren, er ist sehr fit. So haben wir das nun vereinbart.

Online-Marketing: Kampf der Firmen um die Selbstbestimmung Ihres Firmenimages in den Social Media

Donnerstag, 09. Juli 2009

Vortrag bei der IHK Akademie München über Marketing in den Social Media am 09.07.09

Mein ganz persönlicher, subjektiver Auszug von Themen ohne Anspruch auf Vollständigkeit.
Übrigens: Die IHK Akademie München bietet sehr interessante Vorträge zu Themen im Online-Bereich.

Vortrag 1: Norman Güstrau, Senior Consultant bei Mücke, Sturm & Company GmbH

Sehr interessant waren die Ausführungen zur Bedeutung des Web 2.0 für mittelständische Unternehmen. Wesentlich fand ich die Betrachtung, dass auch private Profile von Firmenmitarbeitern in Verbindung gebracht werden mit der arbeitgebenden Firma. Zum Beispiel wird häufig das Profil eines geschäftlichen  Gesprächspartners in Vorbereitung auf das Meeting gegoogelt. Dann sollten nicht unpassende, private Fotos in privaten Profilen gefunden werden.

Empfehlenswert ist es, wenn Firmen Ihre Mitarbeiter diesbezüglich schulen lassen, und Ihnen vermitteln Ihr Profil in den Social Media angemessen darzustellen.

Zur Vorstellung des Nutzenpotentials von Web 2.0 Tools bei mittelständischen Unternehmen hat Herr Güstrau mehrere sehr gute Beispiele gezeigt. Wikis als Wissensammlung im Unternehmen waren eine gute Anregung. Perfekt ist auch der Firmenblog von Daimler.

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Vortrag 2: Heiko Ditges, Social Media Consultant

Warum es kein Web 2.0 gibt -> Vom Lagerfeuer zum Social Web.
Herr Ditges sagt – und das leuchtet ein – dass die Treffpunkte zum Meinungsaustausch vom Lagerfeuer über den Dorfplatz sich verlagert haben in die Social Media Plattformen. Er belegt mit Zahlen die Reichweite und Schnelligkeit einzelner Nachrichten und ihrer Verbreitung.

Zum Beispiel Twitter: Dell habe 2 Mio Umsatz mit gebrauchten Computern gemacht in wenigen Wochen, immer wenn ein Computer zurückgegeben wurde, der Kunde ein neues Gerät erhielt und der gebrauchte und reparierte Laptop über Twitter annonciert wurde.

Oder Ashton Kutscher, der im Wettbewerb mit CNN (wer zuerst 1 Mio Follower bei Twitter generiert) gewann und das binnen 3 Tagen.

Bei Blogs war das bekannte Beispiel der Walther Saftblog mit den interaktiven Elementen. Ich hatte schon einmal davon gelesen, der Umsatz wurde auch unglaublich gesteigert seitdem die Firma Walther den Saftblog betreibt. Dieser Blog ist auch vorbildlich strukturiert.

Herr Ditges nennt es “Social Media Optimization” – nicht mehr autistische Firmenwebsites bilden eine Barriere der Kommunikation zwischen Absender und Empfänger von Informationen, sondern die Firmen schaffen einen Mehrwert für die Interessenten Ihrer Informationen indem sie Kommentare, Votings und alle anderen möglichen interaktiven Dialogelemente zur Verfügung stellen.

Hammer in der Klickrate:  die lustigen YouTube Videos der Firma Frosta.

Hier wurden weit weniger Euros in die Produktion investiert als in TV-Spots und die Inhalte sollten auch bewusst anders sein, die Reichweite ist vor allem messbar – was bei TV Spots nicht möglich ist.
Herr Ditges meinte, dass zunehmend im Vorfeld Videos/Werbe Spots im Internet getestet werden können und dann entsprechend erfolgreich den Weg ins TV finden können.

Hier mache ich auch gleich einen gedanklichen Sprung zu SEO. Die Suchergebnisse bei Google würden – laut einer Studie von Google – üblicherweise F-förmig von den Augen der User gescannt.

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An der Fundstelle unterhalb eines Videos (YouTube Fundstelle) sei die erfolgreichste Platzierung, egal an welcher Stelle der 10 möglichen Positionen sich das Video befindet.

Ganz ein anderes Thema: wenn Fans eine Community zum Brand eigenständig aufbauen und das mit extremem Erfolg – wie das Profil des Coco Cola-Fanclubs auf Facebook.
Coca Cola ging so damit um,  dass sie den Fanclub supporten.

Vattenfall andererseits betrieb rechtzeitig selbst ein Profil auf Facebook, aber nicht sehr engagiert.
Das Profil wurde gekapert von Greenpeace, die Videos einstellten um zu zeigen, dass Vattenfall Strom aus Kohlekraftwerken bezieht und Atomstrom.
Gegen das Engagement von Greenpeace kam Vattenfall nicht an und musste das eigene Facebook-Profil schliessen um Schlimmeres zu verhindern. Vattenfall hat dann wieder neu eine Gruppe gegründet und derzeit erst etwa 70 Mitglieder.

Mich macht das nachdenklich, müssen Firmen sich erpressen lassen enorme Budgets vorsorglich zu investieren in strategische, vorbeugende Massnahmen um ihr Profil in den Social Media selbst steuern zu können?

Ist es eine bessere Geschäftsidee Fanclubs zu Marken aufzubauen um sich dann “supporten”, sponsorn oder kaufen zu lassen? Warum tun wir das nicht alle und verdienen kräftig – erinnert mich ans Domaingrabbing.

Müssen jetzt alle Produkte teurer werden, weil diese Ausgaben zur Imagesicherung auf den Preis aufgeschlagen werden?

Image-Piraterie in den Social Media?

weave – das neue magazin von page zu webdesign, konzeption & development

Montag, 06. Juli 2009

beta version

beta version

Am 4. September erscheint WEAVE. Aber hier gibt es schon eine Besprechung der Beta-Version.

Die 36 Seiten starke Preview-Ausgabe wird eingeleitet von einem Vorwort von Publisher Gabriele Günder, das mir sehr gut gefällt. “Es ist noch nicht so lange her, dass die Pioniere des Internets in der vom Dotcom-Crash ernüchterten Kommunikations- und Medienbranche als übermütige Technikfreaks abgetan wurden.” Frau Günder führt an, dass bereits damals abzusehen war, dass sich die passive Masse zur aktiven Community entwickeln würde und dass Userkratie und interaktive Wertschöpfung das Alltagsmedium Internet prägen würden.

Das Ziel der neuen Line Extension von Page ist es Auftraggeber, Designer und Programmierer zusammen zu bringen.

Ganz gut finde ich die 7 “Google Alternativen für jeden Zweck”: 7 alternative Suchmaschinen oder Recherche-Arten. Ganz gut www.cuil.com – von Ex-Google Leuten gegründet und mit der Eigenverpflichtung keine Nutzerdaten zu sammeln.

Hauptartikel ist die Story zur Microsite der Ikea-Küchen. www.ikea.de/kuechen

briefing des kunden, konzeption, entwicklung, story – warum und wie. case study.

Bei “Trick or Treat” geht es um Tricks von Developern – ich hab mich zuerst gefragt ob der Code in gedruckter Form Sinn macht – aber am Ende der Seite wird auf eine Online-Adresse hingewiesen, wo man den Code kopieren kann.

Mal sehen – ich bin auch kein Fan der Page und lass mich positiv überraschen.


Bloggen – warum tut Ihr es?

Freitag, 03. Juli 2009

In einem anderen Blog las ich eine angeregte Diskussion über die Monetarisierung des Bloggens. Klar, es kostet Zeit sich Themen auszudenken, eventuell zu recherchieren und möglichst qualifiziert über ein Thema zu schreiben. Die Frage war auch, ob man als Dankeschön dafür auf die Werbebanner im Blog klicken sollte. Ob das ethisch gut ist, weil die Kosten für Werbung wieder auf die Waren aufgeschlagen werden und zur Preissteigerung führen.

Was ist eure Meinung?

Informationsarchitektur

Mittwoch, 01. Juli 2009

Das Anlegen eines Informations-Systems als Struktur für ein Portal ist zum Teil immer gleich und andererseits verschieden.

Der Designer erfragt alle grundlegenden Infos zu Nutzern/ Anbietern etc und indem er diese Infos durchdenkt und in Beziehung setzt, reift eine Ordnung, entstanden aus der Gesamtheit der Informationen/ Grundlagen.

Das ist die “Handschrift” eines Designers für ein WebDesignProjekt – die Konzeption, die Informationsarchitektur. Standards werden individualisiert durch die Erfahrung des Designers, die – persönlich Informationen bewertend – sein Layout prägt.

Nachfolgend 3 Checklisten, einfach mal als Anregung bei den nächsten WebDesign Projekten.

checkliste_infosystem

checkliste_layout

checkliste_grundlagen